Gesund durch Humor? Wie sich Lachen auf den Körper auswirkt
VonLaura Knops
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Lachen macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund. Warum Kichern und Grinsen den gleichen Effekt wie Sport auf den Körper hat.
Wer humorvoll durchs Leben geht, nimmt Rückschläge und Hürden leichter an. Lachen wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Psyche aus. Auch die körperliche Gesundheit profitiert von einem gesunden Humor. Unzählige Muskeln im Gesicht und dem gesamten Körper werden beim Lachen aktiviert. Beansprucht wird zudem das Herz-Kreislauf-System und die Lungen.
Wie Sie Ihrem Körper mit Humor etwas Gutes tun können.
Fast 300 verschiedene Muskeln sind vom Gesicht bis zum Bauch beim Lachen beteiligt. Allein der sogenannte „Lachmuskel“ spannt 15 verschiedene Gesichtsmuskeln an. Die Lacheffekte dauern sogar an – bis zu 45 Minuten nach dem Lachen bleiben die Muskeln entspannt. Beim Lachen wird zudem das Atemvolumen gesteigert. Es gelangt eine größere Menge Atemluft in die Lungen, sodass man tiefer Luft holt, erklärt Markus Gosch, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Nürnberg gegenüber dem Wissenschaftsmagazin Geo.de.
Lachen hat aber auch einen Effekt auf die Blutgefäße und den Blutdruck. Dieser steigt kurzzeitig an, dadurch wird das Herz besser mit Sauerstoff versorgt. Der Stoffwechsel wird angeregt. Entspannt sich der Körper nach dem Lachanfall wieder, sinkt der Blutdruck und es tritt ein allgemeiner Entspannungszustand ein. Aber kann Lachen tatsächlich die Gesundheit fördern?
Ist Lachen gesund? Lachen fördert tatsächlich das Wohlbefinden
Mit dem Lachen kann das Wohlbefinden gesteigert werden. Das kann nicht nur subjektiv empfunden werden, sondern ist auch biologisch nachweisbar. Der Körper schüttet beim Lachen mehr Hormone aus. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol nehmen ab, dafür wird mehr Endorphin und Serotonin ausgeschüttet. Das Freisetzen der Glückshormone sorgt so für eine gute Stimmung.
Verschiedene Studien zum Thema liefern gute Gründe, öfter zu lachen. Denn Lachen kann sogar gesund machen: Mediziner haben festgestellt, dass Lachen vermehrt T-Zellen aktiviert, wie die Fachzeitschrift American Journal of the Medical Sciences berichtet. Der Studie zu Folge können diese Immunzellen, auch natürliche Killerzellen genannt, die infizierte oder entartete Zellen erkennen und zerstören.
Lachen scheint bei psychischen Beschwerden zu helfen
Wer unter psychischen Beschwerden leidet, dem ist leider häufig nicht nach Lachen zu Mute. Forscher der Universität Jena konnten jedoch nachweisen, dass Lachtherapien in Gruppen positive Effekte auf die körperliche und seelische Gesundheit haben.
Andere Studien weisen zudem daraufhin, dass Lachen bei Depressionen und Angst zu helfen scheint, Stress vermindert und die Stimmung verbessert. Dass Lachen glücklich macht, konnten auch finnische und britische Forscher bestätigen. Denn Lachen macht nicht nur den Lachenden selbst glücklicher. Auch andere Menschen lassen sich davon anstecken.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.