„Schönheitsklinik für Autos“

Matthias Malmedie hübscht Fiat Multipla auf: „Soll cool werden“

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Mit seinem Multipla hat Matthias Malmedie viel vor. Aber bevor das Projekt richtig starten kann, muss der Fiat erst einmal aufgearbeitet werden. Dafür gehts ihm ans Blech und den Lack.

Wenn es um die Frage geht, welches das hässlichste Auto aller Zeiten ist, gibt es einen ganz besonderen Kandidaten: den Fiat Multipla. Und doch ist der Italiener inzwischen etwas kultig, so sehr, dass sich auch Matthias Malmedie ihm angenommen hat. Und er hat große Pläne: „Das Auto soll wirklich cool werden!“ Zunächst muss der Muiltipla jedoch erstmal aufgehübscht werden.

Dafür fährt Matthias Malmedie in „eine Schönheitsklinik für Autos“. Dort geht es dem Fiat an Lack und Blech. Entsprechend müssen die Ferrari-Logos weichen. Die Aufkleber am Heck und den Türen bleiben jedoch auf Wunsch der Instagram-Fans des Grip-Moderators. Bevor aber die schweren Geschütze aufgefahren werden können, muss der Multipla erst mal gewaschen werden. Und zwar gründlich.

Der Fiat Multipla bekommt in der „Schönheitsklinik“ eine gründliche Wäsche.

Matthias Malmedie hübscht Fiat Multipla auf: „Soll cool werden“

Zwei bis drei Stunden veranschlagt der Aufbereitungsexperte Leon für die Autowäsche: „Der hat ja nie Liebe bekommen!“ Um wirklich jedes Ritze sauber zubekommen, wird neben dem Hochdruckreiniger und einem Schwamm auch ein Pinsel eingesetzt. Der erste Schritt ist aber, den Multipla, den Matthias Malmedie inzwischen ins Herz geschlossen hat, mit einer Lauge einzusprühen.

Die zehn hässlichsten Autos aller Zeiten: Design-Sünden der Hersteller

Die erste Generation der Mercedes A-Klasse.
Platz 10: Mercedes-Benz A-Klasse. Die ersten Generationen der A-Klasse waren alles andere als eine Schönheit. Seit 2012 kann sich der Kompaktwagen jedoch sehen lassen. Dennoch fliegt die A-Klasse bald aus dem Programm. © Mercedes-Benz AG
Audi A2
Platz 9: Audi A2. Natürlich darf auch der A2 in diesem Ranking nicht fehlen. Hier ging der Nutzen klar vor Design. Mit einem cw-Wert von 0,252 kann der Kompaktwagen locker mit modernen Stromern mithalten. Und auch sonst war der Audi A2 seiner Zeit weit voraus. Vermutlich etwas zu weit, denn 2005 wurde die Produktion nach sechs Jahren eingestellt. Inzwischen genießt der Ingolstädter einen Kult-Status. © Heritage Images/Imago
Ein Chrysler PT Cruiser von 2009 auf der San Diego International Auto Show
Platz 8: Chrysler PT Cruiser. Den Kompatkwagen gab es alternativ auch als Cabrio. Optisch erinnert der PT Cruiser durch seine lange Motorhaube etwas an die Autos der 20er oder 30er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts. 2010 war nach zehn Jahren Bauzeit und einem Facelift dann Schluss. © UPI Photo/Imago
Ford Edsel Villager
Platz 7: Ford Edsel Villager. Ende der 1950er-Jahre führte die Ford Motor Company die Tochtermarke Edsel ein. Ab 1958 ging diese unter anderem mit dem Villager auf Kundenfang. Wirklich beliebt waren die Marke und ihre Modelle damals jedoch nicht. Das lag aber viel mehr an dem ungewöhnlich hohen ovalen Kühlergrill, der so manchen Kritiker an einen Toilettensitz erinnerte. Nach drei Jahren war dann Schluss mit Edsel und dem Villager. Für Ford ein teurer Flop, der fast für den Ruin des US-Autogiganten gesorgt hätte. © Chromorange/Imago
Ein Alfa Romeo SZ.
Platz 6: Alfa Romeo SZ. Nicht schön, dafür aber teuer. Der Alfa Romeo SZ kostete Anfang der 1990er-Jahre sagenhafte 100.000 DM (ca. 51.129 Euro). Der Sportwagen war zudem auf 1.000 Exemplare limitiert. Ob die Italiener wussten, dass der Sportwagen nicht besonders gelungen ist? © Alfa Romeo
Pontiac Aztek
Platz 5: Pontiac Aztek. Von 2001 bis 2005 baute Pontiac diese „Schönheit“. Der Crossover-SUV verkaufte sich immerhin rund 1115.000 Mal. Zu besonderem Ruhm kam der Aztek zudem durch die TV-Serie „Breaking Bad“, in der er von der Hauptfigur Walter White gefahren wird. Allerdings wird der SUV in jeder Episode beschädigt. © Daniel Lippitt/AFP
SsangYong Rodius
Platz 4: SsangYong Rodius. Für einen Platz auf dem Podium hat es für den Koreaner nicht ganz gereicht. Gleiches gilt aber auch für ein eigenständiges Design. Der Kühler erinnert etwas an den PT Cruiser, das Heck hingegen hat man sich bei Mercedes geborgt. Eine Idee, die man womöglich erst hatte, als das Auto schon fertig war, denn es wirkt wie nachträglich aufgesetzt. Trotzdem wurde der Van in zwei Generationen von 2004 bis 2019 gebaut. © SsangYong
Nissan S-Cargo
Platz 3: Nissan S-Cargo. Was aussieht wie ein Modellauto für Kinder, wurde von Nissan tatsächlich von 1989 bis 1992 gebaut. Warum genau wissen wohl nur die Designer und Manager des asiatischen Autobauers. © Nissan
Ein Commuter Tango T600.
Platz 2: Nein, das ist keine optische Täuschung. Der Tang T600 von Commuter Cars ist in der Tat nur 99 Zentimeter breit. Was bei der Parkplatzsuche helfen mag, wirkt optisch, als hätte man einen Smart zu heiß gewaschen oder einen Minivan aus der Schrottpresse gerettet. Doch das Design ist nicht das einzige Problem des Tango T600. Für das kleine Elektroauto werden schwindelerregende 121.000 US-Dollar fällig. Dafür bekommt man aber auch 600 kW Leistung.  © Commuter Cars
Fiat Multipla
Platz 1: Fiat Multiple. Der Sieg geht ganz klar an den Italiener. Zwar versuchte Fiat das Modell mit einem Facelift zu retten, doch wirklich schöner wurde der Van dadurch nicht. 2010 wurde der Multipla nach elf Jahren wieder eingestellt. Bleibt die Frage: Wie konnte dieses Design jemals auf die Straße kommen? © Fiat

„Wir versetzen den wieder in Neuwagenzustand“, betont der Grip-Moderator. Nach der ausgiebigen Wäsche kann der – nun deutlich weißere – Fiat zu Beulendoktor Victor. Alleine auf der findet dieser schon zahlreiche Dellen: „Aber die bekommen wir schon raus!“ Und zwar bis zum nächsten Besuch und das, obwohl Matthais Malmedie sich auch an der Beseitigung der Dellen versuchen darf.

Matthias Malmedie hübscht Fiat Multipla auf: Erst kneten, dann polieren

Auch beim Polieren darf er selbst Hand anlegen. Doch bevor die Maschine zum Einsatz kommt, wird der Lack mit einer besonderen Knete bearbeitet. Diese macht ihn bereits „sehr viel glatter“, stellt der Auto-Experte fest. Anschließend wird der Lack dann mit viel Politur aufgehübscht und mit einem Tuch abpoliert. „Sieht das geil aus”, freut sich Matthias Malmedie. Noch sind jedoch Steinschläge, Einschlüsse und Hologramme der Politur zu sehen, doch auch diese sollen verschwinden.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Neben der optischen Aufarbeitung soll der Multipla auch unterm Blechkleid verbessert werden. Neben einem neuen Fahrwerk sind auch neue Felgen geplant. Im Innenraum soll Alcantara zum Einsatz kommen. Einem weiteren Besuch auf dem Nürburgring und einem Einsatz in der Firma des Moderators steht dann nichts mehr im Wege. Dauerhaft soll der Fiat aber nicht bei ihm bleiben, sondern für einen guten Zweck versteigert werden. Kein Wunder also, dass das Projekt bei seinen Fans gut ankommt:

  • „Das Multipla-Projekt ist einfach genial! Ich freue mich schon auf die Innenraum-Überarbeitung.“
  • „Genau das wollen die Leute sehen, ein Projekt, wo sich jeder identifizieren kann (...).“
  • „Ich finde es genial, dem Fiat die zweite Chance zu geben.“
  • „Der Multipla ist das beliebteste Auto des Kanals!“

Rubriklistenbild: © YouTube (Matthias Malmedie)

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