VonJulia Cuprakowaschließen
Viele Rentner haben im Alter nicht genug Geld. Doch es gibt einige legale Möglichkeiten, die Rente aufzubessern.
Die gesetzliche Rente reicht oft nicht aus, um den gewohnten Lebensstandard im Alter zu halten. Dabei gibt es zahlreiche legale Möglichkeiten, die Rentenzahlungen zu optimieren und zusätzliche Einkünfte zu generieren. Mit den richtigen Strategien lässt sich das Einkommen im Alter gezielt steigern. echo24.de zeigt bewährte Methoden, um finanzielle Engpässe zu vermeiden und mehr finanzielle Sicherheit im Alter zu erreichen.
Mehr Rente im Alter: Diese Optimierungsmöglichkeiten sollten Senioren kennen
Wie jedes Jahr erhalten die Senioren auch in diesem Jahr eine Renten-Erhöhung. Wie echo24.de bereits berichtete, beträgt die Anpassung in diesem Jahr 3,74 Prozent. Damit fällt die Erhöhung deutlich geringer aus als im vergangenen Jahr. Wie sich die Anpassungen über die Jahre entwickelt haben, zeigt eine Tabelle.
Doch trotz jährlicher Anpassungen reicht die gesetzliche Rente oft nicht aus, um über die Runden zu kommen. Deshalb gibt es für Senioren zahlreiche Möglichkeiten, das Beste aus dem Rentensystem zu machen und die eigene Situation nachhaltig zu verbessern. Laut dem Online-Portal Gegen-Hartz gibt es einige legale Tipps und Tricks, um mehr aus der Rente herauszuholen:
- Neben der Rente weiterarbeiten
- Später in Rente gehen und dafür belohnt werden
- Arbeitslos melden als Brücke zur Rente
- Rentenpunkte für Kindererziehung
- Versicherungsverlauf prüfen
Mehr Geld im Alter durch Arbeit neben der Rente
Manche Senioren müssen, andere wollen – eines haben aber alle gemeinsam: Wer über das reguläre Renteneintrittsalter hinaus arbeitet und freiwillig in die Rentenversicherung einzahlt, sammelt weiter Rentenpunkte und erhöht damit seinen Rentenanspruch.
Ein klassischer Nebenjob oder Minijob nach Rentenbeginn kann sinnvoll sein, da bis zu einer bestimmten Verdienstgrenze in der Regel keine Steuern und Sozialabgaben anfallen. So kann ein Teil der Lebenshaltungskosten ohne große Abzüge mitfinanziert werden.
Arbeit statt Rente: Mit diesem Zuschlag können Senioren rechnen
Wer ohnehin weiterarbeiten will, muss dies nicht unbedingt neben der Rente tun. Denn für jeden Monat, den Senioren über die Regelaltersgrenze hinaus arbeiten, erhöht sich die Rente um einen prozentualen Zuschlag. Das sind 0,5 Prozent pro Monat, was auf ein ganzes Jahr gerechnet einen Zuschlag von sechs Prozent auf die monatliche Rente ausmacht, so das Online-Portal Gegen-Hartz.
Arbeitslos vor der Rente: Legaler Trick für mehr Geld im Alter
Senioren, die wirklich nicht mehr arbeiten wollen, können sich zwei Jahre vor der Rente arbeitslos melden und so die Zeit bis zur Rente überbrücken. Wichtig ist nur, dass sie gekündigt werden und sie nicht selbst kündigen. Wer sich mit dem Chef gut versteht, kann vielleicht mit ihm eine Vereinbarung treffen.
Denn wer sich in dieser Phase des Erwerbslebens arbeitslos meldet, spart Abschläge bei der späteren regulären Rente. Gleichzeitig ist das Arbeitslosengeld mit rund 60 Prozent des bisherigen Nettoentgelts zwar niedriger als das gewohnte Erwerbseinkommen, aber in Kombination mit einer späteren abschlagsfreien Rente für manchen durchaus attraktiv.
Versicherungsverlauf und Kindererziehungszeiten prüfen
Zwei weitere legale Möglichkeiten, im Alter mehr Rente zu bekommen, sind die Überprüfung des Versicherungsverlaufs und die Anrechnung von Kindererziehungszeiten. Wer seinen Versicherungsverlauf überprüfen möchte, kann dies laut Gegen-Harz online tun. Im Online-Service der Deutschen Rentenversicherung kann regelmäßig ein Versicherungsverlauf abgerufen werden, der alle gemeldeten Zeiten chronologisch auflistet.
Werden hier Lücken oder Unstimmigkeiten festgestellt, können diese durch Nachweise oder eine Kontenklärung beseitigt werden. Diese Vorsorge stellt sicher, dass bei Rentenbeginn nicht unbemerkt wichtige Beitragsjahre fehlen. Gleiches gilt für Kindererziehungszeiten. Auch sie sollten unbedingt rechtzeitig berücksichtigt werden, denn sie erhöhen die Rente.
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