Cyber-Angriff

„Es war wirklich sehr extrem“: JP Kraemer verrät Details zum YouTube-Hack

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Vor kurzem übernahmen Hacker den YouTube-Kanal von JP Kraemer. Nun hat der Tuner Details zu dem schockierenden Vorfall verraten.

Das neue Jahr begann für den Dortmunder Tuner Jean Pierre „JP“ Kraemer (42) mit einem Riesen-Schock: Sein YouTube-Kanal „JP Performance“ wurde gehackt. Statt Tuning-Videos liefen dort plötzlich dubiose Krypto-Livestreams, statt des JP-Logos wurde ein Tesla-Emblem angezeigt. Einige Tage lang war der Kanal auch komplett verschwunden – schließlich bekamen JP Kraemer und sein Team die Kontrolle aber wieder zurück. In einem Video (weiter unten zu finden) hat er nun einige Details zu dem Vorfall verraten.

„Es war wirklich sehr extrem“: JP Kraemer verrät Details zum YouTube-Hack

Wie der YouTube-Star berichtet, habe sich das Drama schon einen Tag vorher angekündigt. Denn für einen YouTube-Kanal braucht man ein Google-Konto – und da schien etwas nicht zu stimmen. „Ich wollte in meinen Kalender gucken – doch der ging dann nicht mehr“, berichtet JP Kraemer. Dann habe er sich schlafen gelegt. „Dabei war die Sch... schon am Kochen.“

Als der Tuner, der sich auch zutrauen würde, Bundeskanzler zu sein, den Hack schließlich bemerkte, war das Entsetzen groß. „In dem Moment, wo du denkst: Du hast all diese Arbeit da rein gesteckt, und der Kanal ist weg – das ist wirklich krass“, erzählt der Tuner. „Stellt euch vor, ihr puzzelt zehn Jahre ein Puzzle – und dann ist das Puzzle weg.“ Die Zeit während des Hacks war nervenaufreibend: Mal sei der Kanal weg gewesen, dann wieder aufgetaucht – aber mit anderem Namen und anderer Mailadresse. „Es war wirklich sehr extrem.“

„JP Performance“ gehackt: „Reinschlagen, wenn am wenigsten gemacht werden kann“

Einer der engsten Vertrauten von JP Kraemer im Unternehmen ist sein langjähriger Wegbegleiter Fabian Kubik. Der hatte alle Hände voll zu tun, den Kanal wieder zurückzubekommen. Ein großes Problem sei gewesen, dass der Hack zu einer Zeit passierte, in denen die meisten Firmen wegen der Urlaubszeit nur mit einer Notbesetzung arbeiten – so auch bei Google. Das gehöre natürlich zum Plan der Hacker: „Reinschlagen, wenn am wenigsten gemacht werden kann.“

„Alle Sicherheitsvorkehrungen, die uns zur Verfügung standen, haben wir genutzt“, betont Kubik, der auch vor einiger Zeit von JP Kraemers Autismus-Diagnose berichtet hatte. „Es war ein Sicherheitsproblem auf Seiten Google.“ Ein Hacker habe die Zwei-Faktor-Authentifizierung umgangen. In der Firma habe man vom Hack zunächst gar nichts mitbekommen – man habe keine Benachrichtigung erhalten. Der Trick der Hacker: Sie hätten es geschafft, dem Account vorzugaukeln, dass sich ein Gerät einlogge, das schon immer eingeloggt sei.

Konzeptautos der Extreme: Zehn spektakuläre Einzelstücke, die nie in Serie gingen

Das Renault Trezor Renault concept
Platz 10 – Renault Trezor Concept (2016): Auf dem Pariser Autosalon im Jahr 2016 präsentierte Renault einen echten Hingucker: Die futuristische Flunder Trezor Concept gab einen Ausblick, wie ein rein elektrischer Gran Turismo der Franzosen aussehen könnte. Highlight des Konzeptfahrzeugs waren fehlenden Türen – stattdessen öffnete sich zum Einstieg das Dach samt Motorhaube. Schon bei der Vorstellung war allerdings klar: Dieses Gefährt ist einfach zu außergewöhnlich, um jemals in Serie zu gehen. Schön anzuschauen ist es trotzdem. © CTK Photo/Imago
Ein Peugeot e-legend 2019
Platz 9 – Peugeot e-Legend (2018): Es muss nicht immer alles neu sein: Auf dem Pariser Autosalon 2018 zeigte Peugeot die Retro-Studie e-Legend. Beim Design ließen sich die Franzosen dabei vom 504 inspirieren – einem Modell, das Ende der 1960er-Jahre Premiere feierte. Während man bei der Gestaltung in die Vergangenheit schaute, warf man technisch einen Blick in die Zukunft: Das Fahrzeug war mit einem reinen Elektroantrieb ausgestattet und sollte zeigen, wie man sich autonome Fahrmodi vorstellt. So ließ sich beispielsweise das Lenkrad unter der Soundbar versenken. Dennoch: In Serie ging der e-Legend nicht. © Xinhua/Imago
VW Futura
Platz 8 – VW Futura (1989): Wenn es um ein Messe-Showcar geht, dann greifen Autodesigner gerne zu Flügeltüren – so wirkt auch ein verhältnismäßig unspektakuläres Fahrzeug zumindest einigermaßen aufregend. Auch der VW Futura wurde im Jahr 1989 für seinen Auftritt auf der IAA in Frankfurt damit ausstaffiert – wohl wissend, dass es diese aufwendige Technik höchstwahrscheinlich nicht in ein Serienmodell schafft. Sowohl die Flügeltüren als auch die gläserne Heckklappe ließen sich zudem abnehmen, wodurch der Wolfsburger zu einer Art T-Top-Cabrio wurde. Der Futura blieb ein Einzelstück, allerdings gab er schon mal einen kleinen Ausblick auf das Design des späteren VW Sharan. © VW
Der Audi urban concept
Platz 7 – Audi Urban Concept (2011): Bei Showcars hat jeder Hersteller seine eigene Philosophie – im Falle von Audi sind die Fahrzeuge zumeist schon ein relativ konkreter Ausblick auf ein Serienauto. Nicht so beim Audi Urban Concept: Auf der IAA 2011 in Frankfurt zeigten die Ingolstädter das Schmalspurfahrzeug, in dem zwei Personen hintereinander Platz nehmen. Der dynamische Rennwagen-Look täuschte etwas über die bescheidene Motorisierung hinweg: Zwei Elektromotoren sollten 20 PS leisten. Dafür wog das Gefährt nur 480 Kilogramm – die Höchstgeschwindigkeit lag bei 100 km/h, die Reichweite gab Audi mit rund 60 Kilometern an. Später wurde die Studie, die als reines Stadtmobil konzipiert war, auch noch als Spyder-Version gezeigt – in Serie gingen beide nicht. © Audi
Der BMW M1 Hommage
Platz 6 – BMW M1 Hommage (2008): Im Herbst 1978 begann BMW mit der Produktion des legendären Supersportwagens M1 – bis Ende 1981 wurden 460 Exemplare gebaut. Die 277 PS aus einem Reihensechszylinder klingen heute allerdings nicht mehr wirklich gewaltig. Umso mehr erinnert man sich noch immer an des keilförmige Design des Mittelmotorsportlers. BMW ließ die Legende im Jahr 2008 wieder aufleben: Auf dem Concorso d‘Eleganza am Comer See zeigten die Münchner den BMW M1 Hommage. Die extrem designte Studie in oranger Metallic-Lackierung ist ein echter Hingucker. In Serie ging die Retro-Flunder nicht – allerdings nahm das Design schon etwas von einem anderen Fahrzeug voraus: dem BMW i8, der ab dem Jahr 2013 gebaut wurde. © BMW
Das Opel Monza Concept
Platz 5 – Opel Monza Concept (2013): In Serienfahrzeug sind Flügeltüren eine echte Rarität – zumeist sieht man sie nur in Supersportwagen, denn die Technik ist aufwändig und anfällig. Ein Hingucker sind sie aber immer, weshalb sie sich perfekt für Messestudien eignen. Auch Opel entschied sich beim Monza Concept auf der IAA in Frankfurt 2013 dafür. Die Serien-Chancen für ein schickes Luxus-Coupé dieser Art aus dem Hause Opel waren aber von vorneherein gering. Es blieb bei dem einen Showcar. Wer heute einen Monza fahren will, muss sich deshalb auf die Suche nach einem Original machen, das ab Ende der 1970er-Jahre gebaut wurde. © YAY Images/Imago
Das Bugatti 16C Galibier Concept
Platz 4 – Bugatti 16C Galibier Concept (2009): Die Marke Bugatti kennt man heutzutage vor allem durch zwei Modelle: die Supersportwagen Veyron und Chiron – beide mit einem 16-Zylindermotor und einer Leistung von weit mehr als 1.000 PS ausgestattet. 2009 zeigte die Marke mit dem Bugatti 16C Galibier Concept jedoch ausgewählten Gästen, wie man sich eine Luxuslimousine der Franzosen vorstellen könnte. Die Öffentlichkeit bekam das Showcar dann auf dem Genfer Autosalon 2010 zu sehen. Wie der Zusatz „16C“ verrät, wäre auch die sportliche Limousine mit einem gewaltigen 16-Zylindermotor ausgestattet gewesen. Den Weg in die Serienfertigung – wenn man bei den geringen Stückzahlen der Marke überhaupt davon sprechen kann – fand der Galibier nicht. Umso exklusiver bleibt damit die Besonderheit des Konzeptautos: Auf dem Armaturenbrett des Wagens ist eine Tourbillon-Uhr von Parmigiani Fleurier verbaut – diese lässt sich aus der Halterung herausnehmen und als Armbanduhr tragen. © Uli Deck/dpa
Der Citroën Tubik
Platz 3 – Citroën Tubik (2011): Vans sind optisch eher unspannende Fahrzeuge, was mit ihrer naturgemäß meist kastenartigen Form zu tun hat. Dass man ein solches Fahrzeug aber auch durchaus außergewöhnlich gestalten kann, zeigte Citroën im Jahr 2011 auf der IAA in Frankfurt mit dem Tubik. Ob einem das Design – speziell der Front – gefällt, steht natürlich auf einem ganz anderen Blatt. Eine riesige Flügeltüre öffnet den Zugang zum loungeartigen Innenraum des Turik. Die Sitzgelegenheiten bieten maximale Variabilät – und lassen sich beispielsweise auch zu einem Bett umbauen. Ein Fahrzeug der Extreme, das ebenfalls ein Einzelstück blieb. © Sebastian Geisler/Imago
Ein BMW E1
Platz 2 – BMW E1 (1991): Es gibt immer wieder Konzeptfahrzeuge, die ihrer Zeit einfach zu weit voraus sind. Zu diesen gehört wohl auch der BMW E1, den die Münchner im Jahr 1991 auf der IAA in Frankfurt vorstellten. Ein kompaktes Elektrofahrzeug mit einer Länge von knapp 3,50 Metern, in dem vier Personen Platz finden sollen. Die Natrium-Schwefel-Batterie bot eine Kapazität von 20 kW und hätte unter günstigen Umständen für eine Reichweite von rund 200 Kilometern reichen sollen. Der 32 kW starke Elektromotor trieb BMW-typisch nur die Hinterräder an, die Höchstgeschwindigkeit lag bei 120 km/h. 1993 stellte BMW eine zweite Version des E1 vor – diesmal mit einem Verbrennungsmotor. Doch weder die eine noch die andere Variante schafften es in die Serie – dennoch gilt der E1 so manchem als früher Vorläufer des i3, der ab 2013 produziert wurde. © BMW
Mercedes NAFA
Platz 1 – Mercedes Nafa (1982): Beim Anblick dieses Gefährts mag man an viele Hersteller denken – aber sicher nicht an Mercedes. Allerdings präsentierten die Schwaben im Jahr 1982 tatsächlich die Studie Nafa – eine Abkürzung für „Nahverkehrsfahrzeug“. Die kantige Kiste war gerade einmal 2,5 Meter lang und 1,5 Meter breit und hoch. Sie bot Platz für zwei Personen und war als minimalistisches Stadt-Mobil konzipiert. Das kuriose Gefährt blieb ein Einzelstück – und gilt dennoch als Ur-Vater von späteren City-Flitzern wie dem Smart oder der A-Klasse.  © Mercedes-Benz

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JP Kraemer verrät Details zum YouTube-Hack: „Der Aufwand war schon echt groß“

Man sei immer noch in der Kommunikation mit Google, denn noch immer habe man nicht alles zurück. Das wichtigste sei erstmal der Hauptkanal gewesen. „Die Leute, die sich da mit eingeklinkt haben, haben echt einen sehr, sehr guten Job gemacht.“

Sämtliche Zugangsdaten in der Firma mussten nach dem Vorfall geändert werden. „Der Aufwand war schon echt groß“, sagt JP Kraemer, der sich kürzlich für viele überraschend, mit seinem alten Weggefährten Sidney Hoffmann traf. Der Kanal wurde nach dem Hack auf den 31. Dezember 2022 zurückgespielt. Immerhin: „Technisch gesehen, haben die Zuschauer nicht ein Video verpasst.“ Denn während der Feiertage ist auch auf dem YouTube-Kanal von JP Kraemer in der Regel Pause. Als er den Kanal wieder zurück hatte, fiel es dem Tuner schwer, das wirklich zu glauben: Die ersten zwei Tage habe er morgens gleich auf dem Handy geschaut, ob der Kanal noch da sei.

Rubriklistenbild: © YouTube (JP Performance)

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