Wie viel kostet das Leben?

Lebenshaltungskosten pro Monat: Wie viel Geld ist normal?

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Miete, Lebensmittel, Freizeit: Die Lebenshaltungskosten in Deutschland sind vielfältig und variieren stark je nach Lebensstil und Haushaltsgröße. Doch wie viel ist normal?

„Wie viel Geld brauche ich eigentlich zum Leben?“ Diese Frage stellen sich viele Menschen, besonders in Zeiten steigender Preise. Die Antwort ist jedoch nicht einfach, da die Lebenshaltungskosten von vielen Faktoren abhängen. echo24.de beleuchtet, welche Ausgaben monatlich anfallen, wie hoch die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten in Deutschland sind und welche Faktoren diese beeinflussen.

Wie viel Geld kostet das Leben in Deutschland? Die Lebenshaltungskosten im Überblick

Die Miete muss bezahlt werden, der Kühlschrank muss gefüllt werden und der Urlaub bezahlt sich auch nicht von selbst: Die Lebenshaltungskosten umfassen alle Ausgaben, die zur Sicherung des Lebensstandards notwendig sind. Dazu gehören unter anderem (Quelle: Online-Portal – Instart.de):

  • Wohnen: Miete oder Kreditraten, Nebenkosten (Strom, Wasser, Heizung)
  • Ernährung: Lebensmittel, Getränke, Mahlzeiten außer Haus
  • Mobilität: Öffentliche Verkehrsmittel, Auto (Benzin, Versicherung, Reparaturen)
  • Gesundheit: Krankenversicherung, Medikamente
  • Freizeit und Kultur: Hobbys, Kino, Sport, Urlaub
  • Kommunikation: Telefon, Internet, Rundfunkbeitrag
  • Kleidung: Anschaffung und Pflege von Kleidung

Laut Statistischem Bundesamt lagen die durchschnittlichen Lebenshaltungskosten privater Haushalte in Deutschland im Jahr 2022 bei 2846 Euro pro Monat. Je nach Haushaltsgröße und Lebensstil variiert dieser Wert jedoch stark. So benötigt ein Einpersonenhaushalt rund 1800 Euro im Monat. Paare ohne Kinder rund 3100 Euro und Familien mit Kindern rund 4029 Euro pro Monat, wie das Online-Portal Instart berichtet.

Durchschnittliche Lebenshaltungskosten in Deutschland

Laut Statistischem Bundesamt entfällt der größte Kostenblock mit 1025 Euro auf den Bereich Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung. In Großstädten sind die Lebenshaltungskosten in der Regel höher als auf dem Land. Dafür müssen auf dem Land unter Umständen höhere Ausgaben für Mobilität in Kauf genommen werden, wenn man auf das Auto angewiesen ist.

Als private Haushalte gelten Personen, die zusammen wohnen und wirtschaften und in der Regel ihren Lebensunterhalt gemeinsam bestreiten oder sich die Ausgaben für den Haushalt teilen. (Symbolbild)

Für Nahrungsmittel und Getränke geben die Haushalte durchschnittlich 417 Euro aus, gefolgt von 347 Euro für Verkehr. Auf Kultur, Sport und Freizeit entfallen 245 Euro und auf Gaststätten und Beherbergungsdienstleistungen 177 Euro. Überraschend gering sind die Ausgaben für Bildung mit 19 Euro und für Versicherungs- und Finanzdienstleistungen mit 7 Euro.

Tipps zur Senkung der Lebenshaltungskosten

Wer alleine lebt, hat in der Regel den Vorteil, flexibel zu sein – sei es bei der Gestaltung der Ausgaben oder der Freizeit. Paare können oft Geld sparen, wenn sie sich die Kosten für Miete, Strom und Co. teilen. Doch unabhängig von der Wohnform: Viele Menschen in Deutschland wollen oder müssen sparen. Mit cleveren Maßnahmen geht das auch, ohne auf Komfort zu verzichten. Mit welchen Tricks sich die Nebenkosten senken lassen, darüber hat echo24.de bereits berichtet.

Weitere Möglichkeiten, die Lebenshaltungskosten zu senken und Geld zu sparen, sind (Quelle: NDR.de):

  • Haushaltsbuch führen, um Ausgaben zu kontrollieren
  • Energie sparen
  • Lebensmittelangebote nutzen und saisonal einkaufen
  • Öffentliche Verkehrsmittel oder das Fahrrad nutzen
  • Abos und Verträge regelmäßig überprüfen und ggf. kündigen
  • Vergleiche der Versicherungen durchführen

Wie viel Geld braucht man nun im Monat zum Leben? Oder wie viel Geld pro Monat ist normal? Diese Fragen können nicht pauschal beantwortet werden. Die Lebenshaltungskosten hängen von vielen individuellen Faktoren ab. Durch bewusste Entscheidungen und eine gute Finanzplanung ist es jedoch möglich, die Ausgaben zu senken und den eigenen finanziellen Spielraum zu erweitern.

Rubriklistenbild: © Bartek Szewczyk/ Westend61/ Imago

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