VonLarissa Strohbuschschließen
Ob Himbeeren, Brombeeren oder Birnen: Es gibt eine Vielzahl von Pflanzen, die sich als Balkonobst eignen. Erfahren Sie, was Sie alles auf begrenztem Raum kultivieren können.
Sie sitzen auf Ihrem kleinen Balkon und träumen von einem großen Garten mit Fallobstwiese? Mehr Platz können Sie sich nicht zaubern – einen leckeren Anbau dagegen schon! Viele leckere Obstpflanzen brauchen nicht viel mehr als einen geräumigen Kübel. Selbst der Apfelbaum findet so problemlos auf Balkon, Terrasse oder im Mini-Stadtgarten Platz. Kaum zu glauben? Aber wahr! Diese zehn Pflanzen brauchen keinen weitläufigen Garten für den Anbau von Obst.
Von Apfel bis Zitrone – dieses Obst wächst auch auf dem Balkon
Erdbeere
Erdbeeren machen die Ernte kinderleicht: Diese Pflänzchen brauchen kaum Platz und gedeihen auch im Blumenkasten. Setzen Sie verschiedene Sorten nebeneinander, so verlängerte sich die Erntedauer über den ganzen Sommer. Nach zwei bis drei Jahren ermüden die Pflanzen allerdings und der Ertrag sinkt. Dann sollten Sie die Pflanzen austauschen.
Himbeere
Himbeeren brauchen eigentlich viel Platz, doch es gibt auch kompakte Sorten, die auf dem Balkon wachsen. So bleibt die Zwerghimbeere „Little Sweet Sister“ klein und auch die Sorte „Summer Lovers® Patio Red“ wurde extra für den Balkon gezüchtet. Der Vorteil von Beeren: Sie liefern auch im Halbschatten gute Erträge. Die beste Pflanzzeit ist übrigens der Herbst.
Brombeere
Brombeeren wachsen wie Unkraut und können heckenartige Auswüchse annehmen. Doch wie bei den Himbeeren gibt es auch hier Zwergsorten, die sich für den Anbau im Kübel eignen. Dazu gehört zum Beispiel die Züchtung „Coolaris® Patio Black“.
Heidel-/Blaubeere
Heidel- oder Blaubeeren sind anspruchsvoller als Erdbeeren. Sie brauchen mehr Platz und sind daher nicht für die allerkleinste Loggia geeignet. Auf einer größeren Terrasse gedeihen sie allemal. Beachten Sie, dass diese Beeren spezielle Erde benötigen. Mit einer sauren Rhododendron-Erde für Moorbeetpflanzen sind Sie gut bedient.
Physalis
Auch die süße Physalis können Sie auf dem Balkon ernten. Diese Südfrucht verträgt allerdings keine Kälte und ist nicht winterhart. Sie braucht daher einen sonnigen, warmen Standort und muss frühzeitig vor dem Winter ins Warme ziehen.
Apfel
Ein Apfelbaum auf dem Balkon? Na klar! Mit kleinem Säulenobst ist das kein Problem. Diese Pflanzen sind so veredelt, dass sie nicht sehr hoch wachsen. So reicht ein großer Kübel vollkommen aus. Achten Sie auf einen sonnigen Standort. Außerdem braucht der Apfel einen Baum in der Nähe, damit er bestäubt werden kann.
Birne
Wie den Apfel gibt es auch die Birne im Zwergformat als Säulenobst. Auch dieser Baum kann sich nicht selbst bestäuben. Sie brauchen entweder einen Baum in der Nachbarschaft oder Sie lassen direkt mehrere bei sich einziehen.
Zitronenbaum
Der Zitronenbaum ist als hübsche Zimmerpflanze beliebt. Wenn Sie Glück haben, wirft er sogar Früchte ab. Sie brauchen aber nicht nur Platz im Freien, sondern auch im Innenraum. Dieser Baum muss über die kalte Jahreszeit in einem Winterquartier warm gehalten werden.
Pfirsich/Nektarine/Aprikose
Mediterrane Sorten wie Aprikosen, Pfirsiche oder Nektarinen können ebenfalls als Säulenobst im Kübel leben. Doch auch diese Exemplare müssen im Winter unbedingt umziehen.
Feigen
Feigenbäume besitzen eine ausladende Krone. Auf engstem Raum könnten sie vielleicht zu groß wachsen, mit ein bisschen Platz werden sie aber nach ein paar Jahren zu hübschen Schattenspendern.
Was brauche ich für einen Naschbalkon?
Sie brauchen nicht viel, um einen Naschbalkon oder eine Plantagen-Terrasse anzulegen: Ideal ist ein sonniger Standort, bestenfalls im Süden oder Südwesten.
Ein Kübel mit 40 Zentimetern Durchmesser reicht. Erdbeeren brauchen nur einen kleinen Blumentopf. Ist es bei Ihnen windig, nehmen Sie standfeste Exemplare. Bäume können sonst umkippen.
Achten Sie auch darauf, dass Staunässe keine Chance hat. Ein lockeres Substrat mit Drainage ist ideal. Sie können dafür das untere Drittel des Kübels mit Blähton füllen. Darüber kommt Pflanzerde, gerne mit Sand gemischt. Eine Ausnahme bilden die Blau- und Heidelbeeren. Diese brauchen saure Erde für Moorbeetpflanzen. Bedecken Sie die Erde mit einer Mulchschicht, damit Wasser gerade in heißen Perioden nicht zu schnell verdunsten kann.
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Pflegeaufwand beim Balkonobst? Wenig!
Gemüseanbau macht Ihnen zu viel Arbeit? Dann sind Sie mit einer Mini-Obstplantage gut bedient. Hier müssen Sie mit wenig Pflegeaufwand rechnen. Düngen Sie Ihre Pflanzen einmal gründlich im Frühjahr – danach verzichten Sie auf Stickstoff. Sonst wächst die Flora zwar üppig, gibt aber keine Erträge ab. Verwenden Sie über die Sommermonate stattdessen Beerendünger (werblicher Link). Ab August düngen Sie hingegen gar nicht mehr.
Säulenobst müssen Sie nur dann schneiden, wenn Äste störend oder krank sind. Achtung bei Brombeeren: Diese geben nur an den zweijährigen Trieben Beeren. Schneiden Sie zu nachlässig oder zu großzügig, könnten Sie leer ausgehen.
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