Nachsichtig reagieren

Rätselhaftes Verhalten: Warum liegt meine Katze ständig auf meinem Platz?

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Kaum verlässt man den Raum, um etwas zu holen, schon schnappt sich die geliebte Samtpfote den warmen Sitzplatz auf dem Sofa oder dem Bürostuhl. Warum tut sie das?

Sie ist charmant, verspielt und manchmal auch eine echte Diebin – unsere Katze. Wie oft kommt es vor, dass wir für einen kurzen Moment aufstehen und uns dann wundern, dass die Samtpfote sich schnurstracks auf unseren gerade verlassenen Sitzplatz legt. Doch warum tut sie das? Gibt es eine geheime Botschaft, die uns ihre Aktionen enthüllen? Die Antwort liegt in ihrem Revierverhalten.

Katzen sind faszinierende Haustiere und wahre Meister des Revierverhaltens. Sobald wir unseren Sitzplatz verlassen, hinterlassen wir eine unsichtbare Markierung – unseren Geruch. Für die sensible Katzennase ist dieser Duft ein untrügliches Zeichen, dass der Platz nun zum Revier gehört.

Liebevoller Ausdruck der Verbundenheit

Katzen klauen uns gerne die Plätze, sobald wir sie verlassen. (Symbolbild)

Doch es geht nicht nur um das markierte Territorium. Katzen sind sehr soziale Tiere, die eine starke Bindung zu ihren Menschen aufbauen können. Wenn sie unseren Sitzplatz einnehmen, zeigt dies ihre tiefe Verbundenheit zu uns. Es ist ihre Art zu sagen: „Du bist mein Mensch, und ich möchte in deiner Nähe sein.“

Der Komfortfaktor – kuschelig und warm

Neben dem territorialen und sozialen Aspekt spielt auch der Komfort eine Rolle bei ihrer Wahl, unseren Sitzplatz einzunehmen. Katzen sind sehr geübt darin, gemütliche und warme Plätze zu finden. Was könnte also gemütlicher sein als der Sitzplatz, den gerade noch unser Körper gewärmt hat?

Was können wir tun, damit uns die Katze nicht den Platz klaut?

Anstatt sich über die „Diebstähle“ zu ärgern, sollten wir das Verhalten unserer Samtpfoten als Kompliment auffassen. Es zeigt, wie sehr sie uns schätzen und als Teil ihrer Familie betrachten. Dennoch möchten wir sicherlich auch ab und zu unseren Sitzplatz verwenden.

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Schwarze Katzen sind Glücksbringer im Fellmantel – hier sind elf Fakten, die das beweisen

Eine schwarze Katze liegt zwischen Geldscheinen auf einem Teppich.
Fakt 1: Die reichste Katze der Welt hatte schwarzes Fell. Blacky lebt zwar nicht mehr, ist jedoch dem Guinness Buch der Rekorde zufolge bis heute der reichste Kater auf dem Planeten. Mit einem Erbe von umgerechnet 11 Millionen Euro hatte er bestimmt ein schnurr-haftes Leben. Sein Herrchen, der Katzenliebhaber und Brite Ben Rea, war 1988 verstorben und hinterließ seinen 15 Katzen-Erben diese unglaubliche Summe. Als Letzter im Bunde war Blacky der Glückliche und erbte alles. (Symbolbild) © Panthermedia/Imago
Aus dem Film Jigsaw mit Jean Wallace und Franchot Tone aus dem Jahr 1949: Jean Wallace hat eine schwarze Katze auf dem Arm.
Fakt 2: Schwarze Katzen sind echte Hollywoodstars. Sie glänzen – im wahrsten Sinne des Wortes – in der Literatur, im Fernsehen und im Film. Diese schwarzen Katzen sind beispielsweise berühmt: Aus der TV-Serie „Die Simpsons“: Snowball II Aus der Kurzgeschichte „The Black Cat“ von Edgar Allen Poe: Pluto (Auch als Film aus dem Jahr 1966 bekannt) Aus der TV-Serie „Star Trek“: Isis Aus der TV-Serie „Sabrina – Total Verhext!“: Salem Aus der Anime-Serie „Sailor Moon“: Luna  © Everett Collection/Imago
Eine schwarze Katze mit hellgrünen Augen sitzt auf einem Stuhl und blickt nur mit ihrem halben Kopf über den Tisch, der vor dem Stuhl steht.
Fakt 3: Für schwarze Katzen gibt es ein eigenes Café. In Japan, in der Kleinstadt Himeji, findet man ein Katzencafé mit dem Namen „Nekobiyaka“, in dem es nur schwarze Katzen gibt. Dort trägt jede der Katzen ein andersfarbiges Band, damit sie von den Besuchern auseinandergehalten werden können. Das Café ist das erste und einzige auf der Welt, in dem es ausschließlich schwarze Katzen gibt. © Cavan Images/Imago
Eine zusammengerollte dunkelbraune Katze schaut mit großen Augen am Betrachter vorbei.
Fakt 4: Schwarze Katzen sind Verwandlungskünstler. Das Pigment Eumelanin sorgt für die schwarze Färbung des Fells. Kleine Änderungen im Pigment bewirken wunderschöne Abstufungen in der dunklen Fellfarbe: Töne wie Cinnamon oder Chocolat, aber auch Blau können das Ergebnis sein. © VWPics/Imago
Eine schwarze Katze schmiegt sich im warmen Sonnenlicht in einen Behälter voller Walnüsse.
Fakt 5: Schwarze Katzen bleichen aus. Zwar ist die Fellfarbe genetisch vorbestimmt, trotzdem kann sie sich im Laufe eines Katzenlebens ändern. Gründe dafür können eine Ernährungsumstellung, das Alter oder auch die Jahreszeit sein. Wenn Ihre dunkle Katze am Ende eines sonnenreichen Sommers eine hellere Fellfarbe hat, wissen Sie zumindest, dass Ihre Samtpfote eine abenteuerreiche Zeit im Freien hatte. © YAY Images/Imago
Eine schwarze Katze liegt auf einem weißen Sofa, hat die Augen geschlossen und streckt ihre Pfoten genüsslich von sich weg.
Fakt 6: Schwarze Katzen werden gefeiert. In Großbritannien wurde 2010 der „National Black Cat Day“ für den 27. Oktober ins Leben gerufen, um auf die nachtfarbenen Samtpfoten in den Tierheimen aufmerksam zu machen. In Amerika wird am 17. August der „Black Cat Appreciation Day“ gefeiert. Deutschland feiert seit 2011 ebenfalls am 17. August den „Tag der schwarzen Katze“.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze sitzt neben zwei Schweine-Statuen auf einer Holzbank.
Fakt 7: Schwarze Katzen bringen Glück. Viele Kulturkreise betrachten schwarze Katzen als Glücksbringer. In Japan beispielsweise gelten sie als Männer-Magnet für Single-Frauen. In den Midlands in Großbritannien sollen schwarze Katzen einer Braut Glück und ewige Liebe bescheren und werden daher häufig zu Hochzeiten verschenkt. Und auch britische Matrosen glauben seit Langem, dass schwarze Katzen an Bord Glück bringen und eine sichere Heimkehr ermöglichen. Die Schotten hingegen erhoffen sich vom Besuch eines schwarzen „Lackfellchens“ Wohlstand. Im Aberglauben bringt eine schwarze Katze Glück, wenn sie den Weg von rechts nach links kreuzt (in der Gegenrichtung Unglück). © blickwinkel/Imago
Eine junge Katze steht auf einem großen Stein am Stand und blick in die Sonne, weshalb ihr Fell rötlich leuchtet.
Fakt 8: Schwarze Katzen setzen Rost an. Das ist natürlich im übertragenen Sinn zu verstehen. Bei vielen schwarzen Katzen erscheint das Fell braun-rötlich, wenn Sonnenlicht auf ihr Fell leuchtet. Aber Achtung: Dieses Phänomen kann auch auf etwas anderes hindeuten. Eine dauerhafte rötlich bis bräunliche Färbung des schwarzen Fells könnte auf ein Nährstoffdefizit hindeuten. Der Mangel an Tyrosin, einer Aminosäure, oder Kupfer, einem Mineralstoff, kann eine solche Erscheinung im Fell hervorrufen. Ein Besuch beim Tierarzt wird schnell Klarheit schaffen. © agefotostock/Imago
Eine schwarze und eine weiße Katze kuscheln sich eng aneinander.
Fakt 9: Schwarze Katzen sind dominant. Die Schwarzfärbung von Haut, Schuppen oder – im Fall der Katzen – Fell wird Melanismus genannt. Er kommt bei 13 von 37 Katzenspezies vor. Schwarze Katzen vererben ihre Gene dominant. Das bedeutet, dass sie ihre Gene für die schwarze Fellfarbe bevorzugt an den Katzennachwuchs weitergegeben wird.  © Panthermedia/Imago
Eine schwarze Katze blickt mit großen grünen Augen an der Kameralinse vorbei.
Fakt 10: Schwarze Katzen sind widerstandsfähiger. Untersuchungen des National Institute of Health haben ergeben, dass die Genmutationen, die eine schwarze Fellfarbe hervorrufen, besser vor Krankheiten schützen können. Ihre dunkle Farbe ist ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn es um die Tarnung geht: Katzen mit schwarzem Fell können sich leichter verstecken und bei Dämmerung besser auf die Jagd gehen. © blickwinkel/Imago
Eine schwarze Katze ist in Nahaufnahme zu sehen: Ihre gelben Augen blicken geheimnisvoll in die Kamera.
Fakt 11: Schwarze Katzen werden häufiger abgelehnt. Die Zahlen sprechen für sich: Schwarze Katzen aus dem Tierheim müssen durchschnittlich 13 Prozent länger darauf warten, vermittelt zu werden als andere Katzen. Außerdem ergaben amerikanische Studien, dass schwarze Miezen oft als aggressiver und unfreundlicher wahrgenommen werden. Die Vermutung der Wissenschaftler ist, dass Menschen ihre Mimik durch das schwarze Fell schlechter einordnen können. Somit sind die einzigen, denen schwarze Katzen Unglück bringen, sie selbst. © Panthermedia/Imago

Um dies zu erreichen, können wir den Katzen alternative kuschelige Plätze anbieten, die sie als ihre eigenen akzeptieren können. Kissen oder Decken mit unserem Geruch können sie anziehen und für sie somit attraktiv sein. Wenn die Katze sich dennoch unbeirrt auf unseren Sitzplatz begibt, sollten wir liebevoll und geduldig reagieren.

Liebevoll und geheimnisvoll – die Katze kennt keine Grenzen

Das Verhalten unserer Katzen, uns unseren Sitzplatz zu klauen, mag zunächst rätselhaft erscheinen, doch es steckt voller Bedeutung. Es ist ein Ausdruck ihrer tiefen Verbundenheit zu uns, eine Art, ihre Liebe zu zeigen. Gepaart mit ihrem angeborenen Revierverhalten und ihrem Wunsch nach Komfort, ergibt sich ein liebenswerter und geheimnisvoller Mix, der uns immer wieder zum Schmunzeln bringt. Indem wir das Verhalten unserer pelzigen Mitbewohner verstehen und schätzen, können wir unsere Beziehung zu ihnen weiter stärken und das wundervolle Geheimnis ihrer Zuneigung gemeinsam entdecken.

Rubriklistenbild: © Wirestock/Imago

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