Schneiden erwünscht

Neun Blumen und Stauden, die nach einem Rückschnitt im Juni ein zweites Mal blühen

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Wer bestimmte Blumen und Stauden nach der ersten Blüte im Sommer stark zurückschneidet, kann nach einigen Wochen mit einem zweiten Blütenflor rechnen.

Das Ausputzen verwelkter Blütenstände ist für viele Hobbygärtner und Hobbygärtnerinnen tägliche Pflegeroutine der Blumen im Garten oder auf dem Balkon. Vor einem stärkeren Rückschnitt in der Wachstumsphase schrecken viele aber zurück. Dabei bringt dieser mehrere Vorteile mit sich – nicht nur, dass sich die Blumen nicht unerwünscht über Samen ausbreiten oder weniger krankheitsanfällig sind – die Pflanzen werden durch den starken Eingriff auch zum Wachstum angeregt und können im Laufe des Sommers noch in zweites Mal blühen, wenn man ein paar Dinge beachtet.

Rosen, Rittersporn & Co. – remontierende Blumen blühen mehrmals im Jahr

Rittersporn zählt zu den Stauden, die ein Zurückschneiden nach der Blüte oft mit einem zweiten Flor belohnen.

Im Juni bzw. Frühsommer haben viele (Frühlings-)Blumen ihre Blüten schon alle präsentiert und beste Zeit des Jahres scheinbar schon hinter sich. Doch manche Pflanzen, in erster Linie Stauden, remontieren. Das heißt, sie blühen nach der Hauptblüte im Spätsommer erneut ein- bis zweimal, im Schnitt nach vier bis acht Wochen. Ein gutes Beispiel sind mehrfach blühende Edelrosen, deren schwache Triebe und kraftsparende Wildtriebe man stark zurückschneiden sollte, um eine neue Blütenbildung anzuregen und die Pflanze gesund zu halten. Starke Triebe kürzt man hingegen nur leicht.

Folgende neun Blumen mögen im Laufe des Sommers einen Rückschnitt, bevor sie Samen ansetzen:

  • Rittersporn
  • Phlox
  • Gold- und Schafgarbe
  • Öfter blühende Rosen
  • Katzenminze
  • Wiesen-Storchschnabel
  • Bougainvillea 
  • Frauenmantel
  • Lavendel

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Je nach Art wird unterschiedlich stark zurückgeschnitten

Wie weit man die Pflanzen zurückschneidet, hängt von der Art ab. Während beispielsweise Rittersporn etwa eine Handbreit über dem Boden angeschnitten werden kann, kürzt man Lavendel nur um ein Drittel und Bougainvillea um die Hälfte des Zuwachses.

Giftige Schönheiten: Zehn besonders gefährliche Gartenpflanzen

Eine rosa blühende Engelstrompete
Die Engelstrompete hat ihren Namen nicht von ungefähr: Sie führt schon in kleinsten Verzehrsmengen zu Halluzinationen. © blickwinkel/Imago
Eine gelb blühende Goldregenpflanze in einem Vorgarten
Der giftige Goldregen ist im Garten immer ein Hingucker. Vor allem die reifen Samen sind sehr gefährlich.  © blickwinkel/Imago
Eine weiß blühende Christrosenpflanze
Die Christrose wurde früher als Brech- und Abführmittel eingesetzt. Heute heißt es: Finger weg! © CHROMORANGE/Imago
Eine Gärtnerin beschneidet einen Oleander
Vor allem den Blättern des Oleanders sollte man nicht zu nahe kommen – am besten Handschuhe tragen. © Shotshop/Imago
Blütenrispen des Blauen Eisenhuts
Schon wenige Gramm Eisenhut führen zu schweren Vergiftungssymptomen. © imagebroker/Imago
Ein Strauß gelber Narzissen in einer Vase
Die ist so hübsch, die tut doch nichts? Die Gelbe Narzisse ist in allen Pflanzenteilen giftig.  © BE&W/Imago
Eine Rizinuspflanze mit roten Blättern und Fruchtkapseln
Sehr attraktiv und sehr giftig: Schon im Altertum wurden Menschen mit Rizinussamen umgebracht. © McPHOTO/Imago
Eine rosa blühende Herbstzeitlose im Gras
Ab August blüht die Herbstzeitlose, deren Zellgift Colchicin zum Tod führen kann. © Rudolf Gigler/Imago
Eine Thujahecke mit einem Halteverbot-Verkehrsschild
Die Thuja ist als Hecke beliebt und sieht harmlos aus. Aber Hautkontakt und Verzehr haben unangenehme Folgen. © Shotshop/Imago
Eine Misteldrossel frisst im Herbst die roten Eibenfrüchte
Obacht, wenn die roten Beeren der Eibe reif sind: Nicht nur Drosseln, auch Kinder greifen hier gern zu. ©  Reiner Bernhardt/Imago

Wichtig ist es, die Pflanzen danach aus reichend mit Wasser und Nährstoffen zu versorgen, zum Beispiel mit organischem Dünger in Form von Brennnessel- oder Schachtelhalm-Sud.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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