Lebensnachweis

Lebensbescheinigung erhalten: Darum sollten Rentner sie auf keinen Fall ignorieren

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Deutsche Rentner im Ausland erhalten jährlich einen Brief von der Rentenversicherung. Neben den Rentenanpassungen enthält es eine wichtige Bescheinigung. Versäumnisse können schwerwiegende Folgen haben.

Die Bundesregierung veröffentlicht jährlich einen Rentenversicherungsbericht, in dem die Entwicklung der gesetzlichen Rente dargestellt wird. Aus dem Bericht geht hervor, wie hoch die Rentenanpassung für das jeweilige Jahr ausfallen wird. In diesem Jahr können die Rentner mit einer Erhöhung ihrer Bezüge um rund 3,5 Prozent rechnen, wie echo24.de bereits berichtete. Über die Rentenerhöhung werden die Senioren in einem jährlichen Schreiben der Deutschen Rentenversicherung (DRV) informiert. In diesem Schreiben ist oft noch eine weitere wichtige Bescheinigung enthalten. Rentner im Ausland sollten diese Bescheinigung unbedingt ausfüllen.

Lebensbescheinigung: Wichtiges Dokument für Rentner im Ausland

Viele deutsche Rentner entscheiden sich für einen Ruhestand im Ausland. Welche Länder besonders beliebt sind, hat echo24.de bereits in einem anderen Artikel zusammengefasst. Der Grund für die späte Auswanderung ist recht einfach: Deutschland schneidet im internationalen Vergleich relativ schlecht ab. Um das wenige Geld, das die deutsche Rentenversicherung zahlt, nicht zu verlieren, sollten Rentner im Ausland unbedingt die Lebensbescheinigung ausfüllen.

Die sogenannte Lebensbescheinigung muss jedes Jahr von vielen Rentenempfängern, deren Rente ins Ausland gezahlt wird, vorgelegt werden. Dabei handelt es sich um einen Lebensnachweis, die über den Rentenservice der Deutschen Post AG abgewickelt wird, wie „ihre-vorsorge.de“ berichtet. Angeschrieben werden auch Empfänger, die in Deutschland leben, aber ein ausländisches Bankkonto haben. Die Betroffenen müssen dann drei Dinge tun (Quelle: chip.de):

  • Lebensbescheinigung ausfüllen
  • Angaben von einer amtlichen Stelle bestätigen lassen
  • Formulare im Original zurückschicken

Bei Verlust des Formulars kann die Bescheinigung hier herunterladen werden.

Warum Rentner im Ausland eine Lebensbescheinigung ausfüllen sollten

Doch wozu dient diese Bescheinigung und was passiert, wenn sie nicht rechtzeitig eingereicht wird? Hintergrund der Lebensbescheinigung: Die Deutsche Rentenversicherung möchte Zahlungen über den Tod hinaus vermeiden. Deshalb sollen die Empfänger bestätigen, dass sie noch leben und die Rente weiter gezahlt werden soll. Wichtig ist, dass die Empfänger alle Angaben auf der Bescheinigung überprüfen. Gegebenenfalls sollten Fehler korrigiert und das Dokument unterschrieben werden.

Neben dem Lebensnachweis sollte auch der Rentenbescheid immer genau geprüft werden, schließlich ist auch die DRV nicht vor Fehlern gefeit. Zusätzlich ist eine amtliche Beglaubigung erforderlich. Diese erhalten Senioren bei allen offiziellen Stellen im Ausland, also bei Polizei, Stadtverwaltung, Krankenhäusern, Krankenkassen etc. Sind Bescheinigung und Bestätigung ausgefüllt, sollten sie in einem beiliegenden Rückumschlag zurückgeschickt werden. Dafür gibt es Fristen, im letzten Jahr war das der 16. August. Für 2025 steht der Termin noch nicht fest.

Lebensnachweis unbedingt zurücksenden – es droht die Einstellung der Rentenzahlung

Doch was passiert, wenn die Lebensbescheinigung nicht rechtzeitig bei der DRV eintrifft? Laut „ihre-vorsorge.de“ wird die Rentenzahlung ab Ende November eingestellt, wenn die Bescheinigung nicht bis Mitte Oktober vorliegt. Zuvor erhalten die Betroffenen jedoch Anfang September ein Erinnerungsschreiben.

Wichtig zu wissen: Die Übermittlung der Unterlagen per E-Mail oder Fax ist nicht zulässig.

Alternativ kann die Lebensbescheinigung auch digital eingereicht werden. Die Rücksendung des ausgefüllten Formulars zum Lebensnachweis kann man sich dann sparen. Dazu benötigen die Rentner ein Smartphone, mit dem sie den QR-Code auf dem zugesandten Brief abfotografieren. Die Identifizierung erfolgt dann über die Post-Ident-App.

Rubriklistenbild: © Imago/Juliane Sonntag

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