VonSebastian Oppenheimerschließen
Mit der Zeit verliert der Akku eines Elektroautos an Leistungsfähigkeit. Um die Batterie möglichst lange fit zu halten, sollte man einige Tipps beachten.
Wer sich ein Auto kauft, der möchte in aller Regel möglichst lange etwas davon haben. Das ist bei einem Elektroauto nicht anders als bei einem Verbrennerfahrzeug. Bei einem Stromer ist das mit Abstand teuerste Bauteil der Akku – muss man ihn austauschen, entspricht das bei E-Fahrzeugen oft einem wirtschaftlichen Totalschaden. Außerdem verliert eine E-Auto-Batterie über die Jahre an Leistungsfähigkeit – das lässt sich nicht vermeiden. Um aber der Verlust möglichst gering zu halten, sollten Elektroauto-Fahrer einige Tipps beachten.
1. Schnellladesäulen möglichst selten nutzen
Auf langen Strecken geht es mit dem E-Auto nicht ohne einen Ladestopp. Lange warten möchte aber natürlich niemand, weshalb bevorzugt Schnellladesäulen angesteuert werden. Die flotte Strom-Betankung ist zwar praktisch – doch das Schnellladen schadet auch dem Akku. Deshalb sollte man einer Gleichstrom-Schnellladesäule nur dann laden, wenn es wirklich nötig ist. Wer vermehrt an „langsamen“ Wechselstrom-Säulen tankt – oder beispielsweise an der Wallbox in der heimischen Garage – erhält länger die maximale Reichweite seines Elektroautos. Wer einen gebrauchten Stromer kauft, sollte das Geld für einen Batterie-Check investieren – so reduziert man das Risiko, ein Fahrzeug mit schlappem Akku zu erwerben.
2. Ständiges Vollladen und komplettes Leerfahren vermeiden
Genau wie extreme Temperaturen setzen auch extreme Ladestände den Elektroauto-Batterien zu. Deshalb es laut dem ADAC ratsam, ein Elektroauto nur dann auf 100 Prozent aufzuladen, wenn es wegen einer längeren Fahrt wirklich notwendig ist. Im täglichen Bedarf sei eine Begrenzung auf 80 Prozent zumeist ausreichend und schone die Batterie. Ebenso könne häufiges starkes Entladen die Batterie schädigen – deshalb solle man nach Möglichkeit bereits bei einem Akkustand zwischen zehn und 20 Prozent eine Ladesäule ansteuern.
3. Elektroauto keinen extremen Temperaturen aussetzen
Die Akkus von Elektroautos mögen keine besonders hohen und besonders tiefen Temperaturen – das wirkt sich beispielsweise auch auf die Ladedauer aus. Laut TÜV Nord altert der Akku aber auch schneller, wenn das Auto extremeren Temperaturen ausgesetzt ist. Deswegen sollte man seinen Stromer im Sommer möglichst im Schatten oder – noch besser – in einer Garage parken. Auch im Winter ist aufgrund der Kälte ein Garagenplatz empfehlenswert.
4. Auf den Ladestand bei längeren Standzeiten achten
Wie der ADAC rät, sollte man sein Elektroauto, wenn es längere Zeit steht – beispielsweise, wenn man im Urlaub ist – mit einem Ladestand zwischen 30 und 70 Prozent abstellen. Außerdem empfiehlt der Automobilclub, in der Betriebsanleitung nachzuschauen, ob es bei dem Fahrzeug Hinweise bei längeren Standzeiten zu beachten gibt.
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5. Höchstgeschwindigkeit nicht ständig ausreizen
Jeder, der schon mal ein etwas stärkeres Elektroauto gefahren ist, weiß: Die blitzschnelle Beschleunigung kann richtig Spaß machen. Allerdings belastet eine solche Fahrweise auch den Akku, genauso wie häufige Fahrten mit sehr hohen Geschwindigkeiten, wie der ADAC weiß. Deshalb sollte man im Alltag eine vorausschauende und gleichmäßige Fahrweise pflegen, um den Akku seines Stromers zu schonen.
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