Gebärmutterhalskrebs erkennen: Hinweis sind auch Schmerzen im unteren Rückenbereich
VonNatalie Hull-Deichsel
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Gebärmutterhalskrebs zählt zu den drei häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen unter 45 Jahren und wird in den meisten Fällen durch HP-Viren verursacht. Die Erkrankung kann lange Zeit unbemerkt bleiben.
Im Schnitt erkranken Frauen mit 53 Jahren an Gebärmutterhalskrebs. Die Erkrankung entwickelt sich in den meisten Fällen über viele Jahre hinweg, ohne deutliche Beschwerden zu verursachen. In frühen Krankheitsstadien ist Gebärmutterhalskrebs sehr gut heilbar. Mit zunehmender Ausbreitung des Tumors sinken die Heilungschancen. Jährliche Vorsorge-Untersuchungen können von Frauen zwischen 20 und 34 Jahren beim Gynäkologen anhand eines sogenannten PapAbstrichs (Humane Papillom-Viren-Test oder HPV-Test), der Zellveränderungen abbildet, in Anspruch genommen werden. Für Frauen ab 35 wird der PapAbstrich alle drei Jahre empfohlen, wie der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums informiert.
Frauen sollten auch stets auf mögliche Veränderungen und Anzeichen ihres Körpers achten, da beispielsweise auch anhaltende Rückenschmerzen ein Indiz für eine Krebserkrankung des Gebärmutterhalses sein können.
Gebärmutterhalskrebs: Unspezifische Symptome wie Rückenschmerzen können ein Warnzeichen sein
Anhaltende Rückenschmerzen, für die keine organische Ursache gefunden werden kann, sollten dringend beim Gynäkologen angesprochen werden, wie die „Deutsche Krebsgesellschaft“ warnt, da es sich dabei auch um ein Symptom einer Gebärmutterhalserkrankung handeln kann.
In frühen Stadien des langsam wachsenden Tumors zeigen sich meist keine Symptome, ähnlich zur Darmkrebserkrankung, und auch die Gebärmutterhalskrebs-Vorstufen bleiben lange Zeit unbemerkt, wie es bei Netdoktor heißt. Erst wenn das Krebsgeschwür bereits in die tieferen Gewebeschichten eingedrungen ist oder sich Metastasen gebildet haben, kann es zu folgenden Beschwerden kommen, wie:
Scheidenausfluss, der mitunter auch blutig ist und auffällig riechen kann
Leichten Blutungen nach dem Geschlechtsverkehr
Blutungen nach dem Sport und körperlichen Belastungen wie Radfahren oder Reiten
Frauen, die älter als 35 sind, entwickeln auch häufig starke Regelblutungen, Zwischen- oder Schmierblutungen. Blutungen nach den Wechseljahren können ebenfalls als Symptom auf eine Gebärmutterhalserkrankung hindeuten. Anhaltende Rückenschmerzen im unteren Lendenbereich, die bis in das Becken ausstrahlen, sollten unbedingt abgeklärt und auch beim Gynäkologen-Besuch erwähnt werden, da diese ein mögliches Anzeichen für einen Metastasen-Befall des Beckens und der Wirbelsäule durch einen Gebärmutterhalskrebs sein könnten.
Besser einmal mehr den Arzt aufsuchen
Die genannten Symptome und Beschwerden können Anzeichen für eine Gebärmutterhalskrebserkrankung sein oder letztlich auch andere Ursachen haben. Ein Besuch beim Arzt ist in jedem Fall anzuraten.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.