Besonders gesund?

Die erste genmodifizierte Tomate ist da – und sie ist lila

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Nicht nur besonders gesund, sondern auch noch ein echter Hingucker auf dem Teller: Eine genmodifizierte, lilafarbene Tomatensorte erobert die Vereinigten Staaten.

Tomaten sind für gewöhnlich rot, mit etwas Glück finden Sie in einem gut sortierten Supermärkten auch gelbe Exemplare. Gärtnerinnen und Gärtner greifen auch gerne zu schwarzen Samen, da alte Tomatensorten wie ‚Indigo Rose‘ besonders würzig schmecken sollen. Aber lilafarbene? Die Früchte, die im reifen Zustand aussehen wie Pflaumen oder übergroße rote Trauben, sind nun in den USA als Saatgut verfügbar. Diese Art von Tomate soll besonders gesund sein.

Anthocyane machen die Tomate so gesund

Lilafarbene Tomaten sind in den USA erstmals auch für private Gemüseanzucht erhältlich. (Symbolbild)

Die genmodifizierten Samen wurden bereits 2023 von den Behörden in den USA zugelassen, sind aber noch nicht in Supermärkten zu finden. Seit Februar können Sie dort offiziell von Privatpersonen gekauft werden. Besonders aufgrund ihres hohen Gehalts an Antioxidantien sollen die GMO-Tomaten („genetically modified food“ – zu Deutsch „genetisch verändertes Lebensmittel“) gesund sein und werden von Ernährungsexperten gelobt.

Alte Tomatensorten: Zehn historische Exemplare, die Sie mal probieren sollten

Tomatensorte Schwarze Krim, aufgeschnitten
Die würzig-süße Schwarze Krim ist ein beliebter Klassiker unter den Fleischtomaten. © Panthermedia/Imago
Tomate Goldene Königin am Strauch
Gelbe Tomaten sind keine neue Züchtung: Die robuste ‚Goldene Königin‘ wird seit 1871 in Deutschland angebaut. © agefotostock/Imago
Tomaten-Sorte ‚Indigo Rose‘
Außen fast schwarz und innen rot: Die historische Sorte ‚Indigo Rose‘ sieht spektakulär aus und schmeckt würzig. © Panthermedia/Imago
Grün geflammte Tomaten-Sorte ‚Green Zebra‘
Die meist grün-gelb geflammte Sorte ‚Green Zebra‘ ist sehr bekannt und mit ihrem melonenartigen süßlichen Aroma auch sehr beliebt.  © Westend61/Imago
Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘
Die Cocktailtomate ‚Gelbes Birnchen‘ ist eine der ältesten heute bekannten Tomatensorten: Rund um 1800 kam sie in den USA auf den Markt und trägt ihre zahlreichen Früchte wie kleine Glühbirnen. © Pond5 Images/Imago
Tomatensorte Andenhorn am Strauch
Wer nicht genau schaut, könnte das ‚Andenhorn‘ mit einer Spitzpaprika verwechseln. Die Ur-Tomate aus Peru ist ideal für Soßen und Pizza. © Pond5 Images/Imago
Bauer erntet Tomaten der Sorte Ochsenherz im Gewächshaus
An der ‚Ochsenherz‘-Fleischtomate kommt keiner vorbei: Die beliebte russische Sorte wird durchaus mal ein Kilogramm schwer. © Rainer Unkel/Imago
Tomaten ‚Moneymaker‘ am Strauch
Der moderne Name täuscht: Die ‚Moneymaker‘ ist eine alte, saftige und ertragreiche Sorte aus England. © Pond5 Images/Imago
Tomate de Berao
Die Eiertomaten-Sorte ‚de Berao‘ wächst sehr schnell und hoch – und ist sogar tolerant gegen Krautfäule und Blütenendfäule. © agefotostock/Imago
Tomatensorte ‚Berner Rose‘
Die ‚Berner Rose‘ sieht nicht spektakulär aus, die Schweizer Sorte ist aber reichtragend und sehr aromatisch – ideal für Salate. © agefotostock/Imago

Gene vom Löwenmäulchen verleihen der Tomate nicht nur die lila Färbung, sondern liefern auch Anthocyane. Diese sekundären Pflanzenstoffe schützen vor Krebs und Hautalterung. Weintrauben, Pflaumen, Auberginen, Kirschen und Blaubeeren enthalten diese Pigmente ebenfalls, genau wie normalen Tomatensorten. Allerdings sind sie dort in geringerer Konzentration vorhanden.

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Der Vermarkter der neuen Sorte, Norfolk Plant Sciences, hat 20 Jahre in die Entwicklung dieser Sorte gesteckt und möchte Gen-Lebensmitteln ein besseres Image verleihen. Wie NPR.org hinzufügt, stellen genmodifizierte Lebensmittel einen aktuellen Trend dar, der gerade erst am Anfang steht. Hierzulande kann man die Sorte (noch) nicht im Handel kaufen, allerdings gibt es vergleichbare Samen, die lilafarbene oder blaue Tomaten ausbilden.

GVO – Was ist das?

Gentechnisch veränderte Organismen (GVO) müssen auf der Zutatenliste als solche gekennzeichnet werden. Nicht gekennzeichnet werden müssen hingegen Hilfsstoffe oder Trägerstoffe wie Vitamine oder Enzyme. Produkte, die von Tieren stammen, die mit gentechnisch veränderten Futtermitteln gefüttert wurden, unterliegen auch nicht der Deklarationspflicht. Wer auf Nummer sicher gehen will, dass er kein gentechnisch verändertes Lebensmittel zu sich nimmt, der sollte zur Bioware greifen.

Verwenden kann man die Sorte wie auch andere Tomaten: In Salaten, zum Snacken oder für eine Tomatensauce der anderen Art.

Rubriklistenbild: © Helmut Meyer zur Capellen/Imago

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