Trauer bewältigen

Katze ist gestorben: Fünf Anzeichen, dass Sie bereit sind, eine neue in Ihr Leben zu lassen

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Wenn der geliebte Stubentiger stirbt, ist das schwer zu verkraften. Doch Zeit heilt alle Wunden – und der Wunsch nach einer neuen wird größer.

Stirbt die eigene Katze, ist das für viele Besitzer ein herber Verlust. Besonders dann, wenn man eine sehr enge Verbindung zu ihr hatte, sollte man sich Zeit zum Trauern einräumen. Schließlich ist es schwierig zu verarbeiten, dass die geliebte Samtpfote nicht mehr da ist. Das ist völlig normal und gesund. Schließlich ist der Tod der Fellnase für Groß und Klein eine schmerzhafte Erfahrung.

Katze ist gestorben: Fünf Anzeichen, dass Sie bereit sind, eine neue in Ihr Leben zu lassen

Nach einiger Zeit kann es passieren, dass man gerne wieder eine Katze um sich hat und das Gefühl vermisst, wenn diese durchs Haus tobt. Doch aus Pietätsgründen lassen manche den Gedanken schnell wieder fallen. Sie fühlen sich schuldig, dass sie nur daran denken. Schließlich haben sie sich zuvor gar nicht vorstellen können, je wieder ein anderes Haustier haben zu wollen. Das alte Tier ausstopfen zu lassen, sollten Sie aber besser unterlassen, sagt eine Psyocholgin.

Eine neue Katze bringt große Veränderungen mit sich. Ist man diesen auch gewachsen?

Wer sich aber über all die Jahre daran gewöhnt hat, eine Fellnase an seiner Seite zu haben, sollte sich also nicht für seine Wünsche schämen, findet auch Eric Richman, Sozialarbeiter und Trauerhelfer an der veterinärmedizinischen Tufts Universität. Dieser empfiehlt gegenüber dem Tierportal Ein Herz für Tiere, die Trauer bewusst zuzulassen und mit vertrauten Personen, zum Beispiel Familienmitgliedern, darüber zu sprechen.

Trauen Sie sich, Ihnen mitzuteilen, wie Sie sich fühlen und erörtern Sie, ob Sie bereit dafür sind, eine neue Katze ins Haus zu holen. Demnach rät auch Trauerhelfer Richman, sich erst wieder eine Katze anzuschaffen, wenn Sie sich emotional stabil genug dafür fühlen. Das kann bei manchen Tierhaltern nur einige Tage oder Wochen dauern, manche brauchen Monate bis Jahre, um über den Verlust hinwegzukommen.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Katze ist gestorben: Horchen Sie in sich hinein

Andererseits kann ein neues Haustier auch dabei helfen, von alten Erinnerungen loszulassen und die Trauer besser zu verarbeiten. Dabei geht es allerdings nicht darum, dass der neue Stubentiger den alten ersetzt. Manche lassen hingegen sogar ihren geliebten Vierbeiner seit neuestem klonen. Richman empfiehlt stattdessen, folgende Anzeichen zu berücksichtigen, die sehr viel über Ihren Gemütszustand aussagen:

  • 1. Hinterfragen Sie sich, wie es Ihnen aktuell geht. Fühlen Sie sich bereit für eine neue Katze?
  • 2. Wenn Sie an Ihre verstorbene Katze denken: Sind Sie noch immer sehr traurig oder denken Sie lediglich nur mit etwas Wehmut an die gemeinsame Zeit zurück?
  • 3. Stellen Sie sich nun vor, dass Sie eine neue Fellnase haben: Denken Sie dabei automatisch an Ihre alte zurück?
  • 4. Fragen Sie sich, ob Sie nicht eine gewisse Erwartungshaltung an den neuen Hausbewohner haben. Soll er die gleichen Bedürfnisse wie die alte Katze erfüllen? Was ist, wenn er es nicht tut?
  • 5. Denken Sie auch über Ihre aktuellen Lebensumstände nach. Was sind Ihre Pläne? Passt da ein neues Tier aktuell überhaupt rein? Haben Sie vielleicht gar keine Zeit oder keinen Platz mehr dafür?

Wichtig bei alldem ist also die Introspektive, hören Sie genau hin, wie es Ihnen damit geht. Lassen Sie sich nicht von anderen Personen hineinreden, auch wenn diese glauben, es besser zu wissen oder mehr Erfahrungen zu haben. Sie werden schließlich wissen, wann Sie bereit für eine neue Katze sind.

Rubriklistenbild: © Cavan Images/Imago

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