Mit Hybrid-Power

Matthias Malmedie testet Mercedes-AMG GT 63 S: „Ist das krank“

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Matthias Malmedie hat einige Runden mit dem Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance gedreht. Sein Urteil zu der Hybrid-Limousine ist eindeutig.

Matthias Malmedie hat schon so einige schnelle Autos – wie beispielsweise den McLaren 765LT – auf seinem YouTube-Kanal getestet, aber der Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance schlägt sie alle um Längen. Dabei sieht er auf den ersten Blick aus wie eine normale Limousine.

Dass sich unter dem Blechkleid 843 PS verbergen, ahnt niemand. „Wenn das kein Wolf im Schafspelz ist“, mein Matthias Malmedie. Optisch ist der GT 63 S E-Performance aber sofort als das zu erkennen, was er ist, nämlich ein AMG. An der Front prangt der typische Panamericana Grill, der durch Fake-Lufteinlässe am vorderen Kotflügel ergänzt wird. „Das mag ich nicht so gerne“, betont der Grip-Moderator. Auch der Kofferraum, der wegen der Batterie für den Elektroantrieb kleiner ausfällt, ist nicht grade ein Pluspunkt.

Matthias Malmedie hatte mit dem Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance eine Menge Spaß.

Matthias Malmedie fährt Mercedes-AMG GT 63 S: „Ist das krank“

Die Kritik ist jedoch schnell vergessen, denn der Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance weiß auf der Strecke zu überzeugen. Getreu dem Motto „Fährste quer, siehste mehr“ jagt Matthias Malmedie die Limousine um den Kurs. Natürlich darf der obligatorische Sprint von null auf 100 nicht fehlen.

Zehn Autos mit Verbrennungsmotor, die wir vermissen werden

Audi TT
Audi TT: Einst als Kernmodell der Marke Audi betrachtet, wird der als Coupé und Roadster gebaute Kompakt-Sportler keinen Nachfolger bekommen. Das liegt auch an der mittlerweile schleppenden Nachfrage für die Design-Ikone. Ein vergleichbarer Stromer wird völlig anders aussehen. Bis Ende des Jahres ist der TT aber noch ab 39.700 Euro bestellbar. © Audi AG
Mercdes-Benz A-Klasse
Mercedes A-Klasse: Der Kompaktwagen passt nicht mehr in das neue Konzept von Mercedes-Benz, vor allem hochpreisige Limousinen, SUV und Sportwagen anzubieten. Das überzeugende Konzept der frühen A-Klasse, möglichst viel Platz in einem kompakten Auto zu schaffen, würde dabei gut ins Elektro-Zeitalter passen – ist mittlerweile aber ohnehin verwässert. Noch gibt den Basis-Benz ab 28.393 Euro zu kaufen.  © Mercedes-Benz
Porsche 718 Boxster
Porsche 718 Boxster: Zwar kämpft Porsche weiterhin für den Verbrennungsmotor, aber überleben wird der langfristig wohl nur im 911. Boxster und Cayman werden 2025 erst auf Wunsch, später wohl grundsätzlich elektrifiziert. Dabei bieten gerade die Versionen mit Sechszylinder-Boxer fast schon elektrische Tugenden wie Laufruhe und Durchzugskraft – bei (für Sportwagen) hoher Reichweite und geringem Gewicht. Aktueller Preis: ab 60.061 Euro. © Daniel Wollstein/Porsche
Jeep Wrangler
Jeep Wrangler: Als purer Verbrenner ist die Off-Road-Ikone schon jetzt nicht mehr lieferbar. Der Plug-in-Hybrid wird so lange laufen, wie er darf, aber den Sprung in die Elektro-Ära nicht schaffen. Ein Nachfolger mit Akku dürfte ähnlich modernisiert daherkommen wie der aktuelle Land Rover Defender, aber dank seiner E-Motoren immerhin überragende Gelände-Eigenschaften bieten. Mit 77.500 Euro ist der Klassiker mittlerweile zum Luxus-Auto geworden. © Stellantis
VW Golf Cabrio
VW Golf Cabrio: Im Grunde vermissen wir ihn jetzt schon, nämlich seit 2016. Der offene VW T-Roc kann den Charme des offenen Kompaktwagens, der seine Karriere als „Erdbeerkörbchen“ mit Henkeln startete, nicht ersetzen. Das wird wohl auch für ein elektrisches Cabrio auf Basis des VW ID.3 gelten – wenn ein solches überhaupt kommt, was angesichts der schwächelnden Nachfrage für offene Autos eher zweifelhaft ist. © VW
Fiat 500
Fiat 500: Während die aktuelle Version des Kleinwagens ausschließlich als Elektroauto produziert wird, ist auch der etwas kleinere Vorgänger derzeit noch bestellbar. Im Stellantis-Konzern ist dessen Aus aber beschlossen. Dabei ist gerade die sparsame Hybrid-Version mit 70 PS ein ökologisch sinnvolles Angebot etwa für jene, die partout kein Elektroauto möchten – etwa Städter, die keine schnelle Lade-Möglichkeit haben. Noch ist der Verbrenner ab 15.501 Euro bestellbar. © Stellantis
Mercedes-Benz SLC 300
Mercedes SLC: Der kompakte Roadster startete – als erstes Cabrio mit Falt-Hardtop – unter dem Namen SLK. Nun beendete nicht der Elektro-Boom, sondern die Nachfrage-Flaute seine Karriere als Frauenversteher. Im künftigen Luxus-Stromer-Portfolio von Mercedes sind solche gerade noch bezahlbaren Fahrspaß-Modelle schon gar nicht vorgesehen.  © Mercedes-Benz
Lamborghini Huracan
Lamborghini Huracán: Die italienische VW-Tochter sperrte sich lange gegen die Elektrifizierung, aber kommt natürlich auch nicht drumherum. Der pure, weder von Hybrid noch Turbo verwässertre V10-Saugmotor des Huracán wird seinen Platz als einer der Höhepunkte des Verbrenner-Zeitalters bekommen. Seine 640 PS würden Elektromotoren zwar mit deutlich weniger Aufwand erreichen, aber sei´s drum: Dass es solche Autos nicht mehr geben wird, ist ebenso vernünftig wie schade. Preis: ab 190.274 Euro. © Charlie Magee
BMW Z4
BMW Z4: Ja, er lebt noch! Anders als Mercedes-Benz führt BWM seinen Mittelklasse-Roadster weiter, eine Kooperation mit Toyota machts möglich. Doch auch wenn BMW weiter Verbrenner bauen will, ist ein Nachfolger alles andere als gesichert. Wenn wir uns irren und es künftig einen Z4 mit (wie bei BMW üblich) Verbrenner- und Elektro-Option geben wird: umso besser. Wer sich darauf nicht verlassen mag, muss mindestens 46.200 Euro investieren. © BMW
Tina Ruland auf Opel Manta
Opel Manta: Eigentlich hatten wir den Manta ja schon als Eighties-Unikum abgehakt. Dann weckte Opel mit der Ankündigung eines elektrischen Mantas die Fantasie: Ein zweitüriges, leichtes Coupé, mit genügend Reichweite für den Ausflug in die Diskothek (so hießen Clubs früher) und zum Baggersee, das wäre doch ein schönes Stück Anarchie zwischen all den effizienten, vernünftigen Stromern. Doch heraus wird wieder nur das übliche Akku-SUV kommen, an das ein Marketing-Genie den Manta-Schriftzug klebt. Umso mehr werden wir den Echten vermissen. © Rights Managed/Imago

Den legt der Benz in flotten 2,716 Sekunden zurück, trotz eines Gewichts von mehr als zwei Tonnen. Das ist Kanal-Rekord, noch kein Auto war so schnell. Der Sprint auf Tempo 200 dauert mit 6,7 Sekunden etwas länger. “ Ist jetzt kein Fabelwert, aber das ist sehr, sehr schnell”, sagt Mathias Malmedie. Um aus dem Stand auf 300 km/h zu beschleunigen, braucht der Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance lediglich 31,466 Sekunden.

Matthias Malmedie fährt Mercedes-AMG GT 63 : „Autobahnauto vom feinsten“

„Alter Schwede ist das krank“, urteilt der Grip-Moderator. „Dieses Auto ist so performant, wie das niemand erwartet hätte.“ Wie krass die Beschleunigung des Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance wirklich ist, zeigt sich auf der Autobahn, dort sorgt der Elektroantrieb noch einmal für einen extra „Kick-down“. Diesen muss man jedoch „mit Köpfchen einsetzen“, betont Mathias Malmedie.

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Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Zudem sei der Boost durch den Elektromotor „sehr deutlich spürbar“. Der Mercedes-AMG GT 63 S ist daher ein „Autobahnauto vom feinsten“. Die Limousine soll dabei nicht sparen, sondern Feuer machen. „Und deswegen ist dieses Auto so was von geil“, sagt der Grip-Moderator. Ein Urteil, das seine Fans teilen, wie sich in den Kommentaren unter dem Video zeigt:

  • „Finde das Auto unglaublich gelungen! Ich hatte vor Kurzem auch die Möglichkeit, den GT einen Tag lang zu bewegen und er hat mich wirklich umgehauen!“
  • „Eigentlich egal ob Hybrid oder normal. Der AMG GT63 4-Türer ist für mich der beste Benz! Optik ist abartig geil, Interieur top und Motorleistung der absolute Wahnsinn.“
  • „Was für ein krankes Teil, einfach göttlich“
  • „Einfach nur ein Traumauto“

Rubriklistenbild: © YouTube (Matthias Malmedie)

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