Rosen? Fehlanzeige

Was passt zu Lavendel? Die besten Nachbarpflanzen für das Duftkraut

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Lavendel ist sehr pflegeleicht. Kombiniert man ihn im Topf, im Balkonkasten oder im Beet jedoch mit den falschen Pflanzen, kann der Strauch schnell blühfaul werden.

Auch wenn Lavendel und Rosen eine beliebte, sehr harmonische Pflanzkombination sind und gemeinsam um die Wette duften – eigentlich passen sie gar nicht zueinander. Denn mit ihren beiderseits weit reichenden Wurzeln konkurrieren die Pflanzen miteinander um die Erde und auch ihre Ansprüche an Standort und Boden sind sehr unterschiedlich: Lavendel mag es trocken und mager, Rosen müssen regelmäßig gegossen werden, mögen es lehmig und benötigen Dünger. Für den Lavendel kann dies bedeuten, dass er vor sich hin kümmert und weniger duftet. Wenn Sie also passende Begleitpflanzen für den schönen Strauch suchen, sollten Sie diese sorgfältig auswählen.

Lavendel passt gut zu Stauden, die Sonne mögen

Lavendel und die Goldgarbe teilen ihre Vorliebe für sonnige, magere Standorte.

Riesige Lavendelfelder in Südfrankreich machen es vor: Lavendel bevorzugt als mediterraner Halbstrauch viel Sonne und kommt mit Trockenheit gut zurecht. Der Boden sollte nährstoffarm und durchlässig sein. Diese Kriterien wissen nicht viele andere Pflanzen zu schätzen – die meisten freuen sich über regelmäßige Düngergaben, um üppig zu blühen. Wer einen Garten hat, kann den Lavendel sehr gut zu den Stauden in den Steingarten oder in die Kräuterspirale zu den mediterranen Gewächsen gesellen. Im Topf oder im Balkonkasten bieten sich folgende Schmuckpflanzen an:

  • Fetthenne (Sedum)
  • Frauenmantel
  • Goldgarbe
  • Goldhaaraster
  • Heiligenkraut
  • Leinkraut
  • Kartäusernelke
  • Königskerze
  • Nachtkerze
  • Schafgarbe
  • Schleierkraut
  • Skabiose
  • Sonnenröschen
  • Teppichphlox
  • Wiesen-Margerite
  • Wollziest
  • Zierlauch
  • Zypressen-Wolfsmilch

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Mediterrane Kräuter sind beste Pflanzpartner

In der Regel sind mediterrane Pflanzen gute Nachbarn des Lavendels, da sie ähnliche Standortansprüche haben. Auch trockenheitsliebende Ziergräser wie Federgras-Arten, das Bärenfellgras oder das Blauschwingelgras bilden schöne Kontraste. Bei Kräutern kann man zu diesen Pflanzpartnern greifen:

  • Salbei
  • Bergbohnenkraut
  • Thymian
  • Oregano
  • Rosmarin
  • Ysop

Natürliche Schönheit im eigenen Garten: Ideen für einen blühenden Präriegarten mit Stauden

Riesen-Steppenkerze (Eremurus robustus)
Die Riesen-Steppenkerze zeigt im Hochsommer ihre schönen Blütenkerzen. Eine Augen- und eine Bienenweide. © imagebroker/Imago
Blühender Zierlauch
Die meisten Zierlauch-Arten (Allium) mit ihren riesigen Blütenköpfen lieben einen sehr sonnigen Standort, der auch eher trocken sein sollte. © IMAGO/bodenseebilder.de
Gelbe Taglilien (Hemerocallis) an Zaun
Je mehr Sonne sie bekommen, desto mehr prachtvolle Blüten bilden die Taglilien, die es in unzähligen Sorten gibt. © Design Pics Editorial/Imago
Steppensalbei (Salvia nemorosa)
Als Solitär wirkt der Steppensalbei etwas unscheinbar, aber in der Gruppe gepflanzt ist er ein Hingucker und eine exzellente Bienenstaude. Ideal für steinige Böden. © blickwinkel/Imago
Prachtkerze (Gaura lindheimeri)
Die Prachtkerze blüht an einem sonnigen, nährstoffreichen Standort bis Oktober. © agefotostock/Imago
Kompasspflanze (Silphium laciniatum)
In den Prärien Nordamerikas zeigte die Kompasspflanze den Ureinwohnern die Himmelsrichtung an: Die Blattspitzen stehen in der Regel in Nord-Süd-Richtung. © Shotshop/Imago
Ährige Prachtscharte (Liatris spicata)
Die Ährige Prachtscharte akzeptiert fast alles, nur keine Staunässe. © IMAGO/McPHOTO
Blüte der Nachtkerze
Die Nachtkerze bevorzugt sandig-lehmige Böden. In der Dämmerung entfaltet sie innerhalb von wenigen Minuten ihre Blüten mit intensivem Duft. © Shotshop/Imago
Blausternbusch (Amsonia tabernaemontana)
Der Blausternbusch blüht im Frühsommer himmelblau bis weiß, benötigt aber etwas Zeit, um seine volle Schönheit zu entfalten. © agefotostock/Imago
Teppich-Phlox (Phlox subulata)
In der Masse klasse: Der flachwüchsige Teppich-Phlox ist ein sonnenverwöhnter Bodendecker für steinige Bereiche. © Panthermedia/Imago

Und wenn Sie übrigens unbedingt Rosen in die Nähe von Lavendel pflanzen möchten: Wählen Sie einen Sicherheitsabstand von zwei Metern – für das Auge bilden sie noch eine Einheit, aber zwischen den Pflanzen liegt ein gutes Stück Boden. Andernfalls sollte man den Bodenbereich des Lavendels mit Sand oder Splitt abmagern, sodass ihm die Rosen nicht in die Quere kommen.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/Imago

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