Schlaue Meeresbewohner

„Hochkomplexe kognitive Fähigkeiten“: Delfine können menschliche Blicke lesen

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Delfingehirne sind menschlichen Gehirnen bekanntermaßen ausgesprochen ähnlich. Dass die Meeressäuger sogar die Blicke von Menschen lesen können, wurde jetzt im Rahmen einer Studie herausgefunden.

Delfine können nicht nur außerordentlich gut sehen und hören, sondern auch fühlen. Wie der Bayerische Rundfunk online schreibt, seien die Tiere in der Lage, Trauer und Freude, aber auch Respekt und Zuneigung für Artgenossen zu empfinden und sogar zu zeigen. Außerdem könnten Delfine denken, planen und schließlich sogar Aufgaben lösen. Zudem seien sie dazu fähig, lange und intensiv zu leiden. Was die Meeresbewohner jedoch Menschen und Menschenaffen sehr ähnlich macht, sei die Tatsache, dass sie sich selbst im Spiegel erkennen können.

Aktuelle Studie beweist: Delfine können menschliche Blicke interpretieren

Im Rahmen einer neuen Studie, über die in der US-amerikanischen Fachzeitschrift Psychology Today berichtet wird, haben Wissenschaftler nun herausgefunden, dass Delfine laut der Kurzfassung der Studie „empfindlich auf menschliche Aufmerksamkeitsmerkmale reagieren können, insbesondere auf die Funktionalität der Augen.“ Ihre Kompetenz, die visuelle Aufmerksamkeit von Menschen zu verstehen, sei umso faszinierender, weil die Kommunikation von Delfinen in ihrem natürlichen Lebensraum primär auf nicht-visueller Basis stattfinden würde. Wodurch Delfine in blauen Schimmer getaucht werden, erfahren Sie hier.

Delfine können traurig und froh sein, denken, planen und Aufgaben lösen – und sogar den menschlichen Blick interpretieren. (Symbolbild)

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Zu ihrem Ergebnis gelangten die Forscher anhand einer Aufgabe, die sie insgesamt acht Delfinen stellten. Die Augen des Trainers sowie die Ausrichtung seines Gesichts spielten dabei eine ausschlaggebende Rolle. Die Studienbeteiligten stellten anschließend die Vermutung auf, dass die Delfine ihre Fähigkeiten erst in der Interaktion mit den Trainern gelernt haben könnten: „Möglicherweise haben diese Delfine, auch wenn dies in der Natur nicht relevant ist, gelernt, die Augen des Menschen als Hinweis auf ihren Aufmerksamkeitszustand zu nutzen, um verschiedene Verhaltensweisen, die von ihren Trainern zur Belohnung befohlen werden, richtig zu interpretieren und auszuführen.“

Hunde, Delfine, Fledermäuse: Zehn Tiere, die für den Staat arbeiten

Delfine gelten gemeinhin als grazile, friedliebende Tiere. Trotzdem werden sie im Krieg eingesetzt. Auch Russland setzt im Ukraine-Krieg offenbar auf sie. Mögliche Aufgaben der Delfine: feindliche Taucher abzuwehren, Waffen aufspüren oder Minen gegen feindliche Schiffe abzusetzen.
Delfine gelten gemeinhin als grazile, friedliebende Tiere. Trotzdem werden sie im Krieg eingesetzt. Dass sie auch Teil der russischen Strategie im Ukraine-Krieg sind, mutmaßen ausländische Geheimdienste schon lange. Mögliche Aufgaben der Delfine: feindliche Taucher abzuwehren, Waffen aufspüren und Minen aufspüren. Neben Russland verfügen auch die Vereinigten Saaten über Delfin-Staffeln, um die sich viele Legenden ranken. © Imago/Konstantin Mihalchevskiy
Tauben im Staatsdienst? Was sich unglaublich anhört, war in Indien bis vor einigen Jahren Usus– zumindest im Bundesstaat Odisha. Bis zu 800 Exemplare sollten der Polizei im Katastrophenfall helfen. Sie überbrachten Nachrichten, wenn das Kommunikationsnetzt durch Überschwemmungen zusammengebrochen war. Heute braucht man sie nicht mehr. Immerhin: Ein Bruchteil der ehemaligen Mitarbeiter durfte noch bei Paraden auftreten.
Tauben im Staatsdienst? Was sich unglaublich anhört, war in Indien bis vor einigen Jahren Usus– zumindest im Bundesstaat Odisha. Bis zu 800 Exemplare sollten der Polizei im Katastrophenfall helfen. Sie überbrachten Nachrichten, wenn das Kommunikationsnetz durch Überschwemmungen zusammengebrochen war. Heute braucht man sie nicht mehr. Immerhin: Ein Bruchteil der ehemaligen Mitarbeiter durfte noch bei Paraden auftreten. © Imago
„Miss Marple“ (im Bild), „Columbo“ und „Sherlock“: Geier sollten der Polizei in Niedersachsen als Spürnasen bei der Leichensuche helfen. Im Gegensatz zu Spürhunden können sie wesentlich größere Gebiete absuchen. Auf die Idee gekommen war ein Kriminalbeamter, der in einem Tierfilm gesehen hatte, wie Geier in dichtem Wald zielsicher ihre tote Beute zwischen Bäumen und selbst unter Laub aufspüren können.
„Miss Marple“ (im Bild), „Columbo“ und „Sherlock“: Geier sollten der Polizei in Niedersachsen als Spürnasen bei der Leichensuche helfen. Im Gegensatz zu Spürhunden können sie wesentlich größere Gebiete absuchen. Auf die Idee gekommen war ein Kriminalbeamter, der in einem Tierfilm gesehen hatte, wie Geier in dichtem Wald zielsicher ihre tote Beute zwischen Bäumen und selbst unter Laub aufspüren können.  © Holger Hollemann/dpa
„Kamerad Muli kann viel tragen“, steht auf der Homepage der Bundeswehr. Tatsächlich umschreibt das relativ genau die Aufgabe der Maultiere: schleppen. Besonders in Gebirgen und unwegsamem Gelände kommt die Mischung aus Esel und Pferd zum Einsatz. Bis zu 120 Kilogramm Ausrüstung kann ein Muli tragen. Mehr dürfte kein anderer Gebirgsjäger auf Dauer schaffen.
„Kamerad Muli kann viel tragen“, steht auf der Homepage der Bundeswehr. Tatsächlich umschreibt das relativ genau die Aufgabe der Maultiere: schleppen. Besonders in Gebirgen und unwegsamem Gelände kommt die Mischung aus Esel und Pferd zum Einsatz. Bis zu 120 Kilogramm Ausrüstung kann ein Muli tragen. Mehr dürfte kein anderer Gebirgsjäger auf Dauer schaffen.  © Thomas Imo/photothek.net
In Tansania schnüffelt eine afrikanische Riesenbeutelratte nach Landminen. Besonders in Afrika sind die Sprengstofffallen eine riesige Gefahr für Leib und Leben. Um sie aufzuspüren werden auch Spürratten eingesetzt. Sie können Minen viel schneller aufspüren als Metalldetektoren. Laut der belgische Hilfsorganisation Apopo sind weltweit knapp 100 Exemplare im Einsatz.
In Tansania schnüffelt eine afrikanische Riesenbeutelratte nach Landminen. In dem afrikanischen Land sind bedeuten die Sprengstofffallen eine unkalkulierbare Gefahr für Leib und Leben. Um sie aufzuspüren, werden auch Spürratten eingesetzt. Sie können Minen viel schneller identifizieren als Metalldetektoren. Laut der belgische Hilfsorganisation Apopo sind weltweit knapp 100 Exemplare im Einsatz. © Carld de Souza/afp
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Zirkuselefant Lizzie war während des Ersten Weltkriegs ein vertrauter, aber doch gewöhnungsbedürftiger Anblick auf den gepflasterten Straßen von Sheffield. Dort wurde er von einer Munitionsfirma zum Ziehen schwerer Lasten eingesetzt. Wesentlich bekannter dürfte im Zusammenhang mit Krieg und Elefanten aber eine andere Geschichte sein. Dass es dem karthagischen Feldherrn Hannibal gelang, im zweiten Punischen Krieg 37 Elefanten lebend über die Alpen nach Italien zu bringen, gilt als logistische Meisterleistung. © Gemini/Imago
Pferde können einschüchternd sein – und genau deswegen werden sie eingesetzt. Besonders bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder Demonstrationen verhelfen sie den Polizisten außerdem zu einem besseren Überblick und kommen überall dorthin, wo Motorräder stehen bleiben müsse. Übrigens: Vor ihrem Einsatz müssen Pferde eine Prüfung bestehen.
Pferde können einschüchternd sein – unter anderem deswegen werden sie eingesetzt. Besonders bei Großveranstaltungen wie Fußballspielen oder Demonstrationen verhelfen sie den Polizisten außerdem zu einem besseren Überblick und kommen überall dorthin, wo Motorräder stoppen müssten. Übrigens: Vor ihrem Einsatz müssen Pferde eine Prüfung bestehen.  © dpa
Päuschen nach getaner Arbeit: Die Katzen Mogli und Momo liegen bei den Stallungen der Polizei-Reiterstaffel im Gras. Sie fangen hauptberuflich Mäuse. Nach Ansicht des Bayerische Oberste Rechnungshofs sind sie unentbehrliche „Mitarbeiter“ der Dienststelle, weil durch ihre Jagd verhindert wird, dass das Fressen der Polizeipferde durch Mäusekot verunreinigt wird.
Päuschen nach getaner Arbeit: Die Katzen Mogli und Momo liegen bei den Stallungen einer Polizei-Reiterstaffel im Gras. Sie fangen hauptberuflich Mäuse. Nach Ansicht des Bayerische Oberste Rechnungshofs sind sie unentbehrliche „Mitarbeiter“ der Dienststelle, weil durch ihre Jagd verhindert wird, dass das Fressen der Polizeipferde durch Mäusekot verunreinigt wird. © dpa
Hunde: Sie spüren Drogen, Leichen, Waffen und auch Sprengstoff auf – wie auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2023.
Hunde spüren Drogen, Leichen, Waffen und auch Sprengstoff auf, wie hier im Bild auf der Münchner Sicherheitskonferenz 2023. Laut der Zentralen Diensthundführereinheit der Polizei Berlin dauert die Grundausbildung eines Hundes zum Diensthund etwa zehn Wochen – je nach Alter und „Vorerfahrung“. © Sven Hoppe/dpa
Die „Vespertiliophobie“ bezeichnet eine krankhafte Angst vor Fledermäusen. Im zweiten Weltkrieg müsste sie wesentlich ausgeprägter sein. Die USA experimentierten damals mit sogenannten „bat bombs“: Fledermäuse sollten mit Sprengstoff behängt und in den Städten des Feinds gezündet werden.
Die „Vespertiliophobie“ bezeichnet eine krankhafte Angst vor Fledermäusen. Im Zweiten Weltkrieg hätte eigentlich jeder daran leiden müssen. Denn die USA experimentierten damals mit sogenannten „bat bombs“: Fledermäuse sollten mit Sprengstoff behängt und einem Zeitzünder ausgestattet werden. Wenn sie sich dann in entsprechenden Zielen eingenistet haben, sollte die Zündung erfolgen. Wirklich eingesetzt wurden sie allerdings nie. © Friedhelm Adam/Imago

Fazit: Delfine haben „hochkomplexe kognitive Fähigkeiten“

Indem sich die intelligenten Meeressäugetiere sensibel für menschliche Aufmerksamkeitsmerkmale, auch die der Augen, zeigten und auf sie reagierten, sei von einer hoch entwickelten und flexiblen sozialen Intelligenz von Delfinen auszugehen, so die Verfasser der Studie. Es sei außerdem zunehmend belegbar, „dass Delfine über hochkomplexe kognitive Fähigkeiten verfügen, insbesondere im sozialen Bereich.“ Über die Sichtung eines seltenen pinken Delfins lesen Sie in diesem Beitrag.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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