Sozialverhalten

Mehr als reine Fellpflege: Vier Gründe, warum Katzen sich gegenseitig putzen

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Dass sich die Fellnasen gegenseitig pflegen, ist nicht nur ein Zeichen der Zuneigung. Auch die Hierarchie kann dabei eine Rolle spielen.

Katzen sind besonders reinliche Tiere, die viel Zeit mit der Fellpflege verbringen. In den ersten Lebenswochen übernimmt das Putzen die Katzenmutter, indem sie ihre Babys ableckt. Die Tiere putzen sich im Mehrkatzenhaushalt jedoch auch häufig untereinander. Genau das ist Experten zufolge ein Teil des Sozialverhaltens. Was steckt genau dahinter?

Katzen putzen sich gern gegenseitig – es ist ein Teil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)

Mehr als reine Fellpflege: Vier Gründe, warum Katzen sich gegenseitig putzen

  1. Dass sich Katzen gegenseitig putzen, bewerten Kenner als Zeichen dafür, dass die Tiere sich einander vertrauen, sprich schon längere Zeit kennen oder miteinander verwandt sind. Die Geste kann zum Wohlbefinden des anderen Tieres beitragen und wird oft auch als Liebesbeweis unter den Artgenossen gedeutet. Tiere, die sich fremd sind, werden das Verhalten hingegen kaum an den Tag legen.
  2. Das gegenseitige Putzen kann, genauso wie das gegenseitige Aneinanderreiben, somit auch den Zusammenhalt innerhalb einer Gruppe demonstrieren. Experten haben übrigens beobachtet, dass sich Katzen vor allem im Kopf- und Nackenbereich gegenseitig säubern. Wer nicht zu der Gruppe gehört, kommt derweil nicht in den Genuss. Dadurch können sich die Katzen von anderen Tieren abgrenzen.
  3. Manchmal könne das Putzen auch in intensives Spielen umschlagen, heißt es – was gerade bei jüngeren Katzen häufiger zu beobachten ist. Auch dabei wird das Putzen allerdings, anders als beim Kampf, als eine eher wohlwollende Geste gedeutet. Erfahren Sie hier weitere Gründe, warum Katzen ihre Artgenossen brauchen und eine zweite Katze daheim in vielen Fällen sinnvoll ist.
  4. Doch auch die Rangordnung unter den Tieren kann bei der gemeinschaftlichen Fellpflege eine Rolle spielen. So berichten Beobachter, dass zum Beispiel ältere Tiere häufiger ihre jüngeren Artgenossen ablecken, was umgekehrt wiederum nicht so oft der Fall sei. Ein offensichtlich instinktives Verhalten, das die Tiere als Kitten so gelernt haben und später entsprechend gegenüber schwächeren Mitstreitern weitergeben.

Das Verhalten von Katzen richtig deuten

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

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