Regelung stößt auf Widerstand

Auf Sparkurs: Volkswagen streicht Top-Managern Porsche-Fahrzeuge als Dienstwagen

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Top-Manager des VW-Konzerns müssen auf Porsche als Dienstwagen verzichten. Das Bestellverbot gilt seit Anfang des Jahres. So will man Kosten einsparen.

Der Volkswagen-Konzern kämpft aktuell mit so einigen Problemen: Aufgrund der Elektroauto-Krise investiert VW noch einmal Milliarden in den Verbrenner – auch wenn man weiterhin betont, dass man an der rein elektrischen Zukunft festhalten will. Dass es bei der Software-Tochter Cariad nicht rund läuft, ist ebenfalls kein Geheimnis – eine Milliarden-Investition in den E-Autohersteller Rivian soll endlich Besserung bringen. Ob das klappt, steht noch in den Sternen. Nun wurde bekannt, dass es offenbar auch auf Top-Manager-Ebene rumort: Grund ist in diesem Fall ein Luxus-Problem.

Porsche-Verbot für Top-Manager von VW: „Es ist tatsächlich eine Kosteneinsparung“

Laut einem Bericht der Bild-Zeitung haben Top-Manager von Volkswagen keinen Anspruch mehr auf Porsche-Fahrzeuge als Dienstwagen. Ein VW-Sprecher erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es seit Anfang des Jahres nicht mehr möglich sei, einen Porsche als Dienstwagen zu bestellen. Mit der Maßnahme will der Konzern seine Ausgaben begrenzen: „Es ist tatsächlich eine Kosteneinsparung“, so der Sprecher.

Sparmaßnahme: Top-Manager von VW haben seit Jahresbeginn keinen Anspruch mehr auf einen Porsche als Dienstwagen. (Symbolbild)

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Einige VW-Top-Manager wehren sich angeblich bereits juristisch gegen das Porsche-Verbot

Die Maßnahme betrifft angeblich rund 200 Mitarbeiter. Allerdings sind viele der Top-Manager von dem Schritt wenig begeistert: Wie Bild berichtet, haben einige Betroffene bereits Klage gegen die Streichung ihres Dienstwagen-Privilegs vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig eingereicht. Lediglich Porsche-Mitarbeiter und Konzernvorstände sollen künftig noch Anspruch auf Fahrzeuge der Marke haben.

Die schnellsten deutschen Autos aller Zeiten: 9ff GT9 rast davon

Apollo IE
Platz 10 – Apollo Intensa Emozione (IE): Auch wenn der Name eher italienisch klingt, ist der Apollo IE ein waschechter Deutscher und der Nachfolger des Gumpert Apollo. Im Vergleich zu seinem Vorgänger von der – inzwischen insolventen – Gumpert Sportwagenmanufaktur ist der IE etwas langsamer: „lediglich“ 335 km/h sind drin. Für die Autobahn und die Rennstrecke sollte das jedoch immer noch ausreichen. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 959 S.
Platz 9 – Porsche 959 S: Der Ende der 1980er-Jahre gebaute Sportwagen ist alles andere als ein altes Eisen. Mit 339 km/h Höchstgeschwindigkeit braucht sich der 515 PS-starke Porsche 959 S auch vor modernen Fahrzeugen nicht verstecken. Den Sprint von null auf 100 legt er in grade einmal 3,7 Sekunden zurück. © Porsche
Porsche 911 GT2 RS
Platz 8 – Porsche 911 GT2 RS: Der 911 ist eine absolute Sportwagen-Ikone. Inzwischen gibt es ihn in unzähligen Varianten. Wer jedoch besonders schnell unterwegs sein will, der greift zum GT2 RS. Der Hardcore-Porsche beschleunigt mit seinen 700 PS in 2,8 Sekunden auf 100 km/h. Erst bei 340 km/h ist Schluss. © Porsche
Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition
Platz 7 – Mercedes-Benz SLR McLaren Sterling Moss Edition: Hinter diesem sperrigen Namen verbirgt sich ein ganz besonderer Sportwagen zu Ehren des ehemaligen Formel-1-Piloten Sir Stirling Moss (†). Im Vergleich zum regulären SLR McLaren wurde auf ein Dach und eine Windschutzscheibe verzichtet. Optisch lehnt sich der Supersportwagen an den 300 SLR von 1955 an. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h ist er jedoch deutlich schneller. © Sebastian Geisler/Imago
Porsche 918 Spyder
Platz 6 – Porsche 918 Spyder: Mit einer Spitzengeschwindigkeit von 351,5 km/h hat es auch der Porsche 918 Spyder in die Top 10 der schnellsten deutschen Autos geschafft. Zwischen 2013 und 2015 wurde der Sportwagen 955 Mal gebaut. Die legendäre Nordschleife umrundete er in 6:57.00 Minuten. © Porsche
Mercedes-AMG One
Platz 5 – Mercedes-AMG ONE: Das Hypercar wurde 2017 auf der IAA in Frankfurt als „Project One“ vorgestellt und sollte ab 2019 in Serie gehen. Erst drei Jahre später rollte der Mercedes-AMG ONE zu den Kunden, die sich auf Formel-1-Technologie und 352 km/h Topspeed freuen dürfen.  © Mercedes-Benz AG
RUF CTR Anniversary
Platz 4 – Ruf CTR Anniversary: Sieht aus wie ein Porsche 911 (Baureihe 964), ist aber keiner. Zumindest nicht ganz. Denn der CTR Anniversary ist das erste Auto, das Ruf selbst entwickelt hat. Angetrieben wird der Sportwagen aus Pfaffenhausen von einem Sechs-Zylinder-Boxermotor mit 710 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 360 km/h. Für den Sprint von null auf Tempo 100 braucht der auf 50 Exemplare limitierte Sportwagen 3,5 Sekunden. © Sebastian Geisler/Imago
Gumpert Apollo
Platz 3 – Gumpert Apollo: Der Sportwagen von Ex-Audi-Motorsport-Chef Roland Gumpert wurde von 2005 bis 2016 in vier verschiedenen Versionen angeboten und war sowohl für Straße als auch die Rennstrecke zugelassen. In den Top-Versionen Apollo (650 PS) und Apollo S (750 PS) lag die Höchstgeschwindigkeit bei 360 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
RUF CTR3 Clubsport.
Platz 2 – Ruf CTR3 (Clubsport): Wie der CTR Anniversary handelt es sich auch beim CTR3 (Clubsport) um eine Eigenentwicklung im Porsche-Look. Der 777 PS-starke Sechszylinder-Boxer peitscht den Sportwagen auf bis zu 380 km/h. © Sebastian Geisler/Imago
9ff GT9 Vmax
Platz 1 – 9ff GT9 Vmax: Auch von der Spitzenposition grüßt ein aufgemotzter Porsche 911 von der Dortmunder Firma 9ff. Angetrieben wird der Sportwagen von einem Sechszylinder-Boxermotor mit 1.400 PS. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 437 km/h. Doch auch der "normale“ 9ff GT9 (409 km/h) und der GT9-R (414 km/h) sind kaum langsamer. © Sebastian Geisler/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Einen ähnlichen Aufschrei gab es intern im vergangenen Jahr auch bei der VW-Tocher Audi: Dort sollte Außendienstlern der Dienstwagen gestrichen werden. Doch auch hier gab es erbitterten Widerstand, teils auch juristisch. Die Gegenwehr war größtenteils erfolgreich – viele haben ihren Dienstwagen laut einem Bericht der Automobilwoche inzwischen zurückbekommen. Im Jahr 2022 hatte es ebenfalls schon mal größere Eingriffe an der Dienstwagen-Front bei VW gegeben: Damals waren die Haltefristen für Dienstwagen deutlich verlängert worden.

Rubriklistenbild: © CFOTO/Imago

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