Systolischer und diastolischer Wert

Zu hoher Blutdruck? Bestimmte Lebensmittel und auch Probiotika in Käse und Joghurt können Werte senken

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Zu den wichtigen Einflussfaktoren bei Bluthochdruck zählen wenig Bewegung und Übergewicht. Eine Ernährungsumstellung kann helfen, den Blutdruck zu senken.

Die chronische Erhöhung der Blutdruckwerte bei einem Patienten wird als Bluthochdruck oder Hypertonie bezeichnet, wie es vom Robert-Koch-Institut (RKI) beschrieben wird. Etwa 90 Prozent der Fälle von Bluthochdruck fallen in die Kategorie der primären oder essenziellen Hypertonie. Dies betrifft vorwiegend Personen, bei denen ungesunde Lebensgewohnheiten wie falsche Ernährung und Stress die Entstehung von Bluthochdruck begünstigen, neben den Menschen, die aufgrund genetischer Veranlagung zu Hypertonie neigen. Die rechtzeitige Erkennung, Diagnose und insbesondere die angemessene Behandlung von Bluthochdruck sind von großer Bedeutung.

Die bedeutendsten Risikofaktoren für einen Anstieg des Blutdrucks sind mangelhafte körperliche Aktivität, Übergewicht, ungesunde Ernährung, Stress und übermäßiger Alkoholkonsum – allesamt Faktoren, die beeinflussbar sind. Speziell durch eine entsprechende Ernährung mit Probiotika kann der Blutdruck beeinflusst werden.

Blutdruck durch Ernährung beeinflussen

Auch die Anpassung der Lebensumstände hat Einfluss auf den Blutdruck.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. informiert, dass eine ausgewogene Ernährung, die reich an Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten, proteinreichen, pflanzlichen Nahrungsmitteln und fettarmen Milchprodukten ist, allein schon dazu beitragen kann, den Blutdruck ohne die Notwendigkeit von Medikamenten zu senken. Diese Empfehlungen sind leicht umzusetzen und können einen spürbaren Effekt auf die Blutdruckwerte haben.

Blutdruck im Blick – am Handgelenk

Um den Blutdruck auch zu Hause im Blick zu haben, ist ein Blutdruckmessgerät fürs Handgelenk (werblicher Link) ein praktischer Helfer. Die Daten sind dabei ein verlässlicher Anhaltspunkt, ab wann es kritisch wird. Dann heißt es natürlich: Ab zum Arzt und den Blutdruck professionell checken lassen.

Ernährungstipps, um den Blutdruck auf einem gesunden Niveau zu halten:

  • Alkoholkonsum aufgrund seiner blutdrucksteigernden Wirkung reduzieren beziehungsweise vermeiden.
  • Die Aufnahme von rotem Fleisch und verarbeiteten Fleischwaren begrenzen.
  • Die Verwendung von Salz insgesamt reduzieren und die tägliche Speisesalzaufnahme auf unter fünf Gramm beschränken.
  • Frisches Obst und Gemüse bevorzugen, anstelle von konservierten Lebensmitteln, beispielsweise aus der Dose.
  • Den Verzehr von Hülsenfrüchten wie Erbsen und Bohnen erhöhen.
  • Eher Kräuter und salzfreie Gewürze verwenden.
  • Mindestens einmal pro Woche fettreiche Fischarten mit Omega-3-Fettsäuren wie Makrele, Hering und Lachs in die Ernährung integrieren, da Omega-3-Fettsäuren auch dazu beitragen können, einen zu hohen LDL-Cholesterinspiegel im Blut zu senken.

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Blutdruck ohne Medikamente senken: Elf Lebensmittel können helfen, Folgeschäden zu vermeiden

Walnüsse
Nüsse wie Walnüsse, bei denen es sich streng genommen um eine Baumfrucht handelt, können den Blutdruck senken. Nüsse gelten generell als Lebensmittel, die dank ihrer Nährstoffe gut fürs Herz sind und so helfen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinfarkt und Schlaganfall vorzubeugen. © CHROMORANGE/Imago
Pistazien in einer Holzschale
Abends beim Fernsehen öfters mal eine Handvoll Pistazien knabbern, das schmeckt nicht nur, sondern senkt auch Bluthochdruck. Studien, wie die vom Department of Biobehavioral Health der Pennsylvania State University zum Effekt von Pistazien auf den systolischen Blutdruck, zeigen deutlich, dass der Blutdruck durch den Verzehr von Pistazien sinkt. Wer einmal täglich eine Handvoll (ca. 45 Gramm) Pistazien isst, kann seinen systolischen Blutdruck um bis zu 4,8 mmHg senken. Dies ist neben dem diastolischen Blutdruck der obere Messwert, der normalerweise im Bereich von 110 bis 130 mmHg liegt. © Claudia Nass/Imago
Saft aus roter Beete
Der Rote-Beete-Saft sollte nicht nur bei Menschen mit erhöhtem Blutdruck regelmäßig auf dem Ernährungsplan erscheinen. Denn die rote Knolle, die auch gerne als Lebensmittelfarbe genutzt wird, enthält wichtige Vitamine der B-Gruppe, Vitamin A sowie C. Dazu kommen essenzielle Spurenelemente wie Magnesium, Calcium, Selen, Eisen, Jod, Mangan, Natrium, Zink, Kupfer sowie Phosphor. Laut „Deutsche Herzstiftung“ kann durch das Trinken von ca. einem halben Liter Rote-Bete-Saft pro Tag, der obere Messewert des systolischen Blutdrucks 24 Stunden lang um etwa fünf mmHg gesenkt werden. Der Effekt beruht darauf, dass Rote Bete Nitrate enthält, die durch den Speichel zu Nitrit reduziert werden. Dadurch werden die Gefäße erweitert und der Blutdruck sinkt. © WavebreakmediaMicro/Imago
Feldsalat mit Erdbeeren und Blütenblättern, angerichtet auf einem Teller
Feldsalat ist wie Rote Beete, Spinat, Endiviensalat, Grünkohl, Wirsing sowie Radieschen reich an Nitrat, welches durch den Verzehr zu Nitrit umgewandelt wird, das wiederum positiven Effekt auf die Gefäße und den Blutdruck hat. © imagebroker/Imago
Olivenöl senkt Blutdruck und das schädliche LDL-Cholesterin im Blut, sodass das Risiko für Arteriosklerose reduziert wird.
Laut „Deutsche Herzstiftung“ senkt Olivenöl nachweislich nicht nur das Risiko für Ablagerungen in den Gefäßen, der Arteriosklerose. Auch bei hohem Blutdruck, dem Hauptrisikofaktor für Schlaganfall, wirkt das pflanzliche Fett fast wahre Wunder. Ein erhöhter Blutdruck kann durch den Konsum von Olivenöl im Durchschnitt um 48 Prozent gesenkt werden, wie die „Pharmazeutische Zeitung“ berichtet. © Panthermedia/Imago
Spinat
Spinat als kalorienarmes Gemüse kann den Blutdruck senken und damit Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen. Er ist reich an Vitamin B, Vitamin C sowie Folat, Kalium und Magnesium. © Achim Sass/Imago
Tomaten
Tomaten sind ein Muss, wenn es um Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen geht. Sie sind reich an Folsäure, Kalium sowie Lycopin. Lycopin zählt zu den Antioxidantien und kann freie Radikale im menschlichen Körper unschädlich machen. Tomaten können laut Studien hohen Blutdruck und das Schlaganfallrisiko um bis zu 55 Prozent senken. © Philippe Degroote/Imago
Grünkohl auf dem Schneidebrett
Grünkohl gilt als natürlicher Blutdrucksenker. Das grüne Gemüse enthält sogenannte Flavonoide, die den Cholesterinspiegel und somit das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall senken. © Y Resolution/Imago
Erbsen
Erbsen wird eine blutdrucksenkende Wirkung nachgesagt. Sie sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen, wie Vitamin E, B und Beta-Carotin sowie Magnesium, Eisen, Phosphor, Kalzium und Zink. Hülsenfrüchte, zu denen Erbsen zählen, sind reich an Magnesium, welches für elastische Gefäßwände sorgt, wodurch der Blutdruck weniger steigt. © Gemma Ferrando/Imago
Knoblauch
Knoblauch kann selbst bei den Patienten den Blutdruck senken, die unter Medikamenten wie Betablocker oder Irbesartan keine ausreichende Blutdruckkontrolle erzielen, wie das „Deutsche Ärzteblatt“ berichtet. Es zeigt sich, dass der obere Blutdruck-Wert, der systolische Blutdruck, nach regelmäßigem Konsum von Knoblauch um zehn mmHg niedriger liegt. © Waltraud Kaipf/Imago
Meerrettich
Meerrettich ist nicht nur entzündungshemmend bei viralen und bakteriellen Infektionen, hilft gegen Erkältungen, Blasenentzündungen und Schmerzen. Die essbare Pflanze soll ebenfalls eine blutdrucksenkende Wirkung haben. Der durch das Senföl leicht scharfe Meerrettich wird gerne als Dip zu Fisch oder Gemüsesticks serviert. © Andreas Berheide/Imago

Blutdruck senken: Joghurt, Käse, Sauerkraut, rote Beete, Apfelessig können Wirkung zeigen

Auch der Verzehr von probiotischen Nahrungsmitteln hat einen positiven Effekt auf den Blutdruck. Durch den regelmäßigen Verzehr von Joghurt, Milch oder Käse zeigt sich bereits nach wenigen Wochen eine leichte blutdrucksenkenden Wirkung, wie es beim Ärzteblatt heißt. Der systolische Blutdruck sinkt laut Studienergebnissen im Durchschnitt um 3,56 mmHg, der diastolische Wert geht um 2,38 mmHg zurück. Die Blutdrucksenkung zeigt sich bei Patienten mit Ausgangswerten von über 130/85 mmHg besonders deutlich.

Probiotika sind spezielle Bakterienkulturen, lebenden Mikroorganismen wie Milchsäurebakterien, Bifidobakterien oder bestimmte Hefen. Auf natürliche Weise kommen sie in folgenden Lebenmitteln vor:

  • Joghurt
  • Quark
  • Kefir
  • Skyr
  • Molke
  • Käse wie Gruyère, Bergkäse oder Parmesan
  • Sauerkraut
  • Kimchi
  • Chinakohl
  • Rettich
  • Fermentierte Sojabohnen
  • Eingelegte Gurken
  • Rote Bete
  • Apfelessig

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Eibner/IMAGO

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