Verstopfung, Durchfall, Blähungen

Darmbeschwerden lindern: Kartoffeln, Spinat, Haferflocken helfen gegen Durchfall und Verstopfung

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Der Darm reagiert auf Stress, Krankheiten und Medikamente in vielen Fällen gereizt. Bestimmte Nährstoffe können Durchfall und Verstopfung vorbeugen.

Unser Magen-Darm-Trakt muss jeden Tag aufs Neue ziemlich viel aushalten: Da ist es nicht nur die Nahrung, die er verdaut, auch Erkrankungen, Medikamente wie Antibiotika und nicht zuletzt Stress können uns ganz schön auf den Magen „schlagen“. So reagieren viele Menschen darauf mit Verdauungsproblemen. Die Folge können dann Reizdarm mit Verstopfung, Durchfall, Blähungen sowie Krämpfe und Magenschmerzen sein. Mit entsprechenden Nährstoffen können Sie die Symptome lindern oder sogar vermeiden.

Darmflora aufbauen: Kartoffeln, Spinat, Haferflocken gegen Durchfall und Verstopfung

Lebensmittel, die reich an Omega-3-Fettsäuren sind – beispielsweise Spinat, Leinöl und Walnüsse – fördern eine gesunde Darmflora und damit das Wohlbefinden. (Symbolbild)

Neben dem größten menschlichen Organ, der Haut, ist es auch der im Durchschnitt acht Meter lange Darm, der uns Auswirkungen von Stress und psychosomatischen Erkrankungen sowie anderen Krankheiten zeigen kann. Ist unsere Körpermitte nicht im Gleichgewicht, dann fühlen wir uns im wahrsten Sinne unwohl. Eine gesunde Darmflora ist mit ihren unzähligen Darmbakterien nicht nur wichtig für die Verdauung, auch das Immunsystem funktioniert besser, wenn das Mikrobiom (Gesamtheit an Mikroorganismen im Darm und auf der Haut) intakt ist.

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Entzündung im Körper vorbeugen: Welche elf Lebensmittel Sie eher vermeiden sollten

Zucker
Ein hoher Zuckerkonsum kann Entzündungsprozesse im Körper fördern. Laut der „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ steigt dadurch das Risiko für Rheuma, Diabetes Typ 2 und nicht zuletzt Adipositas. © matka/Imago
Schokolade
Viele Süßigkeiten enthalten neben Fett auch reichlich Zucker, was bei regelmäßigem Genuss nicht nur zu Übergewicht und Adipositas führt, auch chronische Entzündungen im Körper begünstigen kann. Insbesondere weiße Schokolade verfügt über einen großen Fettanteil, da sie im Gegensatz zu kakaohaltiger, dunkler Schokolade Kakaobutter enthält. © Markus Mainka/Imago
Salzstreuer und Pfefferstreuer
In Deutschland nehmen Menschen im Durchschnitt zehn Gramm Kochsalz (Natriumchlorid) über die Ernährung zu sich. Die „Deutsche Gesellschaft für Ernährung“ empfiehlt, nicht mehr als sechs Gramm Kochsalz zu verzehren, die „Weltgesundheitsorganisation (WHO)“ sogar nur fünf Gramm Salz pro Tag. Ein zu hohes Maß an Kochsalz hat Einfluss auf die Zusammensetzung des Darm-Mikrobioms. Salz reduziert die Zahl der Laktobazillen im Darm deutlich, zugleich steigt die Zahl der sogenannten Th17-Helferzellen im Blut an. Diese Immunzellen stehen im Verdacht, den Blutdruck zu erhöhen sowie Entzündungen und Autoimmunerkrankungen zu fördern. © jirkaejc/Imago
Wurst-Aufschnitt
In verarbeiteten Lebensmitteln wie Wurst-Aufschnitt und Fleisch sind häufig ebenfalls nicht zu vernachlässigende Mengen an Zucker und Salz enthalten, was wiederum einen entzündungsfördernden Effekt im Körper zur Folge haben kann. © ernstboese/Imago
Croissants
Industriell hergestellte Backwaren wie Croissants sind nicht selten reich an Transfetten, die bei regelmäßigem Verzehr Arterienverkalkung mitverursachen und in der Folge Schlaganfall und Herzinfarkt auslösen können. Transfette stehen im Verdacht, Entzündungen im Körper begünstigen zu können. © hojo/Imago
Sonnenblumenöl
Transfette sind ungesättigte Fettsäuren, die entstehen können, sobald ursprünglich flüssiges Pflanzenöl wie Sonnenblumenöl industriell gehärtet wird. Auch Öl, das sehr stark sowie mehrmals erhitzt wird, beispielsweise in der Fritteuse, kann Transfette entwickeln. © Lana_Malamatid/Imago
Pommes frites
Eine kleine Portion Pommes Frites enthält bereits circa 1 Gramm Transfette. Durchschnittlich sollte man täglich nicht mehr als 2,6 Gramm der Transfette zu sich nehmen. Je weniger Transfette jemand über die Ernährung zu sich nimmt, desto geringer ist das Risiko für daraus resultierende Entzündungen im Körper. © foodandmore/Imago
Margarine
Es gibt Margarine-Sorten, die ebenfalls schädliche Transfette enthalten. Diese sind in der Zutatenliste auf der Verpackung als „gehärtete Fette“ oder „teilweise gehärtete Fette“ aufgeführt. © stadtratte/Imago
Kekse
Transfette sind auch in einer Reihe von industriell verarbeiteten Süßigkeiten wie Keksen enthalten. Beim regelmäßigen Verzehr dieser Fette nimmt das schädliche LDL-Cholesterin stark zu, es kommt zu Gefäßablagerungen und das Risiko für Bluthochdruck, Herzinfarkt und Schlaganfall steigt. Der in der Regel hohe Zuckeranteil fördert zusätzlich die Entstehung von Entzündungen im Körper. © rotoGraphics/Imago
Käse und Milchprodukte
Neben Eiern und rotem Fleisch enthalten Käse und Milchprodukte zu einem gewissen Anteil die sogenannte Arachidonsäure, welche Entzündungen im Körper fördern soll. Die Arachidonsäure gehört zur Gruppe der Omega-6-Fettsäuren und ist vorwiegend in tierischen Lebensmitteln enthalten. © Zoonar.com/monticello/Imago
Bierflaschen
Alkohol fördert nicht nur Entzündungen in der Leber und Bauchspeicheldrüse. Bei regelmäßigem Alkoholgenuss kann eine konstant höhere Menge an Magensäure zu Entzündungen im Magen-Darm-Bereich sowie der Speiseröhre führen. © Ute Grabowsky/photothek.net/Imago

Bestimmte Nahrungsmittel können sich positiv auf die Darmflora auswirken – bei akuten wie auch chronischen Beschwerden. Nehmen Sie folgende fünf Lebensmittel regelmäßig auf Ihren Speiseplan, um Ihrer Darmflora etwas Gutes zu tun.

1. Sauerkraut stärkt die Darmflora und kurbelt die Verdauung an

Allseits bekannt ist mittlerweile, dass probiotische Lebensmittel dem Darm guttun, indem sich die enthaltenen Mikroorganismen im Darm ansiedeln und positiv auf die Darmflora auswirken. In der Hinsicht wirkt Sauerkraut fast wie ein probiotisches Wunder – am besten roh oder als Saft. Mit etwas Honig verfeinert, kann Sauerkraut wie Apfelessig dem Darm helfen und die Verdauung ankurbeln.

2. Haferflocken helfen gegen Verstopfung

Neben den Probiotika gibt es noch die präbiotischen Lebensmittel oder unverdaulichen Bestandteile von Nahrungsmitteln (Ballaststoffe), die eine gesunde Entwicklung der Darmbakterien fördern. Haferflocken beispielsweise zählen dazu. In Untersuchungen zeigte sich, dass sich bei 60 Gramm Haferschleim pro Tag – auch als Diät möglich – die Anzahl der guten Darmbakterien erhöhen.

3. Chicorée fördert einen gesunden Darm und guten Stoffwechsel

Chicorée ist nicht nur das ideale Lebensmittel gegen Frühjahrsmüdigkeit und Erschöpfung. Es ist mit seinem löslichen Ballaststoff Inulin auch verdauungsfördernder Balsam im Magen-Darm-Trakt und wirkt sich positiv auf eine gesunde Darmflora aus.

4. Kartoffeln stärken den Darm und die Verdauung

Kartoffeln können schön sattmachen – und warum? Lässt man die beliebte Knolle nach dem Kochen etwas abkühlen, hat dies Auswirkungen auf ihren Stärkegehalt. Es entsteht resistente Stärke, die zu den Ballaststoffen gehört und somit positive Effekte auf die Darmflora hat. Die resistente Stärke der Kartoffel zersetzt sich nicht mehr im Verdauungstrakt und sättigt dadurch langanhaltend.

5. Spinat ist gut für den Darm und senkt das Risiko von Darmkrebs

Grünes Gemüse ist besonders gesund! Neben Brokkoli zählt auch Spinat dazu. Letzteres ist nicht nur reich an Vitamin C, auch die enthaltenen Omega-3-Fettsäuren fördern eine gesunde Darmflora. Eine Portion blanchierter Spinat enthält 362 Milligramm der gesunden Fette. Oder wie wäre es mit einem leckeren Spinat-Fenchel-Shake? Der regelmäßige Verzehr von Spinat soll sogar das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, um die Hälfte reduzieren, laut Studie.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Uwe Umstätter/Imago

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