Eine Zitronen-Limo wurde zurückgerufen. (Symbolbild)
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Von Michelle Brey
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Eine Limo sollten Verbraucher lieber nicht trinken. fritz-kola ruft ein Getränk zurück und warnt. Auch gesundheitliche Konsequenzen können drohen.
Kassel – Ein kühles, erfrischendes Getränk: viele Menschen freuen sich nach Dienstende genau darauf. Wer dafür in die Vorräte im Kühlschrank zurückgreift, sollte aber genau auf das Produkt blicken. Denn fritz-kola, bekannt für seine Limos, startete einen Rückruf .
Limo-Rückruf in Deutschland – Ganze Charge wegen „mikrobiologischen Verunreinigungen“ betroffen Das Unternehmen informierte die Verbraucher in einem Pressestatement . Demnach betrifft der Rückruf ausschließlich das Produkt „fritz-limo zitrone 0,33l mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 31.03.26 mit der Produktionskennzahl 9 aus der Abfüllercharge L5090 in der Region Nordrhein-Westfalen “.
Der Hersteller rät davon ab, das Produkt zu trinken. Als Grund nennt fritz-kola „mikrobiologische Verunreinigungen“, die bei einzelnen Flaschen festgestellt worden seien.
Salmonellen, Listerien, Fremdkörper – Was sind die häufigsten Gründe für Rückrufe? Bei einem Rückruf wird ein Produkt wegen eines Mangels zurückgenommen. Sie passieren auch gar nicht so selten, wie man denkt – täglich rufen Unternehmen Produkte zurück. Gründe dafür gibt es viele. © Sascha Steinach/IMAGO Rückruf-Aktionen kommen vor allem in der Lebensmittel- und Automobilbranche vor. Sie können aber auch in jeder anderen Branche vorkommen. So zum Beispiel können auch Kosmetik, Elektrogeräte oder Spielzeug betroffen sein. Die Seite lebensmittelwarnung.de ist die offizielle Plattform für Meldungen des Bundes. Dort veröffentlichen die 16 Bundesländer und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit Informationen für Verbraucher. © Sebastian Gollnow/dpa In der Automobilbranche kommt es häufig zu Rückrufen. Schuld an den Rückruf-Aktionen sind oft Produktionsfehler, wie defekte Bauteile oder Materialschwäche. © Christoph Hardt/panama pictures/IMAGO Auch Sicherheitsprobleme wie etwa mangelhafte Bremsen oder Airbags führen oft zu Rückrufen. © stagophoto/panthermedia/imago Flensburg, Schleswig-Holstein, Deutschland, 30.05.2024: Fördestraße: Kraftfahrt-Bundesamt Die Rückrufe bei betroffenen Fahrzeugen erfolgt mithilfe des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA). Die Fehler der Fahrzeuge werden daraufhin kostenfrei behoben. © dts Nachrichtenagentur/IMAGO Totenkopf-Warnzeichen auf rohen Kartoffeln auf schwarzem Hintergrund Bei Lebensmitteln sind laut dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit die häufigste Ursache für Rückrufe sogenannte mikrobiologische Verunreinigungen. © firn/imagebroker/IMAGO in Huhn, neben einer übergroßen Darstellung eines Viruspartikels bzw. Virus Vogelgrippe, und eine Kuh auf einer Weide. Die Mikroorganismen können bereits im lebenden Nutztier vorkommen und dann über etwa den Schlachtprozess oder die Rohmilch in die Lebensmittelkette gelangen. Es ist auch möglich, dass Kontaminationen bei der Ernte, Herstellung und Verarbeitung, Lagerung oder Handel von Lebensmitteln auftreten. © Imago/IMAGO/Bihlmayerfotografie Warnschild mit der Aufschrift Salmonellen, 2.4.2022 Salmonellen sind die Hauptursache bei den mikrobiologischen Kontaminationen. Diese sind Bakterien, deren Stoffwechselprodukte beim Menschen eine akute Darmentzündung, die Salmonellose, auslösen können. Eine typische Salmonelleninfektion äußert sich durch Übelkeit, eventuell Erbrechen, Bauchschmerzen, Fieber und Durchfall, wie etwa das Robert-Koch-Institut informiert. © Bihlmayerfotografie/IMAGO verschimmelte Himbeeren, Deutschland Schimmelpilze können ebenfalls zu Rückrufen führen. Sie produzieren krebserregende Gifte, die Mykotoxine. Diese können akute Vergiftungssymptome wie Erbrechen oder Durchfall hervorrufen. © blickwinkel/IMAGO Fleischtheke in einer Metzgerei, 05.11.2023 Auch Listerien gehören zu den mikrobiologischen Verunreinigungen. Besonders oft sind hier Lebensmittel, wie Wurst, rohes Fleisch oder auch Rohmilch betroffen (Symbolbild) © Udo Herrmann/IMAGO Konzept für Antibiotikarückstände und schädliche Bakterien in Fleisch für den menschlichen Verzehr, zeigt ein Stück rohes rotes Fleisch mit einer Injektionsspritze und einen Behälter mit einem Schild mit Medikamentenpillen Produkte können zudem durch unerwünschte Stoffe verunreinigt sein. Beispiele hierfür sind Pestizide, Schwermetalle, Tierarzneimittel oder auch Rückstände aus Verpackungen. © firn/imagebroker/IMAGO Feld auf dem ein Traktor Herbizide spritzt Einige Stoffe sind grundsätzlich verboten. Für andere hingegen, wie Pflanzenschutz- und Schädlingsbekämpfungsmittel, gibt es dagegen gesetzliche Höchstwerte. Werden hier Grenzwerte überschritten, kann das ebenso zu einem Rückruf führen. © weingartner-foto/chromorange/IMAGO ein Schild mit der Aufschrift Lebensmittelallergie liegt neben Besteck auf einem Holztisch Aber auch falsche Kennzeichnungen, wie beispielsweise bei Allergenen und Unverträglichkeiten, können Rückruf-Aktionen verursachen. © Michael Bihlmayer/bihlmayerfotografie/IMAGO Frau im weißen T-shirt, die sich am Arm kratzt Zwischen Allergien und Unverträglichkeiten liegt ein Unterschied. Bei Allergien führen oft schon kleine Mengen einer eigentlich ungefährlichen Substanz zu einer Überreaktion des Immunsystems. Die Auswirkungen allergischer Reaktionen können sich überall am Körper zeigen. Sie betreffen Haut und Schleimhäute, besonders häufig in Mund und Rachen, in Form von Juckreiz, Ekzemen, Schwellungen, Nesselsucht oder Neurodermitis. Bei Unverträglichkeiten kommt es auch ohne immunologische Reaktion zu Beschwerden bei betroffenen Personen. © Dmitrii Marchenko/Zoonar/IMAGO Arzt macht einen Allergietest, 14.02.2023 Beim Arzt kann man sich auf Allergien und Unverträglichkeiten testen lassen. In beiden Fällen ist es für die Verbraucher wichtig, dass Produkte über korrekte Angaben zu allen Inhaltsstoffen verfügen. Menschen ohne Allergien oder Unverträglichkeiten können die betroffenen Lebensmittel auch weiterhin verzehren. © Pond5 Images/IMAGO Mindesthaltbarkeitsdatum einer Dose Eine falsche Kennzeichnung kann auch bei dem Mindesthaltbarkeitsdatum vorkommen. Ist dieses falsch, muss das Produkt zurückgerufen werden. © stockfotos-mg/zoonar/IMAGO Beschädigtes Paket in den Händen eines Mannes Auch fehlerhafte Verpackungen können zu einem Rückruf führen. © Andreypopov/panthermedia/imago Gläser mit Cremehonig in einer Verpackungslinie in einer kommerziellen Honigfabrik Im Rahmen der Herstellung oder Verarbeitung kann es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen vorkommen, dass unerkannt Fremdkörper in ein Produkt gelangen. Auch hier werden Produkte zurückgerufen. © lakeview Image Libra/imagebroker/IMAGO Glasscherben in einer Schale Fremdkörper können zum Beispiel aus Metall, Kunststoff, Glas oder Holz bestehen. In Lebensmitteln können diese Fremdkörper ein Verletzungsrisiko beim Verzehr darstellen. (Symbolfoto) © lunamarina/imagebroker/IMAGO Batterien 21.11.2024, Erfurt, Paket mit einem Aufkleber / Gefahrgutaufkleber, der auf Lithium Batterien hinweist Elektrogeräte können auch zurückgerufen werden. Häufiger Grund ist hier Brandgefahr durch fehlerhafte oder defekte Akkus. © Karina Hessland/IMAGO Eine offene Packung von Puder, ein Make-up-Pinsel auf einem hellen Hintergrund. In der Kosmetikbranche sind oft verbotene Duftstoffe die Ursache für Rückruf-Aktionen. Einer der verbotenen Stoffe ist beispielsweise Lyral: Ein Duftstoff, der allergische Reaktionen hervorrufen kann. © Marina Moskalyuk/zoonar/IMAGO Ein umgekippter Eimer mit Spielzeugen Bei Spielzeugen können kleine und/oder lose Teile eine Gefahr darstellen und die Ursache für den Rückruf sein. Gerade für kleine Kinder besteht hier die Gefahr, die Teile zu verschlucken. © Ivonne Wierink/zoonar/IMAGO Mädchen (6), spielt mit Bauklötzen, Kiel, Deutschland Auch durch scharfe Kanten oder spitze Ecken kann eine Verletzungsgefahr entstehen. © alimdi/IMAGO Detailaufnahme eines Jeansreißverschlusses , Deutschland, 01.03.2024 Bei Kleidung können unter anderem Produktionsfehler zu einem Rückruf führen. Dadurch kann es zu Defekten und damit zu einer Verletzungsgefahr kommen. Ein Beispiel dafür sind kaputte Reißverschlüsse. © Ulrich Roth/IMAGO Gestrickte Pullover auf einem Stapel übereinander Oft sind aber auch chemische Substanzen schuld, die zu Hautreizungen führen oder Allergien auslösen können. © ingimage/IMAGO „Mikrobiologische Verunreinigungen können bei allen Lebensmitteln vorkommen, sind meist nicht sichtbar und lassen sich mit Labormethoden nachweisen“, informiert das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) . Mikroorganismen könnten zu Fäulnis und Verderbnis von Lebensmittel beitragen oder „den Menschen sogar krank machen, wie Ausbrüche durch Erreger in Lebensmitteln immer wieder zeigen, z.B. mit Salmonellen“, so das BfR. Um welche Verunreinigung es sich bei dem Ausbruch genau handelt, teilt der Hersteller nicht mit.
Rückruf von Limo: Auf zwei Details sollten Verbraucher achten fritz-kola informiert, dass Verbraucher die Verunreinigung „durch übermäßigen Druck und auffälligen Geruch und Geschmack“ erkennen könnten. Das Mindesthaltbarkeitsdatum können Verbraucher auf dem Flaschenhals ablesen. Direkt unter der Jahreszahl stehe auch die Produktionskennzahl, heißt es.
Dieses Produktbild teilte das Unternehmen mit den Verbrauchern.
© Screenshot fritz-kola
Die Rückruf-Details in der Übersicht:
Produkt fritz-limo zitrone 0,33l Mindeshaltbarkeitsdarum 31.03.26 Produktkennzahl 9 Abfüllercharge L5090 Region Nordrhein-Westfalen
Produkt-Rückruf: Verbraucher erhalten Geld für Limo zurück „Verbraucher, die ein Produkt aus der beschriebenen Produktionsmenge gekauft haben, werden gebeten, das Produkt nicht zu konsumieren, sondern es vorsichtig zu entleeren“, schreibt fritz-kola in der Pressemitteilung.
Den Kaufpreis erhalten Kunden zurück, wenn sie ein Foto der entsprechenden Limo mit dem Aufdruck von Mindesthaltbarkeitsdatum 31.03.26 mit der Produktionskennzahl 9 und den Kassenzettel an diese Mail schicken: reklamation@fritz-kola.com. Auch aufgrund eines Snack-Rückrufs müssen Konsumenten achtgeben . (mbr)