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Bekämpfung von Löwenzahn, Giersch & Co.: Die fünf effektivsten Werkzeuge

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Mit dem entsprechenden Werkzeug wie diesem Grubber kann man Unkraut oft wirkungsvoller jäten als per Hand.
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Mit der Hand Unkraut jäten ist schön und gut. Spezielle Gartengeräte erleichtern die Arbeit jedoch ungemein und sind zumeist auch viel wirkungsvoller.

Manches Problem muss man bei der Wurzel fassen. Dazu zählt zum Beispiel der Löwenzahn. Seine tiefen Pfahlwurzeln sitzen so hartnäckig fest im Boden, dass man mit reiner Handarbeit nicht weit kommt. Ein passendes Werkzeug ist hier hilfreich. Aber auch Beikräuter wie Brennnesseln und Giersch kann man mit einer geeigneten Gerätschaft nachhaltiger und ohne Chemie entfernen.

Fünf effektive Werkzeuge gegen Unkraut wie Löwenzahn, Giersch & Co.

Um dem Unkraut oder Beikraut Herr zu werden, gibt es einige Grundregeln: Man sollte das Unkraut möglichst früh in seiner Vegetationsperiode entfernen, bevor es sich über Samen oder Ausläufer ausbreiten kann. Wurzelunkräuter wie Löwenzahn, Ampfer, Giersch oder Ackerwinde muss man gründlich mit Wurzel beseitigen, da sie sich sonst rasch wieder ausbreiten. Außerdem ist Regelmäßigkeit wichtig, vor allem nach einem Regenschauer fangen Beikräuter wie alles Grün wieder an zu sprießen.

Schneller und einfacher gelingt das Jäten mit folgendem Gartenwerkzeug:

  • Der Grubber: Drei Zinken helfen, den Boden zu lockern, sodass sich festsitzende Wurzeln leicht aus dem Boden lösen.
  • Der Sauzahn: Die Hakenspitze ist ebenso wie Fugenkratzer oder -messer ideal für Unkraut, das sich zwischen Pflastersteinen und Rillen eingenistet hat.
  • Die Ziehhacke: Gibt es in kurzer und langer Ausführung. Sie ist gut für flach wurzelnde Pflanzen geeignet, die sich mit ihrer scharfen Klinge leicht abziehen lassen.
  • Der Löwenzahnzieher: Wenn man besonders viel davon im Garten hat, lohnt sich die Anschaffung. Wie ein Korkenzieher schraubt sich die Winde in den Boden und packt das Übel bei der Wurzel.
  • Der Unkrautstecher: Eine rückenschonende Alternative mit langem Stab und Stahlkrallen, mit der man außerdem zu piksenden Disteln und Brennnesseln auf Abstand gehen kann. Sehr ähnlich funktioniert auch die Gartenkralle, die zusätzlich den Boden auflockert.

Gar nicht fad: Zehn immergrüne Bodendecker, die Ihren Garten zum Blickfang machen

Kleines Immergrün (Vinca minor) mit vielen blauen Blüten in der Nahaufnahme
Das Kleine Immergrün (Vinca minor) ist ein Klassiker unter den Bodendeckern und sehr ausbreitungsfreudig. © alimdi/Imago
Eine Schwedische Zwergmispel oder Kriechmispel (Cotoneaster suecicus) in Nahaufnahme
Die Schwedische Zwergmispel oder Kriechmispel (Cotoneaster suecicus) gibt es auch als Strauch mit panaschierten Blättern. © blickwinkel/Imago
Dickmännchen bzw. Ysander (Pachysandra terminalis), Blätter mit Raureif
Das Dickmännchen oder Ysander ist ein immergrüner Halbstrauch für Schatten bis Halbschatten.  © blickwinkel/Imago
Eine Gelapptblättrige Waldsteinie (Waldsteinia geoides) mit vielen gelben Blüten und blühenden Vergissmeinnicht
Von April bis Juni zeigt die Waldsteinie (Waldsteinia geoides) auch im Schatten ihre gelben Blüten. © McPHOTO/Imago
Die Schaumblüte (Tiarella) mit Blättern in Nahaufnahme
Die Schaumblüte (Tiarella) bietet im Frühling zarte Blütenkerzen und im Winter eine schöne Laubfärbung. © Panthermedia/Imago
Eine Gelbbunte Kriechspindel (Euonymus fortunei) im Beet
Die Kriechspindel (Euonymus fortunei) ist sehr attraktiv, robust und lässt sich auch als Hecke oder Strauch ziehen.  © imagebroker/Imago
Eine Walderdbeerpflanze im Gras mit vielen roten Früchten
Auch die Walderdbeere ist mit ihren essbaren Früchten ein immergrüner Bodendecker für Sonne und Halbschatten. © blickwinkel/Imago
Eine orange blühende Flaumige Elfenblume der Sorte Orangenkönigin
Diese Flaumige Elfenblume unterdrückt Unkraut und trägt zu Recht den Namen „Orangenkönigin“. © blickwinkel/Imago
Sich überlappende Blätter der Haselwurz (Asarum europaeum) in Nahaufnahme
Die Haselwurz (Asarum europaeum) bildet auch im Winter einen glänzend-grünen Teppich. © blickwinkel/Imago
Sand-Thymian oder Quendel (Thymus serpyllum) in Nahaufnahme
Sand-Thymian oder Quendel (Thymus serpyllum) lässt sich im Herbst gut vermehren. © imagebroker/Imago

Leichter lässt sich Unkraut jäten, wenn der Boden leicht feucht ist oder wenn man den Boden zuvor mit einer Grabegabel auflockert. Vor allem bei Wurzelunkräutern sollte man darauf achten, diese restlos aus dem Beet oder Rasen zu entfernen.

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