VonKilian Bäumlschließen
Wer ein Konto bei der ING hat, sollte wachsam sein. Die Verbraucherzentrale warnt aktuell vor bestimmten Nachrichten, die Kundinnen und Kunden erhalten könnten.
München – Betrüger lassen sich immer neue Maschen einfallen, um ihr Opfer in die Falle zu locken. Vor allem auf die persönlichen Daten haben es die Betrüger oft abgesehen. Damit versuchen sie, die Konten ihrer Opfer zu leeren. Ein unbedachter Klick kann schnell teuer werden, deshalb wird vor den Betrugs-Maschen immer wieder gewarnt. Aktuell sollten vor allem Kunden der ING vorsichtig sein, denn seit Beginn der Woche erhalten vor allem Kunden dieser Bank verdächtige Mails, wie die Verbraucherzentrale berichtet.
Dringende Warnung an Kunden der ING: Betrüger versenden Phishing-Mails
Mit Phishing-Mails versuchen die Betrüger ihre Opfer in der Regel auf unechte Websites zu locken. Mittel der Wahl sind häufig Betrüger-Mails, wie vor kurzem bei der Sparkasse. Betrüger geben sich für ihre Maschen oft als Bank aus und fordern die potenziellen Opfer zu Handlungen auf, klassische Maschen sind zum Beispiel die Bestätigung der eigenen Identität. Es kommt gelegentlich aber auch zu ungewöhnlichen Betrugsmaschen, so erhielten Kunden der Commerzbank vor kurzem die Benachrichtungung, dass sie Geld zurückerhalten sollten.
Aktuell sind jedoch die Kunden der ING von der Masche betroffen. Die Kriminellen informieren die Bankkunden über „ungewöhnliche Aktivitäten“ auf ihrem Konto. „Um Ihr Konto zu schützen und die Sicherheit Ihrer Gelder zu gewährleisten, bitten wir Sie, sich umgehend in Ihr Konto einzuloggen, um Ihre letzten Transaktionen zu überprüfen,“ heißt es in der Mail. Darunter ist ein Link eingebaut, der zum vermeintlichen Login führen soll.
Besonders perfide: Die Betrüger schreiben sogar, sie würden „alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass Ihr Konto geschützt bleibt.“ Das ist jedoch nicht der Fall – ganz im Gegenteil. Vor kurzem gingen Betrüger sogar so weit, dass sie Phishing-Mails für angebliche Regierungs-Förderprogramme versendeten.
Phishing-Mails erkennen: Was die ING ihren Kunden rät, um sich vor Betrügern zu schützen
Phishing-Mails sind potenziell gefährlich, lassen sich aber anhand einiger Merkmale in der Regel erkennen. Auf ihrer Website empfiehlt die ING selbst, folgende Dinge zu beachten, um sich vor Betrügern zu schützen:
- Betreff suchen: Häufig wurden Phishing-Mails bereits gemeldet. Sollte das der Fall sein, findet man über eine Suche im Internet schnell die entsprechenden Informationen.
- „Mouse-over-Effekt“ nutzen: Wird mit der Maus über den eingefügten Link gefahren, erkennt man, ob der Link wirklich zur Website der Bank führt.
- Nachfragen: Über offizielle Wege wie die Website oder per Telefon direkt bei der Bank nachfragen. Die Mitarbeiter wissen sicher, ob eine Mail von der Bank versendet wurde oder nicht.
Phishing-Mails an ING-Kunden: Ein falscher Klick kann teuer werden – keine Links öffnen
Weiter informiert die ING auch, dass von der Bank in der Regel nie ein Link zum Login in einer E-Mail versendet wird. Laut der Verbraucherzentrale kann auch eine unpersönliche Anrede ein Anzeichen für eine Betrüger-Mail sein. Zudem versuchen die Betrüger ihre Opfer häufig mit einer angeblichen Gebühr oder einem Zeitlimit unter Druck zu setzen.
Wer eine verdächtige E-Mail erhält, sollte auf keinen Fall einen Link öffnen oder antworten. Stattdessen sollte die entsprechende E-Mail am besten in den Spam-Ordner verschoben oder gelöscht werden. Nicht nur per Mail, sondern auch übers Telefon kontaktieren Betrüger potenzielle Opfer und klingen dabei oft täuschend echt. (kiba)
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