Nach A1 und Fiesta

Aus für nächsten Kleinwagen: Kia Rio hat in Europa keine Zukunft mehr

  • schließen

Nach dem Audi A1 und dem Ford Fiesta könnte mit dem Kia Rio der nächste Kleinwagen verschwinden. Ein Einsteigermodell soll es bei den Koreanern aber weiterhin geben.

Wer einen Kleinwagen sucht, der dürfte es in Zukunft deutlich schwieriger haben, denn immer mehr Hersteller schmeißen die City-Flitzer aus ihrer Modellpalette. Dass Audi den A1 einstellt, ist schon länger bekannt und auch der Ford Fiesta wird künftig nicht mehr gebaut. Nun zieht Kia mit dem Rio nach.

Dabei ist der in Korea produzierte Kleinwagen in Deutschland erst seit 2017 auf dem Markt. Doch schon ab diesem Jahr könnte er nicht mehr nach Europa importiert werden, berichtet das Magazin Autocar. Einen konkreten Zeitpunkt, wann der Rio in Europa vom Markt genommen wird, nennt Kia nicht.

Aus für nächsten Kleinwagen: Kia Rio hat in Europa keine Zukunft mehr

Der koreanische Autobauer hat allerdings darauf hingewiesen, auch nach dem Ende des Rio Fahrzeuge im A- und B-Segment anbieten zu wollen. Während im B-Segment das SUV Stonic die Lücke des Rio füllen dürfte, könnte der mittlerweile sechs Jahre alte Picanto demnach einen Nachfolger erhalten. 

Der Kia Rio wird künftig in Europa nicht mehr zu kaufen sein.

Offen bleibt bislang jedoch, ob der Kia Picanto noch einen Verbrennungsmotor bekommt oder komplett auf Elektroantrieb umgestellt wird. Dieser Schritt wäre in Anbetracht des näher rückenden Verkaufsverbots für neue Verbrenner in der EU ab 2035 nur logisch.

Aus für nächsten Kleinwagen: Kia setzt voll auf Elektro

Zudem hatten die Koreaner angekündigt, ihr Elektroauto-Angebot deutlich ausbauen zu wollen, so sind etwa auch Pick-ups geplant. Das Unternehmen plant, ab 2023 mindestens zwei BEVs pro Jahr auf den Markt zu bringen und bis 2027 eine vollständige Produktpalette von 14 Elektrofahrzeugen anzubieten. Auch ein Einstiegsmodell soll es geben: Dabei könnte es sich um den Picanto handeln.

Mercedes stoppt A-Klasse – hier sind die zehn besten Alternativen

VW Golf, Alternative zur Mercedes A-Klasse
VW Golf: Er ist und bleibt die Referenz für Kompaktwagen – und damit auch das Vorbild für die Mercedes A-Klasse. Auch wenn VW sich elektrisiert, wird der Klassiker (mittlerweile in achter Generation) vorerst im Progamm bleiben, während der technisch ähnliche Audi A3 wohl einen rein elektrischen Nachfolger bekommt. Als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid, Preise ab 28.800 Euro. © Hardy Mutschler/VW
BMW 1er, Alternative zur Mercedes A-Klasse
BMW 1er: Der direkte Konkurrent der A-Klasse dürfte von deren Aus profitieren. Anders als Mercedes und Audi will BMW weiter Verbrenner-Modelle produzieren, womit die Zukunft der Modellreihe gesichert sein dürfte. Als BMW M135i xDrive mit 306 PS (im Bild) erfüllt er auch hohe Poweransprüche. Mit Benzin- und Dieselmotoren, Preise ab 29.500 Euro. © Uwe Fischer/BMW
Opel Astra, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Opel Astra: Der ewige Konkurrent des VW Golf überzeugt mit etwas mutigerem Design und guter Verarbeitung. Die neue Generation ist mit Schrägheck und als Kombi zu haben. Derzeit mit Benzin- und Dieselmotoren sowie als Plug-in-Hybrid im Programm, eine vollelektrische Variante folgt 2023. Preise ab 26.650 Euro. © Opel
Hyundai i30, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Hyundai i30: Auch die Südkoreaner schwenken mittelfristig zur Elektromobilität um, pflegen aber weiterhin ihr klassisches Modell-Portfolio. Der i30, den es auch als 250 PS starke N-Version gibt, ist technisch mit dem Kia Ceed verwandt. Nur als Benziner zu haben, aber auch als Kombi und Fließheck. Preise ab 19.330 Euro. © Uli Sonntag/Hyundai
Renault Mégane, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Renault Mégane: Die Franzosen lassen ihren Kunden in der Kompaktklasse weiterhin die Wahl. Benziner, Diesel, Plug-in oder vollelektrisch? Der Mégane bietet alle Varianten, und ist als Fließheck-Version sowie als Kombi („Grandtour“) zu bekommen. Preise ab 27.600 Euro. © Jean-Brice Lemal/Renault
Mazda3, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Mazda3: Die Japaner lassen sich Zeit mit der Elektrifizierung ihrer Modellpalette, und pflegen klassische Modelle wie ihren kompakten 3er weiter. Es gibt ihn mit zwei Heck-Varianten und ausschließlich als Mildhybrid-Benziner, also mit leichter Unterstützung durch einen kleinen Elektromotor. Preise ab 25.890 Euro. © Mazda
Cupra Born, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Cupra Born: Warum mit der Marke nicht auch gleich die Antriebsart wechseln? Der Cupra Born ist als reines Elektroauto konzipiert, bietet auf seinen kompakten 4,32 Metern einen gut nutzbaren Innenraum und ein frecheres Design als sein braver Bruder, der VW ID.3. Preis ab 37.220 © Laurent Sanson/Imago
Toyota Corolla, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Toyota Corolla: Der Inbegriff des japanischen Kompaktwagens ist ein solider verarbeiteter Alltagsbegleiter. Der meistverkaufte Pkw der Welt zeigt aber auch, dass sich die Japaner nach ihrem Höhenflug als Hybrid-Pionier mit der Elektrifizierung schwertun: Plug-in- oder E-Version gibt es nicht, dafür zwei Karosserieversionen des Voll-Hybriden. Preise ab 27.550 Euro. © Slavko Midzor/Imago
Peugeot 308, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Peugeot 308: Der schicke Franzose aus dem Stellantis-Konzern ist ein technischer Verwandter des Opel Astra. Auch er bekommt demnächst einen reinen Elektroantrieb, derzeit ist er als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid zu haben und in zwei Karosserie-Varianten zu haben – sowie als Kombi. Preise ab 30.600 Euro. © Peugeot
Honda Civic, Alternative zur Mercedes A-Klasse
Honda Civic e:HEV: Mit einer Länge von 4,52 gehört der Japaner zu den größeren Kompaktwagen. Sein ungewöhnliches Hybrid-System wechselt automatisch zwischen Benzin- und Elektromotor, ist aber kein Plug-in. Andere Motoren gibt es nicht, Preis: 31.900 Euro. © Honda

Noch mehr spannende Auto-Themen finden Sie in unserem kostenlosen Newsletter, den Sie gleich hier abonnieren können.

Kleinwagen spielen in den Elektroplänen der meisten Hersteller kaum eine Rolle. Denn je kleiner ein Auto, desto schwerer lässt sich damit Geld verdienen. Bei den ohnehin schon teuren Elektroautos wäre das noch schwieriger. So scheiterte VW beispielsweise krachend an dem Versuch, den ID.2 für unter 20.000 Euro anzubieten. (Mit Material von SP-X)

Rubriklistenbild: © Kia

Kommentare