Nach Mars-Trennung: Mit welcher Marke Edeka jetzt seine Regale auffüllt
VonNina Brugger
schließen
Kein Orbit, Wrigley‘s oder Airwaves mehr – nach dem Bruch mit Mars vertieft Edeka die Beziehung zu Lebensmittelunternehmen Migros.
Kassel – Wer auf der Suche nach der Retro-Edition von Twix ist, die jetzt kurzzeitig als Raider erhältlich ist, wird in Edeka-Filialen nicht fündig werden. Denn: Produkte von Mars gibt es bald nicht mehr bei Edeka. Ob Snickers, M&M‘s, Whiskas-Katzenfutter oder Kaugummi wie Airwaves – das gesamte Sortiment des US-Konzerns Mars fällt dauerhaft aus den Supermarkt-Regalen. Doch jetzt hat Edeka eine Alternative für Kaugummi.
Lieferengpässe, Energiekrise, Inflation. Die vergangenen Monate trafen besonders die Lebensmittelbranche stark. Das war nicht nur für Verbraucher und Verbraucherinnen schwer, sondern setzte auch Händler wie Edeka unter Druck. Markenhersteller hielten die Margen hoch, was zu Unstimmigkeiten führte – wie beispielsweise zwischen Edeka oder Rewe und Herstellern wie Mars, Coca-Cola und Pepsico. Und im Falle von Deutschlands größter Einzelhandelskette Edeka und Mars kam es zu keiner Einigung.
Beim Einkauf Geld sparen: Welche Tipps und Tricks Verbraucher kennen sollten
Das Handels-Aus hat weitreichende Folgen: Auf etwa 300 Millionen Euro belaufen sich die Umsatzeinbußen der deutschen Supermarktkette Edeka laut eines von der Lebensmittel Zeitung (LZ) zitierten Kaufmannes. Insgesamt etwa 400 Produkte – Eine Bandbreite, die zu Lieferlücken und leeren Regalen in den Märkten führt.
Neue Kaugummi-Produkte: Edeka weitet Beziehungen aus
Doch zumindest im Kaugummi-Regal ist Rettung in Sicht: Nach Informationen der LZ weitet Edeka die Beziehungen mit dem Schweizer Handelsunternehmen Migros aus. Statt Orbit, Wrigley‘s, Airwaves und Hubba Bubba soll Migros künftig Edeka-Filialen mit Kaugummis der Firmentochter Skai beliefern. Zehn Sorten sollen es sein, sieben in 20-Gramm- und drei in 64-Gramm-Packung. Außerdem ist Edeka seit kurzem Exklusiv-Partner für ein neues Kaffeekapselsystem der Migros-Tochter Delica. Die Übernahme weiterer Produkte sei in Planung. (Nina Brugger)