Pro und contra

Katzen mit Ultraschall aus dem Garten vertreiben – sehr effektiv, aber es hat auch Nebenwirkungen

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Fremde Katzen sind im eigenen Garten oft unerwünscht. Um die Tiere zu vertreiben, gilt Ultraschall als zuverlässige Methode. Doch die hat auch schlechte Seiten.

Bei der eigenen Katze drückt der Gartenbesitzer ein Auge zu, wenn er deren Hinterlassenschaften im Garten findet, aber der Kot fremder Katzen ist einfach nur unerwünscht. Und wer die Gesellschaft von Singvögeln bevorzugt oder einen Gartenteich mit Fischen hat, ärgert sich besonders über die kleinen herumstromernden Räuber. Methoden, die Katzen aus dem Garten fernzuhalten gibt es viele, mehr oder weniger effektiv. Ultraschallgeräte senden für den Menschen unhörbare Töne aus, die für Katzen sehr unangenehm sind und sie vertreiben. Das gilt aber auch für erwünschte Tiere.

Ultraschallgeräte sind wirkungsvoll, vertreiben aber auch Igel, Eichhörnchen & Co.

Spätestens wenn Katzen im Garten auf Vogeljagd gehen, hört der Spaß auf.

Katzen hören besser als Menschen, sie nehmen Frequenzen bis 65 Kilohertz wahr und können so weithin Mäuse und Ratten aufstöbern. Da kommen Ultraschallgeräte gerade gelegen: Mithilfe eines Bewegungsmelders oder Sensors „sichten“ diese Katzen und geben daraufhin lautlos in so hohen Frequenzen Töne von sich, dass die Tiere unangenehm berührt das Weite suchen. Ultraschallgeräte haben oft eine Reichweite bis zu zehn Metern, sie sind außerdem einfach zu installieren und zu benutzen. Manche arbeiten zusätzlich mit Lichteffekten, um die Katzen zu verschrecken. Unter dem Strich zählt ein Ultraschallgerät zu den wirkungsvollsten Methoden, um Katzen zu vertreiben, auch wenn der Effekt oft nicht lange anhält.

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Nur, wie unterscheidet das Ultraschallgerät Katzen von Hunden, Nützlingen wie Igeln, harmlosen Rehen oder Eichhörnchen? Gar nicht. Und genau da liegt das Problem. Auch Igel können beispielsweise im Ultraschall-Frequenzbereich bis etwa 60 Kilohertz hören. Von Ultraschall spricht man ab einer Frequenz von 20 Kilohertz. Zumindest sind die Angaben von Herstellen zu bezweifeln, wenn diese ihre Geräte als igel- oder tierfreundlich ausloben.

Gartenbewohner und wie Sie sie anlocken können

Star (Sturnus vulgaris) badet in einer Vogeltränke.
Vögel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Schnecken, Raupen und Käfer zu kontrollieren. Um Vögel anzulocken, stellen Sie Vogelhäuser, Vogeltränken und Futterstationen auf. Sie können auch Pflanzen wie Sonnenblumen, Lavendel und Beerensträucher pflanzen, die Vögel anziehen. © IMAGO/iFrank Sommariva
Tagpfauenauge Schmetterling sitzt auf einem Schmetterlingsflieder.
Schmetterlinge sind wunderschöne und nützliche Gartenbewohner. Sie helfen bei der Bestäubung von Pflanzen und sind ein wichtiger Teil des Ökosystems. Um Schmetterlinge anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Schmetterlingsflieder, Sonnenhut und Sonnenblumen. Vermeiden Sie den Einsatz von Pestiziden, da diese Schmetterlinge abtöten können. © IMAGO
Eine Biene sitzt in einer Blüte eines Löwenzahns in einem Garten.
Bienen sind sehr wichtig für die Bestäubung von Pflanzen und die Produktion von Honig. Um Bienen anzulocken, pflanzen Sie blütenreiche Pflanzen wie Lavendel, Sonnenblumen und Wildblumen. Sie können auch ein Bienenhotel aufstellen, um den Bienen ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Silas Stein
Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) auf der Jagd nach Blattläusen.
Marienkäfer sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schädlinge wie Blattläuse zu kontrollieren. Um Marienkäfer anzulocken, pflanzen Sie Pflanzen wie Dill, Fenchel und Koriander. Sie können auch Marienkäferhäuser aufstellen, um den Marienkäfern ein Zuhause zu geben. © IMAGO/Guenter Fischer
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren.
Igel sind nützliche Gartenbewohner, die helfen, Schnecken und andere Schädlinge zu kontrollieren. Um Igel anzulocken, stellen Sie Igelhäuser auf und lassen Sie Bereiche im Garten unberührt, damit sich die Igel darin verstecken und nisten können. © IMAGO/F. Hecker
Die Erdkröte Bufo bufo ist ein häufiger Gast in Gärten.
Kröten sind nützliche Gartenbewohner, die Schnecken und Insekten fressen. Um Kröten anzulocken, können Sie flache Wasserstellen wie Teiche oder Schalen mit Wasser aufstellen, da Kröten Wasser benötigen, um zu überleben. Auch das Anpflanzen von schattenliebenden Pflanzen und das Bereitstellen von Versteckmöglichkeiten wie Totholz oder Steinhäufen kann helfen, Kröten anzulocken. © IMAGO/Steffen Schellhorn
Gemeine Kreuzspinne, Gartenkreuzspinne, Garten-Kreuzspinne (Araneus diadematus), lauert in ihrem Netz.
Spinnen wie die gemeine Kreuzspinne sind wichtige Räuber und helfen, Schädlinge in Schach zu halten. Um Spinnen anzulocken, können Sie ein Insektenhotel aufstellen oder ein paar Büsche und Sträucher in Ihrem Garten unberührt lassen. Auch das Vermeiden von Pestiziden kann dazu beitragen, dass sich Spinnen in Ihrem Garten niederlassen. © IMAGO/F. Hecker
Kleind greift nach einem Regenwurm in der Hand einer erwachsenen Person.
Regenwürmer helfen, den Boden zu belüften und Nährstoffe in den Boden zu bringen. Um Regenwürmer anzulocken, können Sie Kompost oder organische Materialien in Ihrem Garten verwenden, die als Nahrung für Regenwürmer dienen. Auch das Vermeiden von Chemikalien und das Aufrechterhalten einer feuchten Umgebung kann dazu beitragen, dass sich Regenwürmer in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/Ute Grabowsky
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen.
Schneckenfressende Nematoden sind winzige Fadenwürmer, die Schnecken und deren Eier fressen. Um sie anzulocken, können Sie bestimmte Pflanzen wie Ringelblumen, Kamille oder Tagetes pflanzen, die sie anziehen. Auch das Auftragen von Nematoden auf den Boden in Ihrem Garten kann dazu beitragen, dass sich diese nützlichen Gartenbewohner ansiedeln. © IMAGO/F. Foxx
Zauneidechse, Zaun-Eidechse (Lacerta agilis), Weibchen am Boden.
Eidechsen sind nützliche Gartenbewohner, die Insekten, aber auch Spinnen fressen. Um Eidechsen anzulocken, können Sie Felsbrocken oder Steinhaufen in Ihrem Garten aufstellen, die als Versteck- und Sonnenplätze dienen. Auch das Anpflanzen von bestimmten Pflanzen wie Salbei, Thymian und Lavendel kann dazu beitragen, dass sich Eidechsen in Ihrem Garten wohlfühlen. © IMAGO/R. Mueller

Katzen mit anderen Methoden aus dem Garten vertreiben

Wer Katzen daher gezielter vertreiben möchte, kann zur altmodischen Trillerpfeife oder zum Wasserschlauch greifen, auch viele Duftstoffe sind für die Tiere so unangenehm, dass sie sich fernhalten. Sogar um manche Pflanzen im Garten machen die Katzen eher einen Bogen. Kontraproduktiv wäre es allerdings, Katzenminze in den Garten zu pflanzen – denn die zieht die Tiere magisch an.

Rubriklistenbild: © agefotostock/Imago

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