Leber gesund halten

Leberzirrhose kann anfällig für Infektionen machen: Welche Faktoren die Schrumpfleber begünstigen

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Eine kranke Leber kann tödlich sein. Leberzirrhose entsteht oft aus einer bestehenden Fettleber. Welche Risikofaktoren Sie kennen sollten.

Die Leber ist ein wichtiges Entgiftungsorgan. Sie ist dafür verantwortlich, mitunter gesundheitsschädliche Substanzen wie Alkohol, Abbauprodukte von Medikamenten und Giftstoffe im Körper abzubauen. Ist die Leber krank, kann sie dieser wichtigen Aufgabe nicht mehr ausreichend gut nachkommen. Die häufigste Lebererkrankung ist die Fettleber. Bei Betroffenen verfetten die Leberzellen zunehmend. Wird nicht therapiert, kann eine Leberzirrhose, auch Schrumpfleber genannt, entstehen – eine ernste Erkrankung, bei der das gesunde Lebergewebe durch Narbengewebe ersetzt wird. Das beeinflusst nicht nur Entgiftungsprozesse negativ, wie die Deutsche Leberhilfe informiert. Auch Verdauung und Blutgerinnung könnten durch eine Leberzirrhose eingeschränkt sein. Lebensgefährliche Folgen wie Organversagen und Leberkrebs drohen.

Eine Reihe von Faktoren erhöhen das Risiko, eine Leberzirrhose zu entwickeln, dazu zählen der Deutschen Leberhilfe zufolge:

  • Eine bestehende Fettleber
  • Alkoholkonsum und Drogenmissbrauch
  • Hepatitis
  • Fettleibigkeit
  • Stoffwechsel- und Autoimmunkrankheiten

Wie bei vielen anderen Erkrankungen gilt auch in Hinblick auf die Schrumpfleber: Frühzeitig erkannt, können schlimme Folgen abgewendet werden. Deshalb sind Vorsorgeuntersuchungen vor allem Risikogruppen dringend zu empfehlen.

Wissenswertes zur Leberzirrhose: Symptome, Diagnose und Therapie

  • Typische Symptome einer Schrumpfleber sind der Deutschen Leberhilfe und der Apotheken Umschau zufolge Müdigkeit, Gewichtsverlust, Schmerzen im Oberbauch, Hautveränderungen wie Gelbfärbung der Haut, Anfälligkeit für Infekte, Verwirrung, dunkler Urin und bei Frauen das Ausbleiben der Monatsblutung.
  • Die Erkrankung wird häufig spät erkannt, da die Symptome oft erst in spätem Krankheitsstadium auftreten.
  • Eine rechtzeitige Diagnose ermöglicht eine effektive Behandlung und Verzögerung des Krankheitsverlaufs, wobei individuelle Therapiepläne auf den Patienten zugeschnitten werden. Wichtige Hinweise auf eine Leberzirrhose liefern den Internisten im Netz zufolge Blut- und Ultraschalluntersuchung sowie eine Leberbiopsie.
Wenn man sich dauerhaft zu einseitig und ungesund ernährt, kann das eine Leberzirrhose fördern.
  • Die Lebenserwartung ist stark von der Schwere der Leberzirrhose abhängig, weshalb eine frühzeitige Diagnose und Therapie entscheidend sind.
  • Eine Lebertransplantation ist oft die einzige Heilungsoption im fortgeschrittenen Stadium.
  • Um einer Leberzirrhose vorzubeugen, sollte man auf übermäßigen Alkoholkonsum verzichten und eine gesunde Lebensweise hegen. Wichtig ist vor allem eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung und das Halten von Normalgewicht.
  • Hepatitis-Impfungen sind ebenfalls wichtige präventive Maßnahmen.

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Schlechte Angewohnheiten können Ihre Leber zerstören

Frau geht joggen
Sport unterstützt den ­Stoffwechsel und kann Leberfett abbauen. Durch eine Fettleber steigt die Gefahr, Typ-2-Diabetes zu entwickeln. Auch Herz-Kreislauf-Krankheiten werden durch eine verfettete Leber gefördert.  © Angel Santana Garcia/Imago
Weiße und rote Pillen liegen auf einer Fläche
Manche Medikamente, wie zum Beispiel Paracetamol, werden über die Leber abgebaut. Daher sollten Sie, wenn Sie Arzneien zu sich nehmen, stets den Beipackzettel studieren. Besonders dann, wenn Sie infolge der Einnahme unter Müdigkeit, Appetitlosigkeit oder sogar Oberbauchbeschwerden leiden. Dann sollten Sie besser zu Ihrem Hausarzt gehen und checken lassen, ob es von den Medikamenten kommen könnte. © Imago
Sympolbild: Mann mit nacktem Oberkörper und großem Bauchumfang steht am Strand mit einer Entenmaske auf dem Kopf
Übergewicht bringt meist schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich: Von Diabetes, über Herz-Kreislauf-Erkrankungen bis hin zu einer Leberverfettung. Denn überschüssiges Fett wird aus Ermangelung an Platz nicht nur in den Depots unter der Haut gelagert, sondern auch um die inneren Organe herum. Das sogenannte viszerale Fett soll Studien zufolge hochaktiv sein und Entzündungen an Leber und Co. auslösen können. Wer allerdings regelmäßig Sport treibt, der beugt Übergewicht und damit einer Leberschädigung vor. © Oscar Carrascosa Martinez/Imago
Toast mit Margarine-Flocken
Sie befinden sich in Burger, Kekse oder auch in der ach so gesunden Margarine: die Transfettsäuren. Dabei handelt es sich um künstliche Fette in stark verarbeiteten Lebensmitteln, welche bei übermäßigem Verzehr schnell zu Übergewicht führen können. Das haben jetzt auch Ernährungswissenschaftler erkannt – seitdem stehen sie in Verruf. Wer also in Zukunft darauf verzichten will, sollte stets auf die Zutatenliste einer Ware achten. Schließlich müssen die Transfettsäuren durch den Hinweis „…-Öl, zum Teil gehärtet“, gekennzeichnet sein. © Imago
Mann trägt Sixpacks: Cola und Fanta
Cola, Limo und Co. stehen schon lange in Verruf, dick zu machen. Außerdem enthalten diese oftmals den vermeintlich gesunden Fruchtzucker. Doch zu viel des Guten plus etwaiges Übergewicht sorgt für eine doppelte Vergiftung der überforderten Leber. Die Folge: eine nichtalkoholische Fettleber. Wenn sich diese zusätzlich entzündet, kann am Ende sogar eine Leberzirrhose drohen. © Michael Gstettenbauer/Imago
Frauen essen Wassermelone
Im Gegensatz zu Glukose muss Fruchtzucker, auch Fruktose genannt, erst in der Leber umgewandelt werden, damit es als Energielieferant den Zellen zur Verfügung stehen kann. Wer allerdings zu viel Fruchtzucker in Form von Obst isst, der soll Studien zufolge sogar eine Fettleber riskieren. Experten raten daher zu maximal 25 Gramm Fruktose pro Tag. Zum Vergleich: In 100 Gramm Apfel stecken bereits rund sechs Gramm Fruktose. © Imago

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © Isai Hernandez/Imago

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