Hersteller warnt

Limo-Marke startet Rückruf: Ganze Charge betroffenen – zwei wichtige Merkmale

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Eine Zitronen-Limo wurde zurückgerufen. (Symbolbild)
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Eine Limo sollten Verbraucher lieber nicht trinken. fritz-kola ruft ein Getränk zurück und warnt. Auch gesundheitliche Konsequenzen können drohen.

Kassel – Ein kühles, erfrischendes Getränk: viele Menschen freuen sich nach Dienstende genau darauf. Wer dafür in die Vorräte im Kühlschrank zurückgreift, sollte aber genau auf das Produkt blicken. Denn fritz-kola, bekannt für seine Limos, startete einen Rückruf.

Limo-Rückruf in Deutschland – Ganze Charge wegen „mikrobiologischen Verunreinigungen“ betroffen

Das Unternehmen informierte die Verbraucher in einem Pressestatement. Demnach betrifft der Rückruf ausschließlich das Produkt „fritz-limo zitrone 0,33l mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.03.26 mit der Produktionskennzahl 9 aus der Abfüllercharge L5090 in der Region Nordrhein-Westfalen“.

Der Hersteller rät davon ab, das Produkt zu trinken. Als Grund nennt fritz-kola „mikrobiologische Verunreinigungen“, die bei einzelnen Flaschen festgestellt worden seien.

Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe?

Duden und Rückruf Duden und Rückruf, 23.11.2024, Borkwalde, Brandenburg, In einem Duden wurde das Wort Rückruf markiert
Bei einem Rückruf wird ein Produkt wegen eines Mangels zurückgenommen. Sie passieren auch gar nicht so selten, wie man denkt – täglich rufen Unternehmen Produkte zurück. Gründe dafür gibt es viele. © Sascha Steinach/IMAGO
Die Kategorienauswahl der App „Lebensmittelwarnung.de“ ist während einer Pressekonferenz des Bundesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu neuen Funktionen des Internetportals „lebensmittelwarnung.de“ sowie einer App für Smartphones vor dem Applogo zu sehen
Rückruf-Aktionen kommen vor allem in der Lebensmittel- und Automobilbranche vor. Sie können aber auch in jeder anderen Branche vorkommen. So zum Beispiel können auch Kosmetik, Elektrogeräte oder Spielzeug betroffen sein. Die Seite lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform für Meldungen des Bundes. Dort veröffentlichen die 16 Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Informationen für Verbraucher. © Sebastian Gollnow/dpa
Neuwagen des Autobauers Ford an seinem Standort in Köln. Bei Ford in Deutschland geht der Personalabbau weiter. Der US-Autokonzern Ford will bis Ende 2027 in Deutschland 2.900 Stellen abbauen, die meisten davon im Kölner Werk.
In der Automobilbranche kommt es häufig zu Rückrufen. Schuld an den Rückruf-Aktionen sind oft Produktionsfehler, wie defekte Bauteile oder Materialschwäche. © Christoph Hardt/panama pictures/IMAGO
Ausgelöster Airbag
Auch Sicherheitsprobleme wie etwa mangelhafte Bremsen oder Airbags führen oft zu Rückrufen.  © stagophoto/panthermedia/imago
Flensburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, 30.05.2024: Fördestraße: Kraftfahrt-Bundesamt
Die Rückrufe bei betroffenen Fahrzeugen erfolgt mithilfe des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Die Fehler der Fahrzeuge werden daraufhin kostenfrei behoben. © dts Nachrichtenagentur/IMAGO
Totenkopf-Warnzeichen auf rohen Kartoffeln auf schwarzem Hintergrund
Bei Lebensmitteln sind laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die häufigste Ursache für Rückrufe sogenannte mikrobiologische Verunreinigungen. © firn/imagebroker/IMAGO
in Huhn, neben einer übergroßen Darstellung eines Viruspartikels bzw. Virus Vogelgrippe, und eine Kuh auf einer Weide.
Die Mikroorganismen können bereits im lebenden Nutztier vorkommen und dann über etwa den Schlachtprozess oder die Rohmilch in die Lebensmittelkette gelangen. Es ist auch möglich, dass Kontaminationen bei der Ernte, Herstellung und Verarbeitung, Lagerung oder Handel von Lebensmitteln auftreten. © Imago/IMAGO/Bihlmayerfotografie
Warnschild mit der Aufschrift Salmonellen, 2.4.2022
Salmonellen sind die Hauptursache bei den mikrobiologischen Kontaminationen. Diese sind Bakterien, deren Stoffwechselprodukte beim Menschen eine akute Darmentzündung, die Salmonellose, auslösen können. Eine typische Salmonelleninfektion äußert sich durch Übelkeit, eventuell Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall, wie etwa das Robert-Koch-Institut informiert.  © Bihlmayerfotografie/IMAGO
verschimmelte Himbeeren, Deutschland
Schimmelpilze können ebenfalls zu Rückrufen führen. Sie produzieren krebserregende Gifte, die Mykotoxine. Diese können akute Vergiftungssymptome wie Erbrechen oder Durchfall hervorrufen. © blickwinkel/IMAGO
Fleischtheke in einer Metzgerei, 05.11.2023
Auch Listerien gehören zu den mikrobiologischen Verunreinigungen. Besonders oft sind hier Lebensmittel, wie Wurst, rohes Fleisch oder auch Rohmilch betroffen (Symbolbild) © Udo Herrmann/IMAGO
Konzept für Antibiotikarückstände und schädliche Bakterien in Fleisch für den menschlichen Verzehr, zeigt ein Stück rohes rotes Fleisch mit einer Injektionsspritze und einen Behälter mit einem Schild mit Medikamentenpillen
Produkte können zudem durch unerwünschte Stoffe verunreinigt sein. Beispiele hierfür sind Pestizide, Schwermetalle, Tierarzneimittel oder auch Rückstände aus Verpackungen. © firn/imagebroker/IMAGO
Feld auf dem ein Traktor Herbizide spritzt
Einige Stoffe sind grundsätzlich verboten. Für andere hingegen, wie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, gibt es dagegen gesetzliche Höchstwerte. Werden hier Grenzwerte überschritten, kann das ebenso zu einem Rückruf führen.  © weingartner-foto/chromorange/IMAGO
ein Schild mit der Aufschrift Lebensmittelallergie liegt neben Besteck auf einem Holztisch
Aber auch falsche Kennzeichnungen, wie beispielsweise bei Allergenen und Unverträglichkeiten, können Rückruf-Aktionen verursachen. © Michael Bihlmayer/bihlmayerfotografie/IMAGO
Frau im weißen T-shirt, die sich am Arm kratzt
Zwischen Allergien und Unverträglichkeiten liegt ein Unterschied. Bei Allergien führen oft schon kleine Mengen einer eigentlich ungefährlichen Substanz zu einer Überreaktion des Immunsystems. Die Auswirkungen allergischer Reaktionen können sich überall am Körper zeigen. Sie betreffen Haut und Schleimhäute, besonders häufig in Mund und Rachen, in Form von Juckreiz, Ekzemen, Schwellungen, Nesselsucht oder Neurodermitis. Bei Unverträglichkeiten kommt es auch ohne immunologische Reaktion zu Beschwerden bei betroffenen Personen. © Dmitrii Marchenko/Zoonar/IMAGO
Arzt macht einen Allergietest, 14.02.2023
Beim Arzt kann man sich auf Allergien und Unverträglichkeiten testen lassen. In beiden Fällen ist es für die Verbraucher wichtig, dass Produkte über korrekte Angaben zu allen Inhaltsstoffen verfügen. Menschen ohne Allergien oder Unverträglichkeiten können die betroffenen Lebensmittel auch weiterhin verzehren. © Pond5 Images/IMAGO
Mindesthaltbarkeitsdatum einer Dose
Eine falsche Kennzeichnung kann auch bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum vorkommen. Ist dieses falsch, muss das Produkt zurückgerufen werden. © stockfotos-mg/zoonar/IMAGO
Beschädigtes Paket in den Händen eines Mannes
Auch fehlerhafte Verpackungen können zu einem Rückruf führen. © Andreypopov/panthermedia/imago
Gläser mit Cremehonig in einer Verpackungslinie in einer kommerziellen Honigfabrik
Im Rahmen der Herstellung oder Verarbeitung kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vorkommen, dass unerkannt Fremdkörper in ein Produkt gelangen. Auch hier werden Produkte zurückgerufen. © lakeview Image Libra/imagebroker/IMAGO
Glasscherben in einer Schale
Fremdkörper können zum Beispiel aus Metall, Kunststoff, Glas oder Holz bestehen. In Lebensmitteln können diese Fremdkörper ein Verletzungsrisiko beim Verzehr darstellen. (Symbolfoto) © lunamarina/imagebroker/IMAGO
Batterien 21.11.2024, Erfurt, Paket mit einem Aufkleber / Gefahrgutaufkleber, der auf Lithium Batterien hinweist
Elektrogeräte können auch zurückgerufen werden. Häufiger Grund ist hier Brandgefahr durch fehlerhafte oder defekte Akkus. © Karina Hessland/IMAGO
Eine offene Packung von Puder, ein Make-up-Pinsel auf einem hellen Hintergrund.
In der Kosmetikbranche sind oft verbotene Duftstoffe die Ursache für Rückruf-Aktionen. Einer der verbotenen Stoffe ist beispielsweise Lyral: Ein Duftstoff, der allergische Reaktionen hervorrufen kann. © Marina Moskalyuk/zoonar/IMAGO
Ein umgekippter Eimer mit Spielzeugen
Bei Spielzeugen können kleine und/oder lose Teile eine Gefahr darstellen und die Ursache für den Rückruf sein. Gerade für kleine Kinder besteht hier die Gefahr, die Teile zu verschlucken. © Ivonne Wierink/zoonar/IMAGO
Mädchen (6), spielt mit Bauklötzen, Kiel, Deutschland
Auch durch scharfe Kanten oder spitze Ecken kann eine Verletzungsgefahr entstehen. © alimdi/IMAGO
Detailaufnahme eines Jeansreißverschlusses , Deutschland, 01.03.2024
Bei Kleidung können unter anderem Produktionsfehler zu einem Rückruf führen. Dadurch kann es zu Defekten und damit zu einer Verletzungsgefahr kommen. Ein Beispiel dafür sind kaputte Reißverschlüsse. © Ulrich Roth/IMAGO
Gestrickte Pullover auf einem Stapel übereinander
Oft sind aber auch chemische Substanzen schuld, die zu Hautreizungen führen oder Allergien auslösen können. © ingimage/IMAGO

„Mikrobiologische Verunreinigungen können bei allen Lebensmitteln vorkommen, sind meist nicht sichtbar und lassen sich mit Labormethoden nachweisen“, informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Mikroorganismen könnten zu Fäulnis und Verderbnis von Lebensmittel beitragen oder „den Menschen sogar krank machen, wie Ausbrüche durch Erreger in Lebensmitteln immer wieder zeigen, z.B. mit Salmonellen“, so das BfR. Um welche Verunreinigung es sich bei dem Ausbruch genau handelt, teilt der Hersteller nicht mit.

Rückruf von Limo: Auf zwei Details sollten Verbraucher achten

fritz-kola informiert, dass Verbraucher die Verunreinigung „durch übermäßigen Druck und auffälligen Geruch und Geschmack“ erkennen könnten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum können Verbraucher auf dem Flaschenhals ablesen. Direkt unter der Jahreszahl stehe auch die Produktionskennzahl, heißt es.

Dieses Produktbild teilte das Unternehmen mit den Verbrauchern.

Die Rückruf-Details in der Übersicht:

Produktfritz-limo zitrone 0,33l
Mindeshaltbarkeitsdarum31.03.26
Produktkennzahl9
AbfüllerchargeL5090
RegionNordrhein-Westfalen

Produkt-Rückruf: Verbraucher erhalten Geld für Limo zurück

„Verbraucher, die ein Produkt aus der beschriebenen Produktionsmenge gekauft haben, werden gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren, sondern es vorsichtig zu entleeren“, schreibt fritz-kola in der Pressemitteilung.

Den Kaufpreis erhalten Kunden zurück, wenn sie ein Foto der entsprechenden Limo mit dem Aufdruck von Mindesthaltbarkeitsdatum 31.03.26 mit der Produktionskennzahl 9 und den Kassenzettel an diese Mail schicken: reklamation@fritz-kola.com. Auch aufgrund eines Snack-Rückrufs müssen Konsumenten achtgeben. (mbr)

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