VonKai Hartwigschließen
Sandra Sporerschließen
Diverse Käse-Sorten sind potenziell mit gefährlichen Bakterien belastet. Diese können schwere gesundheitliche Folgen haben. Deshalb gibt es einen Rückruf.
Update vom 17. April, 9.51 Uhr: Die Feinkäserei Sarzbüttel hat derzeit einen dringenden Rückruf für einige ihrer Käseprodukte ausgegeben. Der Auslöser ist eine potenzielle Kontamination der Produkte mit Listerien. Das Bundesamt für Verbraucherschutz gibt nun bekannt, dass zusätzliche Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) betroffen sein könnten. Im Fokus steht das Produkt „Nordseekäse 55% - Scheiben in der Mehrlagenpackung, Frischepack 2 Lagen, 150g“ mit den nachstehenden Haltbarkeitsdaten:
- 11.05.2024
- 13.05.2024
Großer Käse-Rückruf ausgeweitet: Rewe warnt vor weiteren Produkten
Update vom 16. April, 11.27 Uhr: Die Feinkäserei Sarzbüttel musste kürzlich mehrere Käse-Produkte zurückrufen. Wie auf der Rewe-Homepage mitgeteilt wurde, könnten noch weitere Mindesthaltbarkeitsdaten (MHD) von dem Rückruf betroffen sein.
Demnach könnte auch bei dem „Nordseekäse – Scheiben in der 160 Gramm-Schale“, der im Hersteller-Rückrufschreiben als „Nordseekäse 55% Fett i. Tr.“ bezeichnet wurde, bei folgenden MHD eine „mikrobiologische Verunreinigung mit Listeria monocytogenes“ aufgetreten sein:
- 16.05.2024
- 22.05.2024
- 27.05.2024
Kunden wird dringend vom Verzehr abgeraten, sollten sie entsprechende Käse-Packungen des „Nordseekäse 55% Fett i. Tr.“ mit den oben genannten MHD gekauft haben. Auf Anfrage von IPPEN.MEDIA erklärte eine Sprecherin der Feinkäserei Sarzbüttel, man müsse die Angaben von Rewe erst innerhalb des eigenen Unternehmens prüfen. Erst dann sei mit einer Stellungnahme zu rechnen.
Dringender Käse-Rückruf: Listerien-Kontamination kann „nicht ausgeschlossen werden“
Erstmeldung vom 13. April: München – Fast zu jeder Mahlzeit kann man Käse essen. In der Früh als Käsebrot, Mittags auf Pizza oder Pasta und abends als Begleitung zu einem Glas Wein. Allerdings sollten Verbraucher bei den Produkten der Meierei-Genossenschaft Sarzbüttel derzeit genauer hinschauen, bevor sie verzehrt werden. Ein Rückruf betrifft mehrere Chargen verschiedener Sorten. Es besteht die Möglichkeit, dass diese Produkte mit Listerien kontaminiert sind. Auch Käse eines anderen Herstellers wird derzeit zurückgerufen.
Das Unternehmen teilt in einer Pressemitteilung mit: „Leider kann eine mikrobiologische Belastung (Listeria monocytogenes) nicht ausgeschlossen werden“. Der Rückruf betrifft insgesamt vier Produkte. Diese werden auf der Webseite lebensmittelwarnung.de des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit aufgelistet:
- Schlemmerkäse 60% Fett i. Tr
- Osterkäse 60% Fett i. Tr
- Westwind 55% Fett i. Tr
- Nordseekäse 55% Fett i. Tr
Die Chargennummer 362-2 des Schlemmerkäses mit den Mindesthaltbarkeitsdaten 25.7.2024 und 1.8.2024 ist betroffen. Beim Osterkäse handelt es sich um die Chargennummer 034-2 und das Mindesthaltbarkeitsdatum 22.9.2024. Beim Käse „Westwind“ sind Produkte der Chargennummer 045-2 mit Mindesthaltbarkeitsdatum 19.9.2024 vom Rückruf betroffen. Beim Nordseekäse ist es die Chargennummer 059-2 mit Mindesthaltbarkeitsdatum 26.9.2024. Die Chargennummer befindet sich auf dem Rückenetikett.
Hier sind noch einmal alle wichtigen Informationen zum Rückruf zusammengefasst:
| Produkt | Chargennummer / Mindesthaltbarkeitsdatum |
|---|---|
| Schlemmerkäse 60% Fett i. Tr | 362-2 / 25.7.2024 und 1.8.2024 |
| Osterkäse 60% Fett i. Tr | 034-2 / 22.9.2024 |
| Westwind 55% Fett i. Tr | 045-2 / 19.9.2024 |
| Nordseekäse 55% Fett i. Tr | 059-2 / 26.9.2024 |
Vom Rückruf betroffene Käse-Produkte keinesfalls essen – Listerien können Gesundheit beeinträchtigen
Die betroffenen Produkte sollten auf keinen Fall verzehrt werden. Eine Infektion mit Listerien kann ernsthafte Konsequenzen haben. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) warnt, dass dies zu „leichten, grippeähnlichen Erkrankungen (…) über systemische Infektionen bis hin zu Hirnhaut- und Gehirnentzündungen mit einem hohen Anteil an tödlichen Verläufen“ führen kann.
Besonders gefährdet sind Menschen mit einem schwachen oder geschwächten Immunsystem, wie zum Beispiel Senioren oder Kinder. Bei ihnen ist ein schwerer Krankheitsverlauf wahrscheinlich. Gesunde Erwachsene zeigen meist nur leichte Symptome. Schwangere sollten besonders vorsichtig sein. „Infektionen bei Schwangeren können Fehl- oder Frühgeburten zur Folge haben“, warnt das BfR.
Kunden, die ein Produkt aus den betroffenen Chargen besitzen, können dieses zurückgeben und erhalten eine Rückerstattung. Bei weiteren Fragen steht das Qualitätsmanagement des Unternehmens unter der Telefonnummer 04806/901410 oder per E-Mail an qm@kaeserei-sarzbuettel.de zur Verfügung. Es gibt auch einen Rückruf für einige Gewürze, da sie krebserregende Stoffe enthalten. Zudem wird ein beliebtes Backprodukt zurückgerufen. (sp)
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