Yogi erstaunt mit gigantischer Größe – Besitzerin warnt: „Dieser Hund ist kein Teddybär“
VonSophie Kluß
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Yogi – ein Name, zu dem man sich einen lieben, kleinen Hund vorstellt. Doch weit gefehlt: Yogi ist ein Kaukasischer Owtscharka, der mit seiner imposanten Größe und Kraft Respekt einflößt.
Entspannt sitzt Yogi auf dem blauen Sofa und lässt sich von seinem Herrchen das flauschige Fell kraulen. Gleichzeitig wirkt der Vierbeiner fehl am Platz. Der Grund? Yogi ist viel zu groß für die Couch und schafft es kaum, seinen massigen Körper bequem zu platzieren. Für seinen Besitzer bleibt nicht mehr als ein kleines Flecken, auf das er sich setzen kann. Yogi scheint das egal zu sein. Alles, was ihn interessiert, sind die Streicheleinheiten, die er in vollen Zügen zu genießen scheint.
Millionen Likes – Yogi ist auf TikTok eine Berühmtheit
Doch sobald der Menschenpapa mit dem Streicheln aufhört, macht sich Yogi lautstark bemerkbar. Mit einem tiefen Brummen deutet er an, dass er weiter gekrault werden möchte. Zwischendurch erheitert ein kleiner Snack das Gemüt des Riesenhundes. Mit spektakulären Aufnahmen wie dieser ist der Hunde-Account @yogibearsmom auf TikTok fast schon eine Internet-Berühmtheit geworden. Mehr als 15,4 Millionen User haben das oben beschriebene Video bereits angesehen, 2,1 Millionen davon haben ein Like vergeben – und sind fasziniert von dem Kaukasischen Owtscharka. Seine Besitzerin warnt jedoch: „Dieser Hund ist kein Teddybär.“
„Das ist ja ein Bär“, kommentiert einer der User jedoch erstaunt. „Ich habe noch nie gesehen, dass ein Owtscharka sanft und niedlich ist. Ich wusste nicht, dass sie das in sich haben“, bemerkt ein weiterer Zuschauer.
Kaukasischer Owtscharka – was macht die Hunderasse aus?
Doch was hat es mit der seltenen Rasse, die bei einer Schulterhöhe von rund 70 Zentimetern nicht selten 75 Kilogramm auf die Waage bringt, auf sich? Im Kommentarbereich eines weiteren Videos weist @yogibearsmom darauf hin, dass der Kaukasische Owtscharka nicht nur riesig, sondern „1.000 Mal aggressiver, schwieriger und gefährlicher als typische ‚schwierige/gefährliche‘ Rassen“ und nahezu ursprünglich wild sei. Sie habe schon vielen dabei helfen müssen, die Hunde „umzusiedeln, weil die Leute sie unterschätzen und denken, dass sie wie andere Hunde sein müssen und auf die harte Tour lernen, wenn sie oder jemand anderes verletzt wird.“
Wussten Sie …
… dass der Kaukasische Owtscharka nachweislich ein sehr alter Hundetyp ist? Er diente schon vor mehr als 600 Jahren als Herdenschutzhund und verteidigte sowohl die Herde als auch deren Hirte mutig vor Bären und Wölfen. In der Mitte des 20. Jahrhunderts wurden kaukasische Schäferhunde bevorzugt als militärische Wachhunde eingesetzt. Seit 1984 ist die Hunderasse offiziell von der FCI anerkannt.
„Du wirst ohne Gliedmaßen gehen … es liegt an dir“
Auch auf die Frage eines TikTok-Users nach Yogis Kuschelvorlieben hat sein Frauchen eine eindeutige Antwort: „Er hasst Streicheleinheiten total. Du wirst ohne Gliedmaßen gehen … es liegt an dir, wie wichtig sie dir sind?“ Selbst durch eine konsequente Erziehung habe man keinen Einfluss auf das Wesen dieser Hunderasse: „Sie sind von Natur aus aggressiv, unabhängig davon, wie sie erzogen werden.“ Selbst erfahrene K9-Ausbilder des Militärs würden sich mitunter weigern, mit der Rasse zu trainieren, beim Versuch scheitern oder verletzt werden. Die Beißkraft des Kaukasische Owtscharka sei dreimal so stark wie die eines Pitbulls. Yogi hingegen sei darauf trainiert, freundlich im Umgang mit seiner Familie zu sein.
Zooplus bestätigt, dass die Hunderasse, die einen tief verwurzelten Schutzinstinkt besitzt, ausschließlich in die Hände erfahrener Besitzer gehört. Die Kombination aus ihrer Größe und der enormen Kraft könne schnell gefährlich werden, nicht nur für Menschen, sondern sogar für Raubtiere. Doch anders als @yogibearsmom betont das Magazin, dass der Bärenhund „unter sachkundiger Führung und artgerechter Haltung“ ein loyaler Gefährte und verlässlicher Wachhund sein könne.
Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Sogar mit Kindern vertrage sich der kaukasische Schäferhund wunderbar – vorausgesetzt er wird frühzeitig und konsequent sozialisiert und „von Anfang an in die Familie eingebunden und bekommt dort eine feste Rolle zugeteilt, die seinem Naturell entspricht.“ Dann zeige sich der Owtscharka von seiner anhänglichen, sensiblen und ausgeglichenen Seite. Artgenossen oder Katzen im Haushalt sowie Fremde werden hingegen nicht geduldet. Seine Reaktion auf ungefragte Eindringlinge oder auch nur überraschende Besucher sollte auf keinen Fall unterschätzt werden.