Darmbeschwerden

Vorsicht bei Verstopfung: Warnzeichen für eine erst nach Jahren auftretende Parkinson-Erkrankung

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Durchfall und Verstopfung sind für Betroffene häufig sehr unangenehm. Halten die Magen-Darm-Beschwerden an, kann eine ernste Erkrankung wie Parkinson dahinter stecken.

Gerade waren Sie noch schön zusammen mit den Kollegen in der Mittagspause essen und schon rumpelt es kräftig im Darm? Zwar betrifft es etliche, und doch sind Verdauungsprobleme mit all den typischen Symptomen für viele Menschen ein peinliches Thema. Es mag wohl niemanden geben, der nicht jemals schon von Blähungen oder Verstopfung betroffen war. In den meisten Fällen klingen die Symptome ab und der Darm erholt sich von alleine. Doch Vorsicht: Halten die Beschwerden länger als zehn Tage an, verbunden mit Fieber, Übelkeit sowie Erbrechen, sollte sofort ein Arzt aufgesucht werden. Im schlimmsten Fall kann ein Darmverschluss oder gar eine neurologische Erkrankung dahinter stecken.

Verstopfung: Warnzeichen für eine erst nach Jahren auftretende Parkinson-Erkrankung

Chronische Verstopfung kann auch eine frühes Symptom auf eine neurologische Erkrankung wie Parkinson sein. (Symbolbild)

Geht es dem Darm gut, geht es einem selbst auch gut – ein gesunder Darm und eine geregelte Verdauung sind der Schlüssel für unser Wohlbefinden. Läuft es im Magen oder Darm nicht so rund, wie es sollte – aufgrund von schwerverdaulichen Lebensmitteln, Unverträglichkeiten, Allergien oder chronischen Erkrankungen – kann dies sehr unangenehm für den einzelnen Betroffenen sein und den Toilettengang mitunter zur Qual werden lassen. Neben Verstopfung sind auch Bauchkrämpfe, Durchfall und Blähungen keine Seltenheit – insbesondere bei Bauchkrämpfen und Durchfall gilt: wenn die Symptome sehr einschränkend sowie schmerzhaft sind und es nach ein paar Tagen nicht besser wird, besser einen Arzt aufsuchen. Blähungen sind in vielen Fällen kein Grund zur Sorge, denn 15 Pupse pro Tag sind völlig normal und gesund.

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Eine anhaltende Verstopfung (Obstipation) hingegen könnte auch ein Hinweis für eine ernste Erkrankung wie Parkinson sein. Wie Mediziner mittlerweile wissen, gilt neben der Parosmie mit Geruchs- und Geschmacksstörungen auch die Obstipation als frühes Symptom einer angehenden Parkinson-Erkrankung. Die neurologische Krankheit wird in erster Linie mit motorischen Einschränkungen wie schweres Zittern und Gangstörungen in Verbindung gebracht. Dabei gehen den motorischen Symptomen meist schon erste Warnzeichen viele Jahre zuvor voraus.

Joghurt, Haferflocken, Brokkoli, Blumenkohl: Welche zehn Hausmittel gegen Verstopfung helfen

Schale mit Haferflocken
Tun Sie Ihrem Darm gerne schon zum Frühstück etwas Gutes und beugen Verstopfung vor: Ideal ist hier eine Portion Haferflocken, da die darin enthaltenen Ballaststoffe die Verdauung anregen. Mittlerweile allseits beliebt als Haferschleim, sogenanntes Porridge, nur mit Wasser oder gemischt mit Wasser und Milch (Verhältnis 2:1) zubereitet, da Milch in zu großen Mengen wiederum Blähungen und Verstopfung hervorrufen kann. Was vielen auch schmeckt, sind Haferflocken mit... (Symbolbild) © Anna Bogush/Imago
Naturjoghurt mit Beeren und etwas Müsli in einem Glas.
...Naturjoghurt! Dieser ist ideal, um den Stoffwechsel anzuregen und wirkt wahre Wunder, wenn es um Verstopfungen geht. Gleichzeitig hilft natürlicher Joghurt mit seinen probiotischen Milchsäurebakterien, die Darmflora aufzubauen. Gerne auch mit frischen Blaubeeren kombinieren, diese helfen zusätzlich gegen Verstopfung und wirken leicht abführend. (Symbolbild) © Petra Schneider-Schmelzer/Imago
Ein Glas Apfelsaft ist gut für die Verdauung und hilft gegen Verstopfung.
Für eine gute Verdauung ist es immer wichtig, viel zu trinken, ca. zwei Liter pro Tag, allem voran Wasser. Um Verdauungsproblemen und Verstopfung vorzubeugen, kann ein leckerer Apfeldirektsaft den Darm ankurbeln – warum nicht gleich am Morgen mit einem Glas in den Tag starten! Im besten Fall erst nach vier bis fünf Schlucken warmem Wasser, das nach dem Aufstehen und auf leeren Magen getrunken wird, so wird der Stoffwechsel angekurbelt. (Symbolbild) © Andreas Berheide/Imago
Schüssel mit Löffel Leinsamen
Was nicht nur zusätzlich zum morgendlichen Haferflocken-Porridge schmeckt, sondern auch wunderbar gegen Verstopfung hilft, sind Leinsamen. Ca. zwei Esslöffel in den Haferschleim hinzugegeben, unterstützt es den Darm und die Verdauung und hält sogar noch lange satt! (Symbolbild) © LMykola/Imago
Brokkoli-Erbsen-Salat in einer Schüssel
Zeit für Mittagessen! Wie wäre es mal mit einem gedünsteten Brokkoli-Erbsen-Salat? Beides ist reich an Ballaststoffen und bringt die Verdauung auf Trab. Zudem ist grünes Gemüse reich an Antioxidantien, wodurch sogenannter oxidativer Stress im Körper reduziert wird. Guten Appetit mit viel Entspannung inklusive! (Symbolbild) © CSP_fanfo/Imago
Kirschen in der Schale
Als erfrischender Nachtisch zu Mittag kommen dann noch Kirschen auf den Tisch. Sie schmecken nicht nur lecker, sondern beugen auch Verstopfung vor, indem sie mit ihrem hohen Ballaststoffanteil die Verdauung anregen. Gleichzeitig haben Kirschen einen höheren Kaliumgehalt und wirken somit leicht entwässernd. Gerade an heißen Tagen eine echte Erleichterung, da es somit Beinschwellungen entgegenwirkt. (Symbolbild) © Martin Wagner/Imago
Eine Schale mit Pflaumen
Kleiner Zwischensnack gefällig? Dann dürfen es ruhig frische oder getrocknete Pflaumen sowie Pflaumensaft sein. Dieses Steinobst ist bekannt für seine abführende Wirkung. Frische Pflaumen wirken gleichzeitig noch harntreibend. (Symbolbild) © CHENG ZHI PENG/Imago
Flohsamen in der Schüssel
Ein Teelöffel Flohsamen zum Saft hinzugegeben oder mit Wasser vermischt, wird der Stoffwechsel zusätzlich in Schwung gebracht. Verstopfungen lösen sich, dem Darm geht es besser. (Symbolbild) © Birgit Reitz-Hofmann/Imago
Sauerkraut im Top
Für den Hunger zwischendurch bietet sich eine kleine Portion Sauerkraut, pur mit Kümmel oder in Form von Saft an. Es gibt Energie und hilft auch gegen Verstopfung und Verdauungsbeschwerden. (Symbolbild) © Dar1930/Imago
Blumenkohlsuppe
Zum Abendessen gibt es nun eine köstliche und leichte Blumenkohlsuppe, in Gemüsebrühe. Mit Stoffwechsel-anregender Paprika verfeinert, haben Verdauungsprobleme und Verstopfung keine Chance. (Symbolbild) © GoooDween123/Imago

In Deutschland leben schätzungsweise 280.000 Menschen mit Parkinson, was auch durch Prominente wie Liedermacher Fredl Fesl sowie Kabarettist und Schauspieler Ottfried Fischer ins öffentliche Licht gerückt wird.

Verstopfung und Parkinson: Weniger als dreimal Stuhlgang pro Woche

Es ist bekannt, dass bis zu 80 Prozent der Patienten mit Parkinson an einer chronischen Verstopfung leiden – drei von vier Patienten leiden an einer Obstipation mit weniger als drei Stuhlgängen pro Woche, wie es aus dem Journal für Neurologie, Neurochirurgie und Psychiatrie hervorgeht.

Meist entwickelt sich die Verstopfung schon lange Zeit vor dem charakteristischen Zittern und verstärkt sich im Verlauf der Erkrankung. Mangelnde körperliche Bewegung, fehlende Flüssigkeit durch zu wenig Trinken oder ballaststoffarme Nahrung können die Beschwerden noch verstärken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Iordache Magdalena/Imago

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