VonLaura Wittstruckschließen
Pflanzen aus kälteren Klimaregionen brauchen niedrige Temperaturen, um Keimlinge auszubilden. Zu den Kaltkeimern gehören auch viele heimische Arten.
Der November ist in der Regel kalt und schmuddelig – und der Boden manchmal sogar schon gefroren. Doch unter der Erde tut sich etwas: Bestimmte Pflanzenarten brauchen die kalte Jahreszeit, um später Keimlinge ausbilden zu können. Sie sind als Kaltkeimer bekannt. Welche Arten dazu zählen, erfahren Hobbygärtner hier.
Kaltkeimer: Darum brauchen sie die Aussaat im Herbst und Winter
Kaltkeimer kennen einige Gartenexperten auch als Frostkeimer. Saatgut (werblicher Link) von solchen Pflanzen müssen Sie im Herbst oder Winter in die Erde bringen, ansonsten keimt dieses nicht. Der Grund: In den Samen stecken Hormone, die den Austrieb jeweils hemmen oder begünstigen. Die antriebshemmenden Hormone verhindern dabei, dass Samen schon in der kalten Jahreszeit sprießen und im Anschluss erfrieren. Erhält die Pflanze einen Kältereiz, beginnt sie, diese Hormone abzubauen. Nach einigen Wochen enthält der Samen immer mehr des keimfördernden Hormons – und der Kaltkeimer beginnt pünktlich zum Frühjahr zu sprießen.
Frostkeimer oder Kaltkeimer?
Wie kalt ein Kältereiz sein muss, damit sich ein Samen entwickelt, hängt stark von der jeweiligen Pflanzenart ab. Minustemperaturen sind nicht zwangsläufig notwendig – deshalb gilt auch die Bezeichnung Frostkeimer mittlerweile als veraltet.
Zehn Arbeiten, die den Garten auf den Winter vorbereiten




Liste mit typischen Kaltkeimern
Kaltkeimer sind an ein kaltes Klima gewöhnt – daher gehören auch viele in Deutschland heimische Arten zu ihnen. Diese Pflanzen sollten Sie beispielsweise im Herbst oder Winter aussäen:
- Pfingstrose
- Christrose
- Bärlauch
- Eisenhut
- Duftveilchen
- Phlox
- Waldmeister
- Echte Schlüsselblume
- Hopfen
- Frauenmantel
So klappt die Aussaat von Kaltkeimern
Ob ein Kaltkeimer im Herbst oder Winter in die Erde muss, verrät in der Regel ein Blick aufs Samentütchen. Saatschalen versehen mit dem jeweiligen Etikett bieten sich für die Anzucht an. So wissen Hobbygärtner genau, wo welche Pflanze sprießt. Diese kommen anschließend einfach nach draußen ins Beet – Schnee und Frost machen den Samen nichts aus.
Einige Kaltkeimer sollten jedoch erst in einer wärmeren Umgebung vorquellen. Sie haben vergessen, Ihre Kaltkeimer auszusäen? Kein Problem: Einige Arten können Sie noch im Kühlschrank vorziehen.
Rubriklistenbild: © IMAGO/Christian Ditsch

