VW stellt ID. EVERY1 vor: Das ist der Volksstromer aus Wolfsburg
VonSimon Mones
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Volkswagen zeigt seine Vision eines günstigen Elektroautos. Der ID. EVERY1 orientiert sich optisch am up! – doch bis zum Marktstart dauert es noch Jahre.
Im Vorfeld der Präsentation im Congress Centrum Düsseldorf bezeichnete der Konzern das Projekt als „Champions Leauge des Automobilbaus“. Gemeinsam mit dem ID. 2all ist der ID. EVERY1 Teil der neuen Electric Urban Car Familie.
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Die technischen Spezifikationen des ID. EVERY1 versprechen solide Leistung für den Stadtverkehr. Der kompakte Stromer baut auf der MEB-Plattform auf und soll laut Volkswagen eine Reichweite von 250 Kilometern schaffen. Ein Elektromotor mit 95 PS (70 kW) treibt die Vorderräder an. Mit einer Länge von 3.880 mm positioniert sich das Fahrzeug zwischen dem früheren up!, dem ID. 2all und dem aktuellen Polo. Innen bietet er Platz für vier Personen und ein Kofferraumvolumen von 305 Litern.
Das Design des ID. EVERY1 markiert eine Abkehr vom futuristischen Erscheinungsbild früherer ID-Modelle. Stattdessen greift VW die Designsprache des beliebten up! auf, der bis 2023 gebaut wurde. „Unser Anspruch war es, etwas Mutiges und doch Zugängliches zu schaffen. Der ID. EVERY1 tritt selbstbewusst auf, bleibt aber sympathisch – dank Details wie dendynamischen Frontleuchten und dem lächelnden‘ Heck. Diese Designelement emachen ihn zu mehr als nur zu einem Auto: Sie verleihen ihm Charakter und eine Identität, mit der sich Menschen verbinden können“, betont VW -Chefdesigner Andreas Mindt.
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ID. EVERY1 kommt 2027 – doch die Konkurrenz ist längst da
Der ID. EVERY1 – respektive ID.1, wie das Serienmodell heißen dürfte – wird aber nicht in Deutschland produziert werden. Eine Fertigung in Deutschland würde den angestrebten Verkaufspreis unmöglich machen. Der kompakte Stromer soll jedoch in Europa vom Band laufen, wie VW einmal mehr betont.
Mit der Einführung des ID. EVERY1 reagiert Volkswagen auf den wachsenden Markt für erschwingliche Elektrofahrzeuge, allerdings mit einiger Verzögerung. Denn auch die Konkurrenz weiß, dass bezahlbare Modelle für den Erfolg der Elektromobilität wichtig sind. Stellantis ist bereits mit mehreren Modellen vorgeprescht, wie dem Citroën ë-C3 und dem Fiat Grande Panda. Auch Renault hat mit dem Renault 5 bereits ein bezahlbares Modell im Angebot. Bei Volkswagen geht es – zumindest bis 2027 – mit dem ID.3 los und der ist mit rund 30.000 Euro alles andere als günstig.