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Katzen tragen: Tipps und No-Gos

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Viele Katzen lieben es, auf den Arm genommen zu werden. Doch nicht jede Tragetechnik ist für Katzen angenehm, einige können sogar schädlich sein.

Für viele Katzen befindet sich der Himmel auf Erden auf dem Arm ihres Lieblingsmenschen. Einige Samtpfoten entspannen so richtig, wenn sie wie ein Baby herumgetragen werden. Für Katzenliebhaber ist das der ultimative Vertrauensbeweis. Doch nicht jede Katze mag es, hochgenommen zu werden. Manche Katzen müssen auch erst lernen, dass es angenehm ist, getragen zu werden. Hin und wieder führt kein Weg daran vorbei, die Katze hochzuheben, beispielsweise beim Tierarzt. Deshalb ist es sinnvoll, das Hochnehmen der Katze vorab zu üben. Dabei sollten Sie sich aber an ein paar wichtige Regeln halten.

So ist es richtig: Die Katze mit beiden Händen nah am Körper halten. Eine Hand stützt dabei das Hinterteil.

No-Gos beim Hochheben der Katze

Auf gar keinen Fall sollten Katzenhalter ihre Samtpfote am Nackenfell packen und hochheben. Das machen Katzenmütter zwar, um ihre Babys herumzutragen, eine ausgewachsene Katze ist dafür aber viel zu schwer. Diese Technik kann schmerzhaft sein und sogar der Wirbelsäule schaden. Auch vom Hochheben mit nur einer Hand sollten Katzenfreunde absehen. Das ist schlicht unbequem für die Katze und fühlt sich unsicher an. Es versteht sich von selbst, dass man Katzen nicht kopfüber hochheben oder zu fest packen sollte. Diese vier Dinge können Katzen außerdem nicht ausstehen.

Die beste Katzen-Tragetechnik

Lässt eine Katze sich bereitwillig hochheben oder genießt sie es sogar, herumgetragen zu werden, ist das ein riesiger Vertrauensbeweis. Dieses Vertrauen muss man sich erarbeiten. Der Katzen-Blog katzen-kram.de rät in allererster Linie zu Geduld. Überraschungsangriffe können mächtig daneben gehen, wenn die Katze erschrickt oder überfordert ist, plötzlich den Boden unter den Pfoten zu verlieren. Besonders bei den ersten Trageversuchen ist es sinnvoll, sich der Katze entspannt zu nähern, mit ihr zu sprechen, sie an der Hand schnuppern zu lassen und sie zu streicheln. Diese alte Katze liebt es, im Tragetuch herumgetragen zu werden.

Ist die Katze entspannt und zugewandt, kann man einen ersten Versuch wagen. Dabei kommt es auf die richtige Technik an. So geht’s:

  • Eine Hand hinter die Vorderbeine auf den Brustkorb legen.
  • Mit der anderen Hand das Hinterteil der Katze stützen.
  • Die Katze aufrecht und nah am Körper halten, das vermittelt Sicherheit.
  • Die Katze immer mit beiden Händen halten.

Anhängliche Samtpfoten: 13 Katzenrassen, die besonders verschmust sind

Eine blauäugige Siamkatze, ein Baby, sitzt auf einem Tisch und blickt mit schräg gehaltenem Kopf in die Kamera.
Siamkatzen faszinieren mit ihren blauen Augen. Doch wer sie kennt, weiß: Eine Siamkatze ist auch sehr gesprächig und anhänglich. Sie knüpft gerne neue Kontakte, oft auch zu Hunden, und zählt zu den Katzenrassen, die besonders gerne schmusen. © Cavan Images/Imago
Eine graue Korat-Katze schläft auf einem Stuhl.
Katzen der Rasse Korat sind sehr geduldig, wissen aber genau, was sie wollen: und zwar verwöhnt werden. Die anhänglichen Korats lieben es, zu kuscheln und fordern ihre Schmusestunden durchaus auch ein. © Pond5 Images/Imago
Singapura Katze sitzt am Fenster und schaut in die Kamera.
Sie ist die kleinste Hauskatze der Welt: Wenn die Singapura erst einmal Vertrauen gefasst hat, weicht sie ihren Besitzern nicht mehr von der Seite. Zu ihrem Glück benötigt sie einen engen Familienverbund und Artgenossen, mit denen sie neben ihren Haltern auch kuscheln können. © Newscom World/Imago
Eine Frau spielt mit ihrer Balinesen-Katze auf dem Bett.
Balinesen sind für ihr verspieltes und besonders verschmustes Wesen bekannt. Für Halter ist es jedoch wichtig, einen Ausgleich zu schaffen, da die Katzenrasse zwar liebend gerne kuschelt, aber auch ihren Bewegungsdrang ausleben will. Ihren Willen äußern Balinesen im Übrigen gerne lautstark. © Pond5 Images / Imago
Porträt einer Ragdoll Katze.
Ragdolls wirken nicht nur aufgrund ihrer flauschigen Optik wie lebendig gewordene Plüschkatzen – sie verhalten sich auch so. Die schönen Katzen sind besonders anschmiegsam und auf Harmonie bedacht. Sie gelten aber auch als lustig und verspielt. Was eine Ragdoll nicht mag, ist, wenn sie einsam ist. Sie folgt ihrem Zweibeiner daher gerne wie ein Schatten und beobachtet genau, was er lieber macht, als sie zu streicheln. © Image Source/Imago
Mit ihrem gefleckten Fell sieht diese Kurzhaarkatze einfach majestätisch aus.
Die Ägyptische Mau ist eine majestätische Katzenrasse, die bereits auf historischen Wandmalereien im antiken Ägypten abgebildet wurde. Ob daher ihr ausgeprägtes Temperament kommt? Ähnlich wie Hunde bindet sie sich jedenfalls an ihre Familie und liebt es auch, zu schmusen und gemeinsame Spielzeit zu verbringen. © IMAGO
Eine Britisch Kurzhaarkatze liegt bequem auf einem weiß verziertem Stuhl.
Auch die Britisch Kurzhaar ist ein echter Schmusetiger. Sie gilt als gemütlich und ausgeglichen und baut eine starke Bindung zu ihren Menschen auf. Von den Schmuse- und Streicheleinheiten kann diese Rasse gar nicht genug bekommen. Mit abwechslungsreichen Spielmöglichkeiten eignet sich die Britisch Kurzhaar auch als reine Wohnungskatze. © Westend61 / Imago
Eine Burma-Katze schaut kopfüber in die Kamera.
Burma-Katzen sind nicht nur dafür bekannt, sehr intelligent und neugierig zu sein. Sie gehören auch zu den besonders verschmusten Katzenrassen. Die Burma ist zwar eine temperamentvolle, aber auch sehr zutrauliche und verspielte Mieze. Sie liebt ihre Menschen über alles und kann gar nicht genug Aufmerksamkeit und gemeinsame Kuschelstunden bekommen. © Pond5 Images/Imago
Perser Katze liegt auf dem Boden.
Perserkatzen sind als Wohnungskatzen bestens geeignet, da sie sich nur wenig für die Natur, dafür umso mehr für ihre Bezugspersonen interessieren. Die Katzenrasse ist ausgesprochen anhänglich, sanftmütig und ruhig. Manche sprechen von der Perserkatze als die friedlichste aller Katzenrassen. Das macht sie zur besonders verschmusten Gefährtin. © YAY Images/Imago
Weiße American Curl Katze sitzt auf einem blauen Sessel.
Die American Curl mit den nach außen gerollten Ohren ist eine sehr liebesbedürftige Katzenrasse. Sie schmust gerne mit ihren Bezugspersonen, wählt sich allerdings meist einen Liebling, den sie zum Schmusen bevorzugt und ihm wie ein Hund überall hin folgt. © Pond5 Images/Imago
Eine rothaarige Frau schmust mit ihrer Katze im Wohnzimmer
Die Maine Coon kennen viele als die größte Hauskatzenrasse der Welt. Dass sie aber auch sehr intelligent und wirklich verschmust ist, wissen meist nur ihre Besitzer. Die Coonie folgt ihren Menschen gerne auf Schritt und Tritt und holt sich ihre Kuscheleinheiten ab, wann immer ihr danach ist. Rassevertreter besitzen aber auch ein ausgeprägtes Temperament und bewahren sich gerne ihre Freiheit. © Pond5 Images/Imago
Chartreux, Kartäuser, liegt auf dem Sofa.
Die Chartreux, auch als Kartäuser bekannt, gilt als sensible Katze, die gerne in Gesellschaft ist und es liebt, ausgiebig mit ihren Familienmitgliedern zu kuscheln. Manche bezeichnen sie sogar als harmoniesüchtig. © Zoonar/Imago
Es ist eine Birma-Katze zu sehen.
Mit ihrer ruhigen Art ist die Heilige Birma vor allem für Kinder und Senioren geeignet. Sie ist gerne in Gesellschaft und schmust gerne. © Imagebroker/Imago

Wie reagiert die Katze darauf, getragen zu werden?

Wer eine Katze auf dem Arm hält, sollte ihr Verhalten nun gut beobachten. Wie reagiert die Katze? Ist sie unsicher? Zappelt sie? Oder genießt sie die Nähe? Wenn die Katze durch Herumzappeln, Schwanzschlagen oder Miauen zeigt, dass sie wieder herunter möchte, sollte man diesem Wunsch nachgehen. Wer das ignoriert, riskiert Verletzungen durch die Katze. Wichtig ist, dass dies auch in Ruhe passiert und die Katze sanft wieder auf den Boden gesetzt wird. Springt sie panisch herunter, kann das die Beziehung zur Katze negativ beeinflussen. Sie wird diese Erfahrung und das Getragenwerden womöglich als etwas Unangenehmes abspeichern.

Geduld und Lob führen zum Erfolg

Auch wenn die Katze offensichtlich gern getragen wird, sollte man es nicht direkt übertreiben und sie nach einem kurzen Augenblick wieder vorsichtig runtersetzen. Je häufiger man die Katze hochhebt und die Zeit dabei langsam steigert, desto selbstverständlicher wird es für sie. Allerdings sollte man sich langsam herantasten und die Katze dabei loben, streicheln und kraulen. Wichtig gerade zu Anfang: den Stubentiger nicht zu häufig und zu lange auf den Arm nehmen. Die Katze muss die Chance haben, sich langsam daran zu gewöhnen.

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Mit der Zeit kann man die Tragetechnik variieren: Manche Katzen lieben es, wie ein Baby in der Armbeuge herumgetragen zu werden. Andere genießen den Blick über die Schulter ihres Menschen. Zeigt die Katze allerdings, dass ihr das Getragenwerden nicht gefällt, sollte man davon absehen. Nicht jede Katze ist der Typ dafür. Das müssen Katzenbesitzer respektieren.

Rubriklistenbild: © AGO / Depositphotos

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