VonSimon Monesschließen
MAN hat den ersten Schwerlast-Lkw eTGX übergeben. Auf der Langstrecke kommt der 40-Tonner aber nicht zum Einsatz.
Beim Klimaschutz spielt die Elektromobilität eine wichtige Rolle. In Norwegen ist der Umstieg bereits im vollen Gange. In Deutschland tun sich die Elektroautos indes noch schwer – auch wenn es im September wieder etwas aufwärts ging. Doch nicht nur bei den Pkw schreitet die Elektrifizierung voran, sondern auch bei Lkw. So hat MAN kürzlich in Leipzig den ersten Schwerlast-Lkw eTGX an die Dräxelmaier Group übergeben. Zwei weitere sollen bis Jahresende folgen.
Elekro-Lkw wird den Diesel-Lastwagen verdrängen
„Das ist ein Meilenstein in unserer Unternehmensgeschichte. Vor 100 Jahren hat MAN den ersten Diesel-Lkw vorgestellt. Jetzt starten wir durch in ein neues elektrisches Zeitalter“, äußerte sich MAN CEO Alexander Vlaskamp stolz zur Übergabe des eTrucks. Der Hersteller geht davon aus, dass bereits 2030 jeder zweite Lkw batterieelektrisch sein wird. So lägen bereits 2.500 Bestellungen und Bestellanfragen vor. Schon 2040 könnte der Diesel-Antrieb weitestgehend verdrängt sein, prognostiziert die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC.
Der 40-Tonner soll künftig die Batterien für den Porsche Macan Electric transportieren. Durchschnittlich hat der eTGX dabei 15,5 Tonnen geladen. Dabei wird der Elektro-Lkw jedoch kaum gefordert: Die Entfernungen zwischen dem Dräxelmaier-Standort und dem Porsche-Werk in Leipzig beträgt nämlich grade einmal fünf Kilometer.
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MAN plant stärkere Version des eGTX
Dabei hat der E-Truck von MAN deutlich mehr drauf. Der eGTX jat 450 PS (330 kW) und verfügt über eine Batteriekapazität von 534 kWh (davon nutzbar 480 kWh) mit sechs Batterie-Packs. Geladen wird mit bis zu 375 kW über CCS. Hinzu kommen ein voll digitaler Fahrerarbeitsplatz sowie eine Aufsattelhöhe von 950 Millimeter beim Lowliner.
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Damit der eGTX auch im Fernverkehr bestehen kann, plant MAN eine noch stärkere Version des Elektro-Lkw. Dieser soll dann 544 PS (400 kW) haben und über sieben Hochvolt-Batterien verfügen. Die Reichweite liegt dann bei rund 650 Kilometern. Dank dem Megawatt-Standard MCS sollen künftig Ladeleistungen von einem Megawatt und mehr möglich sein. In nur 30 Minuten soll der E-Lkw dann von zehn auf 80 Prozent laden. Zusammen mit E.ON will MAN die notwendige Infrastruktur dafür schaffen. So können Lkw künftig etwa an der Allianz-Arena ultraschnell laden.
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