Lachen als Medizin

Gesund durch Humor? Wie sich Lachen auf den Körper auswirkt

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Lachen macht nicht nur glücklich, sondern auch gesund. Warum Kichern und Grinsen den gleichen Effekt wie Sport auf den Körper hat.

Wer humorvoll durchs Leben geht, nimmt Rückschläge und Hürden leichter an. Lachen wirkt sich jedoch nicht nur positiv auf die Psyche aus. Auch die körperliche Gesundheit profitiert von einem gesunden Humor. Unzählige Muskeln im Gesicht und dem gesamten Körper werden beim Lachen aktiviert. Beansprucht wird zudem das Herz-Kreislauf-System und die Lungen.

Wie Sie Ihrem Körper mit Humor etwas Gutes tun können.

Beim Lachen werden unzählige Muskeln im Körper angespannt. Alleine im Gesicht werden 15 verschiedene Muskeln aktiviert.

Fast 300 verschiedene Muskeln sind vom Gesicht bis zum Bauch beim Lachen beteiligt. Allein der sogenannte „Lachmuskel“ spannt 15 verschiedene Gesichtsmuskeln an. Die Lacheffekte dauern sogar an – bis zu 45 Minuten nach dem Lachen bleiben die Muskeln entspannt. Beim Lachen wird zudem das Atemvolumen gesteigert. Es gelangt eine größere Menge Atemluft in die Lungen, sodass man tiefer Luft holt, erklärt Markus Gosch, Chefarzt der Klinik für Innere Medizin am Klinikum Nürnberg gegenüber dem Wissenschaftsmagazin Geo.de.

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Mach dich glücklich: Zehn Maßnahmen zur Selbstfürsorge, mit denen Sie sich Gutes tun

Eine Frau sitzt und schreibt in ein Notizbuch.
Schreiben Sie Tagebuch: Wer seine Gedanken und Gefühle aufschreibt, sieht viele Dinge meist klarer. Egal ob es sich um Wünsche, Träume oder Erinnerungen handelt - Schreiben Sie auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Schreiben hilft, die eigenen Gedanken zu reflektieren und Erlebnisse von einem anderen Sichtpunkt wahrzunehmen.  © Tanya Yatsenko/Imago
Creative Highlights Symbolbilder Artist hands covered in paint. Young painter. Art concept. Las Palmas de Gran Canaria,
Nehmen Sie sich Zeit kreativ zu sein: Egal ob Musik, Tanz oder Kunst - Wer kreativ ist, vergisst für einen Moment alles um sich herum. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Dafür müssen Sie keinesfalls ein großer Künstler sein. © Cavan Images via www.imago-images.de
Eine Mädchen-Hand greift nach einer Blume.
Verbringen Sie Zeit in der Natur: Körperliche Bewegung in der Natur hat einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Sport, aber auch schon ein Spaziergang helfen das Stresshormon Cortisol abzubauen und sorgen dafür, dass das Gelückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Bewusst Zeit in der Natur zu verbringen, hilft außerdem das Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen.  © Imago
Eine junge Frau im Regenmantel breitet ihre Arme in der Natur aus.
Üben Sie Selbstakzeptanz: Wer sich selber so akzeptiert - mit allen Schwächen und Stärken -, zeigt auch mehr Verständnis für andere. Statt sich ständig innerlich zu kritisieren, hilft es aufbauend und tröstend mit sich selber zu sprechen. Dabei kann es helfen den eigenen Dialogue so aufzubauen, als ob man mit einem geliebten Menschen sprechen würde.  © Cavan Images/Imago
Jemand hält ein Geschenk in den Händen.
Machen Sie sich selber ein Geschenk: Niemand anders als Sie selbst ist dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Wer sich hin und wieder selbst belohnt, steigert sein Wohlbefinden und damit auch sein Selbstwertgefühl.  © nndanko / Imago
Ein Kind läuft durch den Sand.
Seien Sie achtsam: Wer seinen Alltag achtsam gestaltet, ist laut Studien besser in der Lage mit Rückschlägen und Problemen umzugehen. Entspannungsübungen und Meditationen helfen Stress und negative Emotionen besser zu verarbeiten.  © Hodei Unzueta/Imago
IMAGO Nature: Unsere Erde, Umweltprobleme, Überbevölkerung From above unrecognizable people walking on zebra crossing o
Reduzieren Sie Stress: Wer von einem Termin zum nächsten hetzt, tut Körper und Seele keinen Gefallen. Dauerstress macht nachweislich krank. Planen Sie bewusst Ruhephasen ein und lassen Sie ausreichend Platz zwischen Terminen. Jeder braucht auch mal Zeit zum Durchatmen.  © IMAGO/Mikel Ponce
Eine Frau schaut mit traurigem Blick aus dem Fenster.
Fühlen Sie alle Emotionen: Statt Trauer oder Ärger zu verdrängen - und diesen Gefühle damit noch mehr Kraft zu geben - kann es helfen, sich klar zu machen, dass auch diese Emotionen zum Leben gehören. Misserfolge, Fehler und Enttäuschungen sind Teil der menschlichen Erfahrung und bringen uns weiter.  © Alberto Menendez/Imago
Frau im Rollstuhl hält Hand einer Pflegerin.
Helfen Sie anderen Menschen: Wie gut es tut, anderen zu helfen, haben viele Menschen verlernt. Wer keine Zeit hat direkt ein Ehrenamt zu übernehmen, kann beispielsweise damit anfangen, seinen Liebsten Unterstützung anzubieten. © ALFO/Imago
Vier Freunde, die gemeinsam in einem Innenhof essen und gerade anstoßen. (Symbolbild)
Pflegen Sie Ihre Freundschaften: Nehmen Sie sich Zeit Beziehungen zu Ihren Mitmenschen, Freunden und Familie zu pflegen. Es hilft zudem über Dinge, die einen belasten mit anderen zu teilen und sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen.  © Philipp Dimitri/Imago

Lachen hat aber auch einen Effekt auf die Blutgefäße und den Blutdruck. Dieser steigt kurzzeitig an, dadurch wird das Herz besser mit Sauerstoff versorgt. Der Stoffwechsel wird angeregt. Entspannt sich der Körper nach dem Lachanfall wieder, sinkt der Blutdruck und es tritt ein allgemeiner Entspannungszustand ein. Aber kann Lachen tatsächlich die Gesundheit fördern?

Ist Lachen gesund? Lachen fördert tatsächlich das Wohlbefinden

Mit dem Lachen kann das Wohlbefinden gesteigert werden. Das kann nicht nur subjektiv empfunden werden, sondern ist auch biologisch nachweisbar. Der Körper schüttet beim Lachen mehr Hormone aus. Die Stresshormone Adrenalin und Cortisol nehmen ab, dafür wird mehr Endorphin und Serotonin ausgeschüttet. Das Freisetzen der Glückshormone sorgt so für eine gute Stimmung.

Verschiedene Studien zum Thema liefern gute Gründe, öfter zu lachen. Denn Lachen kann sogar gesund machen: Mediziner haben festgestellt, dass Lachen vermehrt T-Zellen aktiviert, wie die Fachzeitschrift American Journal of the Medical Sciences berichtet. Der Studie zu Folge können diese Immunzellen, auch natürliche Killerzellen genannt, die infizierte oder entartete Zellen erkennen und zerstören. 

Lachen scheint bei psychischen Beschwerden zu helfen

Wer unter psychischen Beschwerden leidet, dem ist leider häufig nicht nach Lachen zu Mute. Forscher der Universität Jena konnten jedoch nachweisen, dass Lachtherapien in Gruppen positive Effekte auf die körperliche und seelische Gesundheit haben.

Andere Studien weisen zudem daraufhin, dass Lachen bei Depressionen und Angst zu helfen scheint, Stress vermindert und die Stimmung verbessert. Dass Lachen glücklich macht, konnten auch finnische und britische Forscher bestätigen. Denn Lachen macht nicht nur den Lachenden selbst glücklicher. Auch andere Menschen lassen sich davon anstecken.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion leider nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Science Photo Library/Imago

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