VonLucas Maierschließen
Im Sommer ist die Gefahr eines Sonnenbrandes bekanntlich am höchsten. Doch wie schützt man sich richtig? Eine Formel hilft bei der Auswahl des Schutzes.
Kassel – Ein erfrischender Sprung in den kalten Badesee, ein Sonnenbad am Strand oder ein ausgiebiger Spaziergang durch die Stadt: Sobald man sich im Sommer draußen bewegt, riskiert man schnell einen Sonnenbrand. Mit der richtigen Kleidung oder Sonnencreme kann man sich gegen die unangenehmen Verbrennungen wappnen.
Und davon sollte auch Gebrauch gemacht werden, denn Sonnenbrand kann zu Hautkrebs führen. Sonnencreme schützt jedoch nicht nur vor der Krebs-Gefahr, sondern soll auch vor frühzeitiger Hautalterung bewahren, wie Expertinnen und Experten vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) aufklären. Doch worauf muss geachtet werden und welcher ist der richtige Lichtschutzfaktor?
Sommer, Sonne, Krebsrisiko: So finden sie den passenden Schutzfaktor
Bei der Wahl des richtigen Sonnenschutzmittels kommt es auf den individuellen Hauttyp an. Der Lichtschutzfaktor (LSF) der Sonnencreme gibt an, wie stark der Schutz vor UV-B-Strahlen ist. Wer also im Sommer auf Nummer Sicher gehen will, sollte sich an folgende Formel halten:
- Formel zur Auswahl der Sonnencreme
- LSF x Selbstschutzfaktor = Zeit in der Schutz vor Sonnenbrand besteht.
- LSF: Lichtschutzfaktor, ist auf der Sonnencreme angegeben (meist ein Wert zwischen 20 und 50+).
- Selbstschutzfaktor: Gibt an, wie lange ein Mensch ohne Sonnenschutz, vor Sonnenbrand geschützt ist (ohne Creme). Hängt vom jeweiligen Hauttyp und dem UV-Index ab.
- Zeit: So lange besteht theoretisch ein Schutz vor Sonnenbrand. Dieser Wert sollte jedoch nur zu 60 Prozent ausgereizt werden. Durch erneutes Eincremen wird der Schutz wieder hergestellt.
- Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz
Von der theoretischen Zeit sollten jedoch nur maximal 60 Prozent ausgenutzt werden, wie das BfS rät. Der Hauttyp und somit die Selbstschutzfaktor kann von einem Hautarzt genau festgestellt werden. Hier ein paar grobe Richtlinien, um den persönlichen Selbstschutzfaktor zu ermitteln:
- Bei Kindern beträgt der Wert 5 Minuten.
- Bei Jugendlichen und Erwachsenen hängt die EZ vom Hauttyp ab:
- Besonders Hellhäutige haben höchstens 10 Minuten Eigenschutz.
- Sonnenempfindliche haben etwa 10 bis 20 Minuten Eigenschutz.
- Normal Bräunende haben maximal eine halbe Stunde Eigenschutz.
- Bei südländisch-dunkler Haut ist die Spanne länger - und liegt bei maximal 90 Minuten.
Sommer ohne Sonnenbrand: Der UV-Index sollte beachtet werden
Um auf Nummer sicher zu gehen, sollte immer ein Blick auf den UV-Index geworfen werden. Dieser gibt an, wie hoch die Strahlenbelastung durch die Sonne ist. Der UV-Index wird vom BfS in 11+ verschiedene Stufen unterteilt, diese sehen wie folgt aus:
| UV-Index | Belastung | Empfohlene Maßnahmen |
|---|---|---|
| 1 und 2 | niedrig | keine |
| 3 bis 5 | mittel | Sonnencreme nutzen, Kopfbedeckung, Sonnenbrille tragen und Mittags am besten Schatten aufsuchen |
| 6 und 7 | hoch | Sonnencreme nutzen, Kopfbedeckung, Sonnenbrille tragen und Mittags am besten Schatten aufsuchen |
| 8 bis 10 | sehr hoch | Mittags möglichst nicht nach Draußen gehen. Wenn möglich, im Schatten aufhalten (Maßnahmen wie unter 6 und 7 sind zwingend notwendig) |
| 11 und mehr | extrem | Mittags möglichst nicht nach Draußen gehen. Wenn möglich, im Schatten aufhalten. (Maßnahmen wie unter 6 und 7 sind zwingend notwendig) |
| Quelle: BfS |
Wie hoch die aktuelle Belastung ist, wird ebenfalls vom BfS bekannt gegeben. Auf der Website des BfS findet sich eine Drei-Tage-Vorschau für Deutschland. Gerade körperliche Betätigungen und Sport können in der Hitze schnell zur Gefahr werden, hier sollte in jedem Fall auf den Index geachtet werden. (Lucas Maier)
Rubriklistenbild: © Jussi Nukari/dpa

