Den Abschied erleichtern

Wenn die geliebte Katze stirbt: Mit einem Laut zeigt sie es den Menschen an

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In ihren letzten Tagen sollten Besitzer ihre Katze auf keinen Fall allein lassen.
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Wenn Katzen kurz davor sind, zu sterben, äußert sich das meist subtil und unterschiedlich. Besitzer sollten die Anzeichen erkennen, um richtig zu reagieren.

Katzen sind meist für viele Jahre treue Begleiter. Doch leider ist die Lebenszeit der Vierbeiner begrenzt und irgendwann kommt der Tag des Abschiedsnehmens. Um auf diesen möglichst gut vorbereitet zu sein, hilft es, das Verhalten der Katze vor dem Tod zu kennen. So können Besitzer ihrer Katze bestmöglich zur Seite stehen und ihr die letzten Tage und Stunden so angenehm wie möglich machen. Die Anzeichen können sich jedoch von Tier zu Tier unterscheiden.

Wenn Katzen sterben: Was Besitzer wissen sollten

Die meisten Katzensenioren spüren instinktiv, wenn sie nicht mehr lange zu leben haben. Darum zeigen viele in den letzten Tagen oder Stunden ein verändertes Verhalten. Einige Katzen sind angespannt und kommen selbst auf ihren liebsten Schlafplätzen nicht zur Ruhe. Viele sind auch plötzlich sehr gesprächig und äußern ihre Unruhe durch ständiges Miauen. Bei manchen Katzen ist auch das genaue Gegenteil der Fall. Sie sind plötzlich sehr ruhig oder apathisch. Viele verweigern auch das Fressen und Trinken. Zwangsernähren sollten Sie Ihre Katze in diesem Fall nicht.

Katze zieht sich zurück: Das bedeutet es

In der freien Natur ziehen sich viele Tiere zum Sterben vom Rudel zurück. Auch Haustiere wie Katzen zeigen dieses Verhalten weiterhin. Halten Sie Ihre Katze in der Wohnung, wird sie sich in schwer erreichbare Ecken verkriechen, zum Beispiel unter das Bett oder unter einen Schrank. Freigänger suchen dagegen noch stärker den Weg nach draußen.

Katzensprache verstehen: Zehn Signale, die zeigen, dass Ihre Katze Sie liebt

1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein.
1. Zeichen: Fühlen sich Katzen in der Nähe ihres Menschen pudelwohl, fordern sie meist ausgiebige Kuscheleinheiten ein. (Symbolbild) © Westend61/Imago
Im Allgemeinen gelten Katzen als sehr intelligent.
2. Zeichen: Schnurrt eine Katze beim Schmusen, ist das ein eindeutiger „Liebesbeweis“. (Symbolfoto) © Westend61/Imago
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied.
3. Zeichen: Reibt Ihre Katze an den Beinen entlang, verteilt sie bestimmte Duftstoffe und markiert Sie damit als geliebtes Familienmitglied. (Symbolbild) © Ardea/Imago
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert.
4. Zeichen: Mit einem „Katzenkuss“ drücken Samtpfoten ihre Liebe aus. Das machen sie oft, wenn man sich ihrem Gesicht mit der Stirn nähert. (Symbolbild) © Westend61/Imago
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher.
5. Zeichen: Ihre Katze legt sich beim Kraulen auf den Rücken? Dann fühlt sie sich geborgen und sicher. (Symbolbild) © Cavan Images/Imago
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild)
6. Zeichen: Drücken Katzen ihre Vorderpfoten abwechselnd auf den Boden, ist das ein klares Signal für Wohlbefinden. Der Milchtritt ist ein Verhalten aus der Kinderstube. (Symbolbild) © Shotshop/Imago
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild)
7. Zeichen: Tiefe Zuneigung zeigen Katzen, wenn sie Ihnen beim Streicheln die Hand oder den Arm abschlecken. Gegenseitiges Putzen ist unter Samtpfoten ein wichtiger Bestandteil des Sozialverhaltens. (Symbolbild) © Imaginechina-Tuchong/Imago
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste.
8. Zeichen: Wenn Ihre Katze beim Streicheln vorsichtig an der Hand knabbert, tut sie das nicht, um Sie zu verletzen. Denn der „Liebesbiss“ ist eine zärtliche Geste. (Symbolbild) © Westend61/Imago
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad.
9. Zeichen: Ihre Katze liebt es, ausgelassen mit Ihnen zu spielen? Herzlichen Glückwunsch! Dann sind Sie ein geliebter Spielkamerad. (Symbolbild) © Westend61/Imago
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht.
10. Zeichen: Schläft Ihre Katze auf dem Schoß ein, zeigt sie damit vollkommenes Vertrauen in Sie. Mehr Liebe geht nicht. (Symbolbild) © Westend61/Imago

Das Bedürfnis Ihrer Katze nach Einsamkeit sollten Sie akzeptieren. Tragen Sie die Katze etwa nicht an einen anderen Ort, weil ihnen dieser gemütlicher erscheint. Bleiben Sie ruhig und unaufdringlich und zeigen Sie Ihrer Katze lieber, dass Sie da sind, sollte sie doch von sich aus Ihre Nähe suchen.

Sterbende Katze: So handeln Besitzer bei Symptomen richtig

Liegt die Katze im Sterben, ist das für die Besitzer sehr belastend. Sie wollen jetzt alles tun, um ihrem Liebling die letzten Stunden so angenehm wie möglich zu gestalten. Wichtig dabei ist vor allem, das Tier nicht allein zu lassen. Einerseits ist der Mensch eine wichtige Bezugsperson für das Tier und kann mit seiner Anwesenheit Ruhe und Geborgenheit vermitteln. Zudem kann es sein, dass sich der Zustand der Katze plötzlich verschlechtert oder sie sehr starke Schmerzen hat.

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Ein Anzeichen dafür ist etwa, wenn sie um Atem ringt oder sich kaum noch bewegt. Wer den Eindruck hat, dass sein Liebling stark leidet, sollte unbedingt mit einem Tierarzt Rücksprache halten. Dieser entscheidet dann gemeinsam mit den Besitzern, ob eine Einschläferung sinnvoll ist, die der Katze einen schmerzfreien Abschied ermöglicht. Außerdem gilt:

  • Sorgen Sie für so viel Ruhe wie möglich und versuchen Sie, gelassen zu bleiben. Sind Sie gestresst oder panisch, überträgt sich dies automatisch auch auf die Katze.
  • Respektieren Sie, wenn Ihre Katze sich zurückzieht und nicht gestreichelt werden möchte. Das hat nichts damit zu tun, wie sehr sie Sie liebt, sondern ist eine natürliche Reaktion.
  • Ist eine Einschläferung nötig, fragen Sie Ihren Tierarzt nach einem Hausbesuch. Am entspanntesten für das Tier ist es, in seiner gewohnten Umgebung sterben zu dürfen.

Wie herzzerreißend die letzten Stunden mit einer Fellnase sind, zeigt auch eine junge Frau, die den Abschied von ihrer Katze für Tiktok festgehalten hat.

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