Von Simon Mones
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Weil die Nachfrage nach den Elektroautos zu gering ist, baut VW in Zwickau Stellen ab. Betroffen sind Hunderte Mitarbeiter mit befristeten Verträgen.
Wie die allermeisten Hersteller setzte Volkswagen voll auf das Elektroauto . Sukzessive wird die Modellpallette umgestellt. In Zwickau baut man bereits seit Januar 2022 nur noch Elektroautos. Dort laufen die VW-Modelle ID.3, ID.4 und ID.5, sowie der Audi Q4 e-tron und Cupra Born vom Band. Doch die Nachfrage fällt geringer aus als gedacht und das hat Folgen für die Mitarbeiter des Standorts. Zahlreiche von ihnen müssen sich demnächst eine neue Stelle suchen.
Denn Volkswagen wird einen Stellenabbau im Werk Zwickau umsetzten. Über entsprechende Pläne berichtete die Automobilwoche bereits am Mittwoch (13. September). Die Mitarbeiter wurden am Donnerstagmorgen während einer Betriebsversammlung über die Pläne informiert.
VW entlässt Mitarbeiter in Zwickau: Fast 270 Verträge laufen aus „In den vergangenen Jahren haben wir 1,2 Milliarden Euro in den Standort Zwickau investiert und sind personell stark gewachsen. Wir haben mehr als 3.000 Mitarbeitende neu eingestellt, die meisten davon zunächst befristet. Wir haben die Zusage gegeben, 540 dieser befristet Beschäftigten dauerhaft zu übernehmen“, erklärte ein VW-Sprecher im Anschluss in einem Statement.
Weil zu wenig Elektroautos geordert werden, setzt VW in Zwickau rund 270 Mitarbeiter vor die Tür.
© Hendrik Schmidt/dpa
Die aktuelle Marktsituation lasse es aber nicht zu 269 dieser befristeten Verträge zu verlängern. Diese laufen in Kürze nach 12-monatiger Laufzeit aus. Auch im Schichtbetrieb kommt es voraussichtlich zu Anpassungen. Eine ähnliche Maßnahme hatte VW in Emden bereits ergriffen . „Die konkrete Fahrweise stimmen wir eng mit der Arbeitnehmervertretung in den nächsten Tagen ab“, betonte der VW-Sprecher. Zudem wurde für das Werk in Wolfsburg Kurzarbeit angemeldet , weil ein wichtiges Bauteil für die Verbrennerproduktion fehlt .
IAA Mobility 2023 in München: 20 spannende Elektroautos und Studien der Hersteller BYD Seal: Der größte chinesische Automobilbauer ist erst seit kurzem auf dem deutschen Markt vertreten. In München fährt man daher mit der vollen Kapelle auf. Neben den Modellen Tang, Han, Atto 3 und Dolphin gibt es auch den Seal zu bestaunen. Die von der Natur inspirierte Elektro-Limousine hat einen cW-Wert von 0,219 und soll bald in Deutschland starten. Die Reichweite liegt laut BYD bei bis zu 570 Kilometern. © Jaime Sainz de la Maza/BYD BYD Seal U: Zusätzlich präsentieren die Chinesen auf der IAA Mobility auch noch ein vollelektrisches Kompakt-SUV. Mit dem SEAL U bläst BYD zum Angriff auf VW ID. 4 und Co. Die Reichweite fällt mit bis zu 500 Kilometern etwas geringer aus als bei der Limousine Seal. © BYD Tesla Model 3: Auch der US-Elektropionier hat sich auf den Weg nach München gemacht. Neben dem Model Y zeigen die Texaner auf der IAA Mobility auch das Facelift des Model 3. Das ist 1000 Euro teurer und soll bis zu 678 Kilometer schaffen. © Tesla VW ID. GTI Concept: Vom Model 3 zeigten sich die Wolfsburger auf Twitter (neuerdings X) beeindruckt. Zeitgleich versprach man aber etwa mit zur IAA zu bringen, das „noch etwas emotionaler ist“. Dieses etwas ist ein Ausblick auf die elektrische Zukunft für den GTI. Denn das Kürzel soll künftig auch auf Elektroautos von Volkswagen prangen. Eine Serienversion des ID. GTI Concept soll bis 2027 auf den Markt kommen. © Ivo Hercik/Volkswagen Audi Q6 e-tron Audi Q6 e-tron: Über zwei Jahre mussten die Ingolstädter auf diesen Moment warten. So lange hatte man auf den Automessen dieser Welt kein neues Auto mehr gezeigt. Mit dem Prototyp des Q6 e-tron hat sich das nun geändert. Der Innenraum des Elektroautos auf PPE-Basis gibt aber schon einen Ausblick auf das Serienmodell. Auch die neue Software kommt bereits zum Einsatz. Damit Audi den Q6 e-tron präsentieren kann, muss aber Porsche warten bis man das Schwestermodell E-Macan zeigen darf. Natürlich zeigt Audi auch seine anderen Elektroautos, doch der Q6 e-tron ist das Messe-Highlight. © Audi Cupra Dark Rebel Cupra Dark Rebel: Apropos Highlight, das gibt es auch von einer anderen VW-Konzernmarke. Cupra präsentiert auf der IAA Mobility die Studie Dark Rebel. Was aussieht wie ein Auto aus einem Computerspiel, soll die Zukunftsvision der Marke verkörpern. Gut möglich also, dass der Seat-Ableger bald mit einem elektrischen Sportwagen um die Ecke kommt. © Cupra CUPRA Tavascan. Cupra Tavascan: Längst klar ist derweil, dass die Spanier ihr erstes Elektro-SUV auf den Markt bringen. Der Cupra Tavascan kommt 2024 auf den Markt. Vorgesehen sind bis zu 340 PS und eine Reichweite von bis zu 549 Kilometer. Als Konzept war der Elektro-SUV bereits auf der IAA 2019 zu sehen. Seine Weltpremiere feierte der Tavascan im Rahmen des E-Prix der Formel E in Berlin. © PanoramiC/Imago VW ID.4 VW ID4: Ebenfalls auf der IAA zu sehen sind die überarbeiteten Versionen des ID.4 und ID.5. Optisch hat sich nicht viel getan, unterm Blechkeid dafür umso mehr. Die Technik wurde auf den neusten Stand gebracht und den GTX-Modellen mehr Leistung verpasst. Vieles wurde dabei vom ID.7 übernommen, den Volkswagen ebenfalls auf der IAA zeigt. © Jan Dada/Volkswagen Ford Explorer Ford Explorer: In den USA ist der Explorer eines der beliebtesten Ford-Modelle. Vor allem aber ein riesiger SUV mit Verbrennungsmotor. Doch wie alle Hersteller setzten auch die Amerikaner vermehrt auf Elektroautos. Und somit wird der Explorer nun zum Elektroauto. Angeboten wird dieser jedoch nur in Europa. Er teilt sich die Plattform mit dem ID.4 und ID.5 von Volkswagen. Das Ford nicht davor zurückscheut, etablierte Namen für Elektroautos zu nutzen, hat man schon beim Mustang gezeigt. Den man auf der IAA auch in einer Rally-Version zeigt. Und auch den F-150 Lightning bringt Ford mit nach München. © Ford Renault Scenic E-Tech Electric Renault Scenic E-Tech Electric: Auch der Van der Franzosen kann sich dem Trend zum Elektroauto nicht entziehen. Und da sich SUVs besser verkaufen, rollt er künftig als solcher vom Band. Die Premiere des Scenic feierte Renault gleich zu Beginn der IAA Mobility. Die Batterie hat eine Kapazität von 87 kWh und soll eine WLTP-Reichweite von 620 Kilometern ermöglichen. Mit der kleineren 60-kWh-Batterie schafft der Stromer immer noch bis zu 420 Kilometer. Geplant sind zudem zwei Motorisierungen mit 170 oder 220 PS. © Renault Mercedes-Benz Concept CLA Class Mercedes Concept CLA Class: Die Stuttgarter warten in München ebenfalls mit einer spannenden Studie auf. Das Concept CLA Class soll „einen seriennahen Ausblick auf die künftige Fahrzeugfamilie für den Einstieg in die Marke Mercedes-Benz“ geben. Die Technologie übernimmt man dabei vom Vision EQXX. Im Innenraum sollen pflanzenbasierte und recycelte Alternativen für mehr Nachhaltigkeit sorgen. Optisch fällt vor allem eines auf: Das von den EQ-Modellen gewohnte Black Panel an der Front ist Geschichte. © Mercedes-Benz AG Smart #3 Smart #3: Bei dem Joint-Venture von Mercedes und Geely geht die Neuausrichtung ebenfalls weiter. Mit dem #3 bringt Smart ein weiteres rein elektrisches Modell an den Start. Das Elektro-SUV-Coupé schafft es auf eine Reichweite von über 400 Kilometern und ist 13 Zentimeter länger als der Smart #1. © Smart Opel Corsa Electric. Opel Corsa Electric: Bei den Rüsselsheimer stehen die Zeichen ebenfalls auf Elektromobilität. Das soll nicht zuletzt das neue, gestaltete Logo zeigen. Und weil neu bekanntlich immer besser ist, bekommt auch die nächste Corsa Generation einen neuen Namen. Das angehängte e hat ausgedient und wird durch ein Electric ersetzt. Der 156 PS starke Stromer soll bis zu 402 Kilometer schaffen und in 30 Minuten von 20 auf 80 Prozent geladen sein. © Opel Opel Astra Sports Tourer OpelfeiertdreiWeltpremierenaufderIAAMobility2023.jpg © Opel Mini Cooper SE Mini Cooper SE: Ab Anfang 2024 steht der kleine Stromer bei den Händlern. Auf der IAA Mobility in München ist der Mini Cooper schon jetzt zu sehen. Vorgesehen sind zwei Batteriegrößen: 40,7 (S) und 54,2 kWh (SE). Die Reichweite liegt bei 305 und 402 Kilometern. © Bernhard Filser/Mini Mni Countryman SE Mini Countryman SE: Wer etwas mehr Platz braucht, der kann zum SUV der BMW-Tochter greifen. Seinen eigenwilligen Charakter hat der Mini Countryman jedenfalls behalten. Die Reichweite liegt bei 433 (S) und 462 (SE) Kilometern. Bei den Händler steht der SUV wie sein kleiner Bruder ab 2024. © Bernhard Filser/MIni BMW i5 BMW i5: Beim zweiten Heimspiel lässt sich BMW nicht lumpen und fährt die volle Kapelle auf. So wird den Besuchern der IAA Mobility etwa der BMW i5 präsentiert. Nach 477 oder 582 Kilometern – je nach Akku – muss der elektrische 5er wieder an die Ladesäule. © Daniel Kraus/BMW BMW i7 Protection BMW i7 Protection: Zudem haben die Bayern noch ein besonderes Schmankerl mit auf die IAA Mobility gebracht: den BMW i7 Protection. Das gepanzerte Fahrzeug feiert auf die Automesse seine Premiere. Künftig könnte darin der bayrische Ministerpräsident Markus Söder Platz nehmen. © Uwe Fischer/BMW BMW Vision Neue Klasse BMW Vision Neue Klasse: Eine Automesse ohne Studie fühlt sich irgendwie falsch an. Entsprechend hat auch BMW einen mit zur IAA gebracht. Der BMW Vision Neue Klasse feiert in München Weltpremiere. Wie der Name verrät, gibt die Studie einen Ausblick auf die neue Plattform von der Münchner. Ausgestellt wird der BMW Vision Neue Klasse sowohl auf dem Messegelände als auch in der Innenstadt. © BMW MG Cyberster. MG Cyberster: Wer elektrisch und oben ohne fahren wollte, der suchte bisher meist vergeblich. Seit dem Ende des Tesla Roadster war dieses Segment eher stiefmütterlich behandelt worden. Mit dem MG Cyberster kommt die Rettung nun aus China. Ab 2024 ist das Cabrio in Deutschland verfügbar. Ganz billig wird das Vergnügen aber wohl nicht: rund 63.000 Euro soll der Roadster kosten. © MG Motor Deutschland VW entlässt Mitarbeiter in Zwickau: ID-Modelle kaum gefragt Ob auch weitere Mitarbeiter mit befristeten Verträgen betroffen sein werden, blieb offen. Wie die Automobilwoche schreibt, arbeiten in Zwickau aktuell etwa 2.5000 Angestellte, deren befristete Verträge teilweise in den nächsten Monaten auslaufen.
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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Grund für den Stellenabbau im VW-Werk Zwickau ist die geringe Nachfrage nach den Elektroautos. Insbesondere die drei ID-Modelle sind bei den Kunden derzeit weniger gefragt. Und das, obwohl VW in Deutschland mehr Stromer absetzt als die Konkurrenz. Wie die Automobilwoche schreibt, kommt jedoch hinzu, dass Produktionsvolumen von Zwickau andere Standorte verlagert wurde. So wird der ID.5 auch in Emden und Chattanooga gebaut. Der ID.3 soll ab Herbst auch in Wolfsburg vom Band laufen.
Rubriklistenbild: © Hendrik Schmidt/dpa