Besser keinen kalten Kaffee-Entzug machen: Körper kann sogar mit Hörproblemen reagieren
VonJuliane Gutmann
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Sie zählen zu den Kaffee-Junkies? Damit sind Sie nicht allein. Viele brauchen Kaffee regelrecht. Wer seinen Konsum reduzieren will, sollte dies nicht schlagartig machen.
Der Gang zur Kaffeemaschine ist für einige Menschen der erste des Tages. Denn wenn der Wecker klingelt, sind nicht wenige versucht, ihn gegen die Wand zu schleudern. Erste Hilfe gegen die morgendliche Übellaunigkeit verspricht dann der erste Kaffee des Tages. Nachgewiesenermaßen putscht uns das enthaltene Koffein auf, die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit steigt. Forscher fanden auch heraus, dass die stimmungsaufhellende Wirkung von Kaffee so weit geht, dass sie einer ernsthaften psychischen Erkrankung vorbeugen kann. So soll Koffein die Entwicklung einer Depression verhindern können.
Doch Kaffeekonsum kann auch negative Effekte entfalten. Je nachdem, wie der Körper die enthaltenen Substanzen verstoffwechselt, können manche Menschen empfindlich reagieren. Herzrasen, Schlafstörungen und Einschlafprobleme, Kopfschmerzen, Nervosität und Magen-Darm-Probleme können infolge auftreten. Sogar Halluzinationen seien durch extremen Kaffeekonsum möglich, wollen britische Forscher der Durham-Universität herausgefunden haben.
Sie möchten ab sofort weniger Kaffee trinken oder müssen gar auf ärztlichen Rat in Zukunft ganz auf den Wachmacher verzichten? Dann sollten sie ihren Konsum langsam reduzieren. Denn ein abrupter Entzug kann den Körper immens belasten.
Kopfschmerzen bis Erkältungssymptom: Entzugserscheinungen bei Kaffeeverzicht
Wie das Universitätsklinikum des Saarlands (UKS) informiert, gibt es sowohl Fachleute, die Kaffee als Droge ansehen als auch solche, die keine Suchtgefahr bescheinigen. Fakt ist allerdings, dass der plötzliche Verzicht auf Kaffee zu Entzugserscheinungen führen kann. Zu diesen zählen dem UKS zufolge:
An eine Erkältung erinnernde Symptome wie die verstopfte Nase
Auch Hörprobleme kann der zu schnelle Kaffee-Entzug zur Folge haben. Als Ursache hierfür werden körperlicher Stress und Blutdruckschwankungen diskutiert. Auch Tinnitus-Patienten könnten Schaden nehmen. So zitiert der Deutsche Bundesverband der Hals-Nasen-Ohren-Ärzte britische Forschende, denen zufolge akute Entzugserscheinungen die Tinnitus-Geplagten sogar noch stärker belasten würden.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.