Katzen mit Ultraschall aus dem Garten vertreiben – sehr effektiv, aber es hat auch Nebenwirkungen
VonInes Alms
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Fremde Katzen sind im eigenen Garten oft unerwünscht. Um die Tiere zu vertreiben, gilt Ultraschall als zuverlässige Methode. Doch die hat auch schlechte Seiten.
Bei der eigenen Katze drückt der Gartenbesitzer ein Auge zu, wenn er deren Hinterlassenschaften im Garten findet, aber der Kot fremder Katzen ist einfach nur unerwünscht. Und wer die Gesellschaft von Singvögeln bevorzugt oder einen Gartenteich mit Fischen hat, ärgert sich besonders über die kleinen herumstromernden Räuber. Methoden, die Katzen aus dem Garten fernzuhalten gibt es viele, mehr oder weniger effektiv. Ultraschallgeräte senden für den Menschen unhörbare Töne aus, die für Katzen sehr unangenehm sind und sie vertreiben. Das gilt aber auch für erwünschte Tiere.
Ultraschallgeräte sind wirkungsvoll, vertreiben aber auch Igel, Eichhörnchen & Co.
Katzen hören besser als Menschen, sie nehmen Frequenzen bis 65 Kilohertz wahr und können so weithin Mäuse und Ratten aufstöbern. Da kommen Ultraschallgeräte gerade gelegen: Mithilfe eines Bewegungsmelders oder Sensors „sichten“ diese Katzen und geben daraufhin lautlos in so hohen Frequenzen Töne von sich, dass die Tiere unangenehm berührt das Weite suchen. Ultraschallgeräte haben oft eine Reichweite bis zu zehn Metern, sie sind außerdem einfach zu installieren und zu benutzen. Manche arbeiten zusätzlich mit Lichteffekten, um die Katzen zu verschrecken. Unter dem Strich zählt ein Ultraschallgerät zu den wirkungsvollsten Methoden, um Katzen zu vertreiben, auch wenn der Effekt oft nicht lange anhält.
Nur, wie unterscheidet das Ultraschallgerät Katzen von Hunden, Nützlingen wie Igeln, harmlosen Rehen oder Eichhörnchen? Gar nicht. Und genau da liegt das Problem. Auch Igel können beispielsweise im Ultraschall-Frequenzbereich bis etwa 60 Kilohertz hören. Von Ultraschall spricht man ab einer Frequenz von 20 Kilohertz. Zumindest sind die Angaben von Herstellen zu bezweifeln, wenn diese ihre Geräte als igel- oder tierfreundlich ausloben.
Katzen mit anderen Methoden aus dem Garten vertreiben
Wer Katzen daher gezielter vertreiben möchte, kann zur altmodischen Trillerpfeife oder zum Wasserschlauch greifen, auch viele Duftstoffe sind für die Tiere so unangenehm, dass sie sich fernhalten. Sogar um manche Pflanzen im Garten machen die Katzen eher einen Bogen. Kontraproduktiv wäre es allerdings, Katzenminze in den Garten zu pflanzen – denn die zieht die Tiere magisch an.