Langes Batterie-Leben

Lange Freude am Elektroauto: Wer fünf Tipps beachtet, schont den Akku

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Mit der Zeit verliert der Akku eines Elektroautos an Leistungsfähigkeit. Um die Batterie möglichst lange fit zu halten, sollte man einige Tipps beachten.

Wer sich ein Auto kauft, der möchte in aller Regel möglichst lange etwas davon haben. Das ist bei einem Elektroauto nicht anders als bei einem Verbrennerfahrzeug. Bei einem Stromer ist das mit Abstand teuerste Bauteil der Akku – muss man ihn austauschen, entspricht das bei E-Fahrzeugen oft einem wirtschaftlichen Totalschaden. Außerdem verliert eine E-Auto-Batterie über die Jahre an Leistungsfähigkeit – das lässt sich nicht vermeiden. Um aber der Verlust möglichst gering zu halten, sollten Elektroauto-Fahrer einige Tipps beachten.

1. Schnellladesäulen möglichst selten nutzen

Auf langen Strecken geht es mit dem E-Auto nicht ohne einen Ladestopp. Lange warten möchte aber natürlich niemand, weshalb bevorzugt Schnellladesäulen angesteuert werden. Die flotte Strom-Betankung ist zwar praktisch – doch das Schnellladen schadet auch dem Akku. Deshalb sollte man einer Gleichstrom-Schnellladesäule nur dann laden, wenn es wirklich nötig ist. Wer vermehrt an „langsamen“ Wechselstrom-Säulen tankt – oder beispielsweise an der Wallbox in der heimischen Garage – erhält länger die maximale Reichweite seines Elektroautos. Wer einen gebrauchten Stromer kauft, sollte das Geld für einen Batterie-Check investieren – so reduziert man das Risiko, ein Fahrzeug mit schlappem Akku zu erwerben.

2. Ständiges Vollladen und komplettes Leerfahren vermeiden

Genau wie extreme Temperaturen setzen auch extreme Ladestände den Elektroauto-Batterien zu. Deshalb es laut dem ADAC ratsam, ein Elektroauto nur dann auf 100 Prozent aufzuladen, wenn es wegen einer längeren Fahrt wirklich notwendig ist. Im täglichen Bedarf sei eine Begrenzung auf 80 Prozent zumeist ausreichend und schone die Batterie. Ebenso könne häufiges starkes Entladen die Batterie schädigen – deshalb solle man nach Möglichkeit bereits bei einem Akkustand zwischen zehn und 20 Prozent eine Ladesäule ansteuern.

Um den Akku zu schonen, sollten E-Autofahrer ihr Auto nur dann voll aufladen, wenn es wirklich nötig ist. (Symbolbild)

3. Elektroauto keinen extremen Temperaturen aussetzen

Die Akkus von Elektroautos mögen keine besonders hohen und besonders tiefen Temperaturen – das wirkt sich beispielsweise auch auf die Ladedauer aus. Laut TÜV Nord altert der Akku aber auch schneller, wenn das Auto extremeren Temperaturen ausgesetzt ist. Deswegen sollte man seinen Stromer im Sommer möglichst im Schatten oder – noch besser – in einer Garage parken. Auch im Winter ist aufgrund der Kälte ein Garagenplatz empfehlenswert.

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4. Auf den Ladestand bei längeren Standzeiten achten

Wie der ADAC rät, sollte man sein Elektroauto, wenn es längere Zeit steht – beispielsweise, wenn man im Urlaub ist – mit einem Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent abstellen. Außerdem empfiehlt der Automobilclub, in der Betriebsanleitung nachzuschauen, ob es bei dem Fahrzeug Hinweise bei längeren Standzeiten zu beachten gibt.

Das sind die zehn meistgebauten Elektroautos Europas

Ein Renault Zoe
Platz 10 – Renault Zoe: Der französische Stromer ist inzwischen schon etwas in die Jahre gekommen, dennoch gehört der Renault Zoe auch im Jahr 2022 noch zu den meistproduzierten Elektroautos Europas. © Renault
Ein Audi e-tron
Platz 9 – Audi e-tron: Der erste reine Stromer von Audi gehört auch 2022 zu den meistgebauten E-Autos in Europa. Das Foto zeigt die Sportback-Variante. © Audi
Mehrere Tesla Model Y in Grünheide
Platz 8 – Tesla Model Y: Für den europäischen Markt wird das Tesla Model Y in der Gigafactory in Grünheide bei Berlin gebaut – und es reicht für den achten Platz im Produktions-Ranking. © IMAGO/Jochen Eckel
Ein Audi Q4
Platz 7 – Audi Q4: Ein weiterer Audi gehört zu den meistproduzierten E-Autos Europas: Der Q4 wird wie einige weitere Stromer des VW-Konzerns in Zwickau gefertigt. © Audi
Ein Hyundai Kona
Platz 6 – Hyundai Kona: Ein Koreaner hat es ebenfalls unter die zehn meistproduzierten E-Autos Europas geschafft – der Hyundai Kona wird im tschechischen Hyundai-Werk in Nosovice gebaut. © Hyundai
Ein Peugeot e-208
Platz 5 – Peugeot e-208: Mit dem Peugeot e-208 hat es ein Fahrzeug aus dem Stellantis-Konzern auf den fünften Platz geschafft. © Peugeot
Ein Skoda Enyaq
Platz 4 – Skoda Enyaq: 50.765 Einheiten des Skoda Enyaq verließen im Jahr 2022 das Werk in Tschechien – das reicht für den vierten Platz im europäischen Elektroauto-Produktionsranking. Das Foto zeigt die RS-Version des Stromers. © Skoda
Ein VW ID.3
Platz 3 – VW ID.3: Die Elektro-Kompaktlimousine VW ID.3 wird in Zwickau gebaut – 52.229 Exemplare rollten im Jahr 2022 dort vom Band. © Volkswagen
Ein VW ID.4
Platz 2 – VW ID.4: Auch den zweiten Platz belegt ein Volkswagen – der ebenfalls in Zwickau produzierte ID.4 wurde 63.685 Mal gebaut. © Volkswagen
Ein Fiat 500e
Platz 1 – Fiat 500e: 66.325 Exemplare des italienischen Stromers liefen 2022 in Mirafiori vom Band – damit war er das meistgebaute E-Auto Europas. © Fiat

5. Höchstgeschwindigkeit nicht ständig ausreizen

Jeder, der schon mal ein etwas stärkeres Elektroauto gefahren ist, weiß: Die blitzschnelle Beschleunigung kann richtig Spaß machen. Allerdings belastet eine solche Fahrweise auch den Akku, genauso wie häufige Fahrten mit sehr hohen Geschwindigkeiten, wie der ADAC weiß. Deshalb sollte man im Alltag eine vorausschauende und gleichmäßige Fahrweise pflegen, um den Akku seines Stromers zu schonen.

Rubriklistenbild: © Robert Poorten/Imago

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