VonRobin Dittrichschließen
Mehrere Sorten Ziegenkäse sind Gegenstand eines Rückrufs. Die betroffenen Produkte könnten mit gesundheitsschädigenden Bakterien belastet sein.
Kassel – Fehler in der Produktion haben oftmals einen Rückruf der betroffenen Produkte oder Lebensmittel zur Folge. Es könnten sich Schadstoffe in einige Packungen geschlichen haben, in anderen Fällen sind Nahrungsmittel mit Bakterien belastet – wie jetzt einige Käsesorten.
Ziegenkäse von Rückruf betroffen – Produkte können Listerien enthalten
Über den Rückruf der Ziegenkäse informierte die Käserei Gaec des Alpines aus Frankreich. Betroffen sind die Produkte „Tomme Lactique“, „Marbré de Moyon“ sowie „St Maxime“. Bei den verkauften Lebensmitteln handelt es sich nicht um vorverpackte Ware, die Ziegenkäsen sollen an der Theke verkauft worden sein. Wie es vom Hersteller heißt, sind lediglich drei verschiedene Mindesthaltbarkeitsdaten vom Rückruf betroffen.
Die französische Käserei meldete, dass die Ziegenkäse in Berührung mit dem Bakterium Listeria Monocytogenes gekommen waren. Vor allem rohe, tierische Lebensmittel sind oftmals damit belastet, aber auch Gemüse und Salate können Infektionsquellen sein, wie die Verbraucherzentrale schreibt. Da die Bakterien erst bei Temperaturen von über 70 Grad abgetötet werden, sind Käsesorten in vielen Fällen betroffen.
Listerien in Lebensmitteln – so gefährlich können die Bakterien sein
Der Hersteller der Ziegenkäse informiert auch darüber, wie gefährlich Listerien für Verbraucher sein können. „Die durch Lebensmittel übertragbare Listeria Monocytogenes Infektionen führen zu Fieber und/oder Kopfschmerzen. Die Inkubationszeit kann bis zu 8 Wochen nach dem Verzehr der kontaminierten Produkte dauern. Diese Symptome können bei Kindern, immungeschwächten Personen, bei Schwangeren und bei älteren Menschen verstärkt auftreten.“ Im schlimmsten Fall sind Blutvergiftungen und Hirnhautentzündungen möglich.
Diese Käsesorten und Mindesthaltbarkeitsdaten sind vom Rückruf betroffen:
- Tomme Lactique – Mindesthaltbarkeitsdatum: 7. Januar 2025
- Marbré de Moyon – Mindesthaltbarkeitsdatum: 17. Januar 2025
- St Maxime – Mindesthaltbarkeitsdatum: 4. Januar 2025
Bei auftretenden Symptomen nach einem Verzehr der betroffenen Produkte wird empfohlen, einen Arzt aufzusuchen. Bei gesunden Menschen verläuft eine Infektionen in der Regel mild oder sogar gänzlich ohne Symptome. „Für Menschen mit geschwächtem Immunsystem kann die Listeriose aber auch lebensbedrohlich werden“, warnt die Verbraucherzentrale.
Die erworbenen Produkte können entsorgt oder in der Verkaufsstelle zurückgegeben werden. Auch Wurstwaren müssen aufgrund von Listerien immer wieder zurückgerufen werden. (rd)
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