Auf Sparkurs: Volkswagen streicht Top-Managern Porsche-Fahrzeuge als Dienstwagen
VonSebastian Oppenheimer
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Top-Manager des VW-Konzerns müssen auf Porsche als Dienstwagen verzichten. Das Bestellverbot gilt seit Anfang des Jahres. So will man Kosten einsparen.
Der Volkswagen-Konzern kämpft aktuell mit so einigen Problemen: Aufgrund der Elektroauto-Krise investiert VW noch einmal Milliarden in den Verbrenner – auch wenn man weiterhin betont, dass man an der rein elektrischen Zukunft festhalten will. Dass es bei der Software-Tochter Cariad nicht rund läuft, ist ebenfalls kein Geheimnis – eine Milliarden-Investition in den E-Autohersteller Rivian soll endlich Besserung bringen. Ob das klappt, steht noch in den Sternen. Nun wurde bekannt, dass es offenbar auch auf Top-Manager-Ebene rumort: Grund ist in diesem Fall ein Luxus-Problem.
Porsche-Verbot für Top-Manager von VW: „Es ist tatsächlich eine Kosteneinsparung“
Laut einem Bericht der Bild-Zeitung haben Top-Manager von Volkswagen keinen Anspruch mehr auf Porsche-Fahrzeuge als Dienstwagen. Ein VW-Sprecher erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur, dass es seit Anfang des Jahres nicht mehr möglich sei, einen Porsche als Dienstwagen zu bestellen. Mit der Maßnahme will der Konzern seine Ausgaben begrenzen: „Es ist tatsächlich eine Kosteneinsparung“, so der Sprecher.
Einige VW-Top-Manager wehren sich angeblich bereits juristisch gegen das Porsche-Verbot
Die Maßnahme betrifft angeblich rund 200 Mitarbeiter. Allerdings sind viele der Top-Manager von dem Schritt wenig begeistert: Wie Bild berichtet, haben einige Betroffene bereits Klage gegen die Streichung ihres Dienstwagen-Privilegs vor dem Arbeitsgericht in Braunschweig eingereicht. Lediglich Porsche-Mitarbeiter und Konzernvorstände sollen künftig noch Anspruch auf Fahrzeuge der Marke haben.
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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Einen ähnlichen Aufschrei gab es intern im vergangenen Jahr auch bei der VW-Tocher Audi: Dort sollte Außendienstlern der Dienstwagen gestrichen werden. Doch auch hier gab es erbitterten Widerstand, teils auch juristisch. Die Gegenwehr war größtenteils erfolgreich – viele haben ihren Dienstwagen laut einem Bericht der Automobilwoche inzwischen zurückbekommen. Im Jahr 2022 hatte es ebenfalls schon mal größere Eingriffe an der Dienstwagen-Front bei VW gegeben: Damals waren die Haltefristen für Dienstwagen deutlich verlängert worden.