Mülltrennung

Spülen Sie Joghurtbecher aus? So entsorgen Sie Plastik richtig

  • schließen

Durch Recycling sollen Wertstoffe wiederverwertet werden. Aber wie handhabt man das richtig? Schon beim Joghurtbecher schleichen sich oft Fehler ein.

Hamm - Recycling nehmen viele sehr ernst - und machen dabei trotzdem Fehler. Joghurt ist bei der Ernährung das beliebteste Milchprodukt in Deutschland, dementsprechend viele Joghurtbecher landen im Müll. Und ja: Der Gelbe Sack oder die Gelbe Tonne sind natürlich die richtige Wahl. Es gibt aber noch mehr, was Sie beim Entsorgen beachten müssen.

Milchprodukte - Top 3 in Deutschland (2021)Konsum mindestens mehrmals pro Monat
Joghurt72,7 Prozent
H-Milch58 Prozent
Frischmilch49,2 Prozent (Quelle: Statista Research Department)

Recyclen: Spülen Sie Joghurtbecher vor dem Müll aus? So entsorgen sie richtig

Die Idee, Joghurtbecher nach dem Verzehr zu reinigen liegt nahe, vor allem, wenn man die leeren Verpackungen noch eine ganze Weile im Haus sammeln muss. Die Gefahr, dass sich Schimmel bildet, ist deutlich höher, wenn sich noch Speisereste im Plastikbecher befinden. Dennoch gilt: Spülen ist aus der Nachhaltigkeitsperspektive schlecht. Denn das verbraucht unnötig Wasser und Spülmittel können schlussendlich sogar Gewässer verunreinigen.

„Es reicht völlig, Becher, Dosen und Schalen mit dem Löffel auszukratzen, um sie dann restentleert in den Gelben Sack oder die Gelbe Tonne zu werfen“, heißt es von der Frosch-Initiative, die sich für einen geschlossenen Wertstoffkreislauf engagiert. Das Umweltbundesamt rät sogar nachdrücklich davon ab, seinen Verpackungsmüll zu Hause vorzuspülen.

Joghurt ist das beliebteste Milchprodukt der Deutschen. Im Supermarkt gibt es Joghurtbecher in verschiedenen Formen und Größen.

Recyclen: So ist es richtig - löffelrein und tropffrei

Es reiche vollkommen, Verpackungsmüll leer und löffelrein zu entsorgen - also auch Joghurtbecher. Dasselbe gelte etwa für Tetra-Packs. Bei Milchverpackungen spricht die Branche dabei von tropffrei.

Recyclen: Bestandteile der Verpackung trennen

Auch sollte man weitere Bestandteile der Verpackungen abnehmen, die nicht aus Kunststoff sind: zum Beispiel die Joghurtbecher-Deckel aus Aluminium. Sie werden getrennt von den Bechern entsorgt, auch wenn der Aluminiumdeckel ebenfalls im Gelben Sack oder der Gelben Tonne landen darf. Die Trennung hier ist laut der Recycler-Initiative wichtig, damit die Sortieranlagen erkennen können, dass die verschiedenen Materialien nicht verunreinigt sind und getrennt dem Recycling bereitgestellt werden.

Und man sollte die Becher nicht ineinander stapeln, sodass mehr davon in eine Tonnenfüllung passen. Denn das bereitet den Entsorgern im Recycling Probleme, da diese Behälter gestapelt nicht störungsfrei die Sortieranlage für Wertstoffe durchlaufen können.

Auch Bananen und Äpfel sind willkommene Snacks. Doch wohin mit den Resten? In die Natur werfen, ist jedenfalls keine gute Idee. Es droht sogar ein Bußgeld. Beim Start in den Tag können Sie einen Fehler ganz einfach vermeiden: Beim Kochen vom Frühstücksei gibt es nämlich überraschend viel zu beachten. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Christin Klose/dpa

Kommentare