Verrückte Aktion: 7. „Live Cat Tour“

„Ich liebe es, wenn Menschen sich für Katzen begeistern“ – Nachbarschaft macht sich auf die Suche nach Katzen

  • schließen

Bei der „Live Cat Tour“ laufen hunderte Katzenfans durch die Nachbarschaft namens The Wedge in Minneapolis. Ihre Mission: möglichst viele Katzen erspähen.

Bei dieser Aktion sind die Katzen die Stars. Die Idee ist simpel: Jahr für Jahr finden sich Katzenfreunde in der Nachbarschaft namens The Wedge im Südwesten von Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota zusammen. Gemeinsam laufen sie durch die Straßen, um dabei möglichst viele Katzen zu entdecken.

Die Bewohner können ihre Samtpfoten vorher anmelden. Ihr Haus wird somit zum offiziellen Cat Tour-Stop. Bei der diesjährigen, siebten Auflage haben viele stolze Katzenhalter Schilder gebastelt, auf denen Infos über ihre Stubentiger zu lesen waren, damit die Teilnehmer der Tour die Katzen besser kennenlernen konnten. Dass Katzen völlig zurecht viele Fans haben, beweist auch Kater Teddy, der sein Frauchen bei einem Gesellschaftsspiel abzieht.

Auf der Suche nach Bonus-Katzen

Ihre Katzen setzten sie dann ins Fenster oder trugen sie auf dem Arm, damit die Teilnehmer sie sehen und fotografieren konnten. Manche brachten ihre Samtpfoten sogar an Leinen oder im Kinderwagen nach draußen. Zutrauliche Tiere ließen sich streicheln. Wer eine nicht angemeldete Katze entdeckte, hatte eine sogenannte Bonus-Katze ausfindig gemacht. Viele Katzen lieben es, im Mittelpunkt zu stehen. Wie auch diese Katze, die einen ungeplanten Gastauftritt während eines Orchester-Konzerts hatte.

Noch mehr spannende Tier-Themen finden Sie im kostenlosen Newsletter von Landtiere.de, den Sie gleich hier abonnieren können.

„Es ist unerwartet, aber liebenswert. Ich liebe es, wenn Menschen sich für Katzen begeistern“, sagte Audrey Cashmore, die ihre Katze Parsnip ins Fenster hielt und der begeisterten Menge präsentierte, gegenüber dem Onlineportal startribune.com. „Ich dachte ‚Ich muss da mitmachen‘“, erklärte auch Liz Green, die ebenfalls in der Nachbarschaft wohnt und zum ersten Mal mit ihrer 15 Jahre alten Katze Thumper teilnahm. „Wie cool ist es, an einem Ort zu leben, wo andere Leute Katzen ebenfalls schätzen.“ Die Liebe zu Katzen zu teilen und dabei die Nachbarschaft zu entdecken, seien die Hauptgründe der Fans, bei der Tour mitzumachen.

Zehn No-Gos von Katzen: auf dem Arm getragen werden, laute Geräusche & Co.

Eine schlafende Katze.
Auch wenn sie dabei besonders niedlich und hübsch aussehen, hassen es Katzen, beim Schlafen gestört zu werden. Sie benötigen täglich ausreichend Schlaf, um mit ihrer Energie zu haushalten sowie zur Kontrolle des Stoffwechsels. Genauso wenig schätzen die Stubentiger es im Übrigen, wenn man sie beim Fressen stört. © VWPics/Imago
Eine Katze – man sieht nur ihre Beine – sitzt vor zwei aufeinandergestapelten Mandarinen.
Katzen haben ein feines Näschen und können manche beißenden oder stechenden Gerüche nicht ausstehen. Dazu gehören ätherische Öle, der Geruch bestimmter Lebensmittel oder manche Küchendüfte. Zitrusaromen, Kaffeesatz, Bananenschalen, Zwiebeln, Knoblauch und Essig schlagen manche Katzen direkt in die Flucht. Auch einige Zimmerpflanzen, Blumen oder die ätherischen Düfte von Tannennadeln empfinden Katzen als extrem unangenehm. Der Vorteil: Die meisten der verhassten Pflanzen könnten bei Verzehr giftig sein. Menschengemachte Gerüche wie Haushaltsreiniger und Parfums sind für Katzen überwiegend zu stark und werden daher als störend empfunden. © Pond5 Images/Imago
Ein Babykätzchen versteckt sich.
Neben ihrem feinen Näschen besitzen Katzen auch ein extrem empfindliches Gehör. Damit reagieren sie auf Veränderungen in ihrer Umgebung. Wird es um sie herum plötzlich laut, können sie nicht zuordnen, weshalb das passiert. Aus diesem Grund ertragen sie keine lauten Geräusche – sogar Streit kann für sie zur Belastung werden. © Panthermedia/Imago
Eine Katze kuschelt sich an eine Frau, die gerade Yoga macht.
Streicheln, kuscheln, anfassen – für Katzen ist das nicht immer ein Genuss. Erfahrene Katzenbesitzer wissen, dass die Stubentiger hin und wieder empfindlich auf Berührungen reagieren können. Lassen Sie die Mieze ihre eigenen Regeln machen und warten Sie am besten darauf, dass sie zu Ihnen kommt. Streicht sie um Ihre Beine oder stupst Sie mit dem Näschen an, möchte sie gestreichelt werden. © Zoonar/Imago
Eine Katze sitzt vor einer geschlossenen Holztüre.
Katzen mögen keine Frustration. Dazu gehören nicht nur verschlossene Türen, sondern auch Spiele, bei denen sie nicht gewinnen können. Bleibt die Belohnung aus oder wird der Jagdtrieb nicht befriedigt, ist es mit der guten Laune vorbei. Verschlossene Türen hingegen widersprechen der neugierigen Natur von Katzen. Hören sie dann auch noch Geräusche dahinter, wie beispielsweise von ihren Besitzern, kann der Katzenjammer schnell groß werden. © Danita Delimont/Imago
Ein Katzenbaby und ein Entenbaby beschnuppern sich.
Die meisten Katzenbesitzer meinen es gut, wenn sie ihren Tieren tief in die Augen blicken. Was sie dabei nicht wissen, ist, dass Katzen das Angestarrt werden als Bedrohung wahrnehmen. Aus Sicht einer Katze ist es höflich, sie nur kurz anzuschauen. Geheimtipp: Möchten Sie Ihrem Liebling sagen, dass Sie ihn lieben, blinzeln Sie ihn langsam, aber kurz an. © Image Source/Imago
Zwei schwarze Katzen beäugen einen Saugroboter misstrauisch.
Katzen können Staubsauger nicht ausstehen. Sie empfinden ihn nicht nur als zu laut, sondern auch als unberechenbar. Kein Wunder: Er bewegt sich durch das ganze Haus und damit, ohne zu fragen, durch ihr Revier. Er reinigt ihre Lieblingsplätze, aus ihrer Sicht, ohne Grund. Nur wirklich gelassene Artgenossen ertragen den saugenden Mitbewohner. © Westend61/Imago
Eine Katze sitzt mit großen Augen auf einem Menschenarm.
Eine Sache, die fast alle Katzenbesitzer tun, die jedoch für die meisten Katzen ein Graus ist: Die geliebten Haustiere hochheben und sie auf dem Arm tragen. Die gelassenen Exemplare lassen die Tortur über sich ergehen, viele wehren sich jedoch vehement dagegen. Der Grund ist eigentlich offensichtlich. Oftmals werden Katzen in dieser Position dazu gezwungen, ihren empfindlichen Bauch zu präsentieren. Sie sind dann verletzlich und empfinden das Getragen werden als unangenehm. © blickwinkel/Imago
Einer Katze wird ein Duschkopf über ihren Kopf gehalten.
Es stimmt, dass viele Katzen wasserscheu sind. Baden ist für diese Tiere aber nicht nur eine reine Qual, sondern in den meisten Fällen auch unnötig. Genauso verhält es sich, wenn ein verärgerter Nachbar den Wasserschlauch auf die Stubentiger hält. Allerdings ist es möglich, junge Kätzchen frühzeitig an Wasser zu gewöhnen. Ob Baden dann notwendig ist, sollten sich Katzenhalter dennoch gut überlegen, denn für gewöhnlich halten sich die Tiere selbst am besten sauber. In Ausnahmefällen wie Verletzungen oder Alterserscheinungen kann ein Bad jedoch eine sinnvolle Ausnahme darstellen. © YAY Images/Imago
Eine Katze leckt ihre Pfoten mit der Zunge.
Katzen sind sehr reinlich und mögen es auch in ihrer Umgebung am liebsten sauber und gepflegt. Altes Futter oder ein schmutziges Katzenklo können die Samtpfoten daher gar nicht leiden. Taucht in der Katzentoilette also ein Häufchen auf, entfernen Sie es besser und stellen damit sicher, dass Ihre Katze auch beim nächsten Bedürfnis ihr Klo und keinen anderen Ort in der Wohnung wählt. © YAY Images/Imago

Aktion schlägt hohe Wellen auf Social Media

Hinter der Aktion steckt John Edwards, Gründer der lokalen News-Webseite Wedge LIVE. In diesem Jahr waren 22 Katzen angemeldet – so viele wie noch nie. Über Social Media wurde das Event noch bekannter. Der Instagram-Post des Nachrichtenportals MRP-News (@mrpnews) über die „Live Cat Tour“ wurde knapp eine halbe Million Mal gelikt. Die User waren begeistert und schrieben:

  • „In Zukunft muss ich darüber informiert werden.“
  • „Es ist hart, Leuten dabei zuzusehen, wie sie deine Träume leben.“
  • „Ich glaube, ich werde meine zukünftige Frau bei genau so einer Sache kennenlernen. Meldet mich an!“
  • „Wir brauchen das in jeder amerikanischen Stadt und darüber hinaus.“

Rubriklistenbild: © Instagram / @mrpnews

Kommentare