Bestimmter Kaffee kann krebserregende Stoffe enthalten – achten Sie auf seine Herstellung
VonJuliane Gutmann
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Kaffee enthält Substanzen, die die Gesundheit fördern. Koffein regt an und hellt die Stimmung auf. Doch es gibt eine Art von Kaffee, die schädliche Lösungsmittel enthalten kann.
Kaffee soll nicht nur unserem Körper, sondern auch Geist und Seele guttun. So haben Forschende herausgefunden, dass der Bohnentrank Depressionen vorbeugen kann und regelmäßig konsumiert auch das Demenzrisiko senkt. Sogar das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko soll dank Kaffeekonsum sinken. Für Menschen mit hohen Blutdruckwerten ist der Konsum von Kaffee aber nicht ganz unbedenklich. Das enthaltene Koffein wirkt aufputschend und kann die Werte noch weiter nach oben treiben.
Koffeinfreier Kaffee ist die vermeintliche Antwort. Hersteller versprechen Kaffeegeschmack ohne Koffein. Doch wie gesund ist die koffeinfreie Version? Der Krankenkasse AOK zufolge entfaltet diese ähnliche Schutzwirkung in Hinblick auf die Gesundheit als koffeinhaltiger Kaffee. Dies sei vor allem auf die im Kaffee enthaltenen Pflanzenstoffe zurückzuführen.
Doch der Konsum von entkoffeiniertem Kaffee hat einen Haken – wenn Sie zum falschen Produkt greifen.
Lösungsmittel steht im Verdacht, krebserregend zu wirken
Es gibt mehrere Methoden, um Kaffeebohnen von enthaltenem Koffein zu trennen. Bei herkömmlichen Produkten im Supermarkt wird meist ein chemisches Verfahren angewendet. In dem Fall werden im Herstellungsprozess Lösungsmittel verwendet. Meist handelt es sich dabei um Ethylacetat oder Dichlormethan. Vor allem letzterer Stoff steht in Verdacht, krebserregend zu wirken.
Hersteller dürfen ihren koffeinfreien Kaffee offiziell allerdings nur auf den Markt bringen, wenn mögliche Rückstände von Lösungsmitteln strenge gesetzlich vorgeschriebene Grenzwerte unterschreiten.
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Kaffee: Bio-Produkte sind in der Regel unbedenklich
Sie möchten auf Nummer sicher gehen? Dann greifen Sie am besten zu entkoffeiniertem Kaffee, der ohne Chemie hergestellt wurde. Kaffeeprodukte mit seriösen Bio-Siegeln etwa zählen dazu. Hier wird statt auf chemische Extraktionsmittel auf natürliche, biologische Verfahren gesetzt.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.