VonJuliane Gutmannschließen
Eine kranke Leber kann tödlich sein. Leberzirrhose entsteht oft aus einer bestehenden Fettleber. Welche Risikofaktoren Sie kennen sollten.
Die Leber ist ein wichtiges Entgiftungsorgan. Sie ist dafür verantwortlich, mitunter gesundheitsschädliche Substanzen wie Alkohol, Abbauprodukte von Medikamenten und Giftstoffe im Körper abzubauen. Ist die Leber krank, kann sie dieser wichtigen Aufgabe nicht mehr ausreichend gut nachkommen. Die häufigste Lebererkrankung ist die Fettleber. Bei Betroffenen verfetten die Leberzellen zunehmend. Wird nicht therapiert, kann eine Leberzirrhose, auch Schrumpfleber genannt, entstehen – eine ernste Erkrankung, bei der das gesunde Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt wird. Das beeinflusst nicht nur Entgiftungsprozesse negativ, wie die Deutsche Leberhilfe informiert. Auch Verdauung und Blutgerinnung könnten durch eine Leberzirrhose eingeschränkt sein. Lebensgefährliche Folgen wie Organversagen und Leberkrebs drohen.
Eine Reihe von Faktoren erhöhen das Risiko, eine Leberzirrhose zu entwickeln, dazu zählen der Deutschen Leberhilfe zufolge:
- Eine bestehende Fettleber
- Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch
- Hepatitis
- Fettleibigkeit
- Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten
Wie bei vielen anderen Erkrankungen gilt auch in Hinblick auf die Schrumpfleber: Frühzeitig erkannt, können schlimme Folgen abgewendet werden. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen vor allem Risikogruppen dringend zu empfehlen.
Wissenswertes zur Leberzirrhose: Symptome, Diagnose und Therapie
- Typische Symptome einer Schrumpfleber sind der Deutschen Leberhilfe und der Apotheken Umschau zufolge Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen im Oberbauch, Hautveränderungen wie Gelbfärbung der Haut, Anfälligkeit für Infekte, Verwirrung, dunkler Urin und bei Frauen das Ausbleiben der Monatsblutung.
- Die Erkrankung wird häufig spät erkannt, da die Symptome oft erst in spätem Krankheitsstadium auftreten.
- Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht eine effektive Behandlung und Verzögerung des Krankheitsverlaufs, wobei individuelle Therapiepläne auf den Patienten zugeschnitten werden. Wichtige Hinweise auf eine Leberzirrhose liefern den Internisten im Netz zufolge Blut- und Ultraschalluntersuchung sowie eine Leberbiopsie.
- Die Lebenserwartung ist stark von der Schwere der Leberzirrhose abhängig, weshalb eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend sind.
- Eine Lebertransplantation ist oft die einzige Heilungsoption im fortgeschrittenen Stadium.
- Um einer Leberzirrhose vorzubeugen, sollte man auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten und eine gesunde Lebensweise hegen. Wichtig ist vor allem eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und das Halten von Normalgewicht.
- Hepatitis-Impfungen sind ebenfalls wichtige präventive Maßnahmen.
Schlechte Angewohnheiten können Ihre Leber zerstören




Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.
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