Ernährungstipp

Eier richtig kochen: Welchen Fehler Sie vermeiden sollten

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Zu einem richtigen Frühstück gehört auch ein Ei. Aber beim Kochen gibt es überraschend viel zu beachten. Vor allem ein Fehler sollte vermieden werden.

Hamm - Was gibt es Schöneres als ein Frühstück am Wochenende? Ausschlafen, ohne Stress den Tisch decken, mal nicht schnell-schnell alles vor der Arbeit in sich hineinschlingen und vielleicht etwas gezielter auf die Ernährung achten. Zum perfekten Frühstück gehört ein perfektes Ei. Doch was heißt überhaupt perfekt? Beim Eierkochen gibt es mehr zu beachten, als man denkt.

Eier richtig kochen: Diesen typischen Fehler sollten Sie vermeiden

Das perfekte Ei gibt es natürlich nicht. Der eine mag es hart, die andere fast flüssig, ein Dritter hat gerne eine Konsistenz irgendwo dazwischen. Hart oder weich? Das regelt die Dauer, die ein Ei im köchelnden Wasser liegt. Grundsätzlich gilt die Faustregel:

  • Hart gekochtes (Eigelb und Eiweiß fest): 10 Minuten
  • Mittelhart gekocht (Eigelb wachsig, Eiweiß fest): 7 Minuten
  • Weich gekocht (Eigelb flüssig, Eiweiß gestockt): 4,5 Minuten

Doch Vorsicht: Wer sich blind daran hält, macht einen Fehler. Denn diese Zeiten gelten nur für ein mittelgroßes Hühnerei. Auf dem Karton würde in diesem Fall also ein M stehen. Im Supermarkt oder Discounter ist diese Größe die Regel. Ein Hühnerei der Größe M wiegt zwischen 53 und 63 Gramm. Doch es gibt auch die Größen S (klein/unter 53 Gramm) und L (groß/63 bis 73 Gramm). Auf Märkten und in Dorfläden gibt es bisweilen auch die Größe XL (schwerer als 73 Gramm).

Aber: Je größer ein Ei, desto länger muss es für die gewünschte Konsistenz gekocht werden. Ein Ei der Größe S muss etwa 30 Sekunden kürzer als oben angegeben im Kochwasser bleiben, ein L-Ei entsprechend länger.

Die Kochzeit hängt jedoch nicht nur von der Größe ab, sondern noch von einem weiteren wichtigen Faktor: der Temperatur des Eis. Wenn Sie die Eier im Kühlschrank (Tipp: Bei diesen Temperaturen in Kühlschrank und Gefriertruhe sparen Sie Strom) aufbewahren und erst direkt vor dem Kochen herausholen, kann es bis zu eine Minute länger als oben angegeben dauern, bis das Ei den gewünschten Härtegrad hat.

Eier richtig kochen: Auf die Dauer und Temperatur kommt es an

Nach dem Kochen ist es unter Umständen ratsam, das Ei unter kaltem Wasser abzuschrecken. Dann nämlich, wenn man ein weiches oder mittelhartes Ei möchte. Das kalte Wasser beendet den Garprozess, der sich ansonsten auch außerhalb des kochenden Wassers unter der heißen Schale fortsetzen würde.

Eier kochen ist einfach. Dennoch gibt es für das Wunsch-Ei einiges zu beachten.

Übrigens: Die alte Küchenweisheit, nach der Abschrecken hilft, dass sich die Schale gut vom Ei lösen lässt, ist Quatsch. Eine sich leicht lösende Schale deutet auf ein altes Ei hin. Wird das Pellen zur Qual, wird es ein frisches Ei sein.

Sollte man Nudeln nach dem Kochen mit kaltem Wasser abschrecken? Die Meinungen gehen auseinander. Entscheidend ist, wie man die Nudeln verwenden möchte. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Julian Stratenschulte/dpa

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