VonLea Seitzschließen
Die Inflation hat die Preise in die Höhe getrieben. Aber jetzt scheint sich der Wendepunkt anzubahnen. Einige Lebensmittel und Produkte werden jetzt billiger.
Kassel – Es ist für viele mittlerweile zum traurigen Ritual geworden: Man geht durch den Supermarkt, packt dieselben Einkäufe in den Wagen wie immer – und muss dann an der Kasse feststellen, dass diese wieder einmal einen höheren Betrag zeigt, als in der Vorwoche. Zumindest für einige Produkte gibt es jetzt aber positive Nachrichten.
Von Rohmilch und Weizen bis Diesel: Diese Supermarkt-Produkte bergen in Zukunft Sparpotenzial
Die Rohmilchpreise zum Beispiel haben momentan ein Rekordtief erreicht – so tief waren die Preise das letzte Mal 2020, wie unter anderem agrarheute.de berichtet. Das wirkt sich positiv für die Verbraucher aus, wenn auch nicht für die Landwirte. Außerdem sinken die Preise für Feldfrüchte wie Raps, Sojabohnen und Mais. Der Grund: Bis 2024 sind Düngemittel für Landwirte günstig zu erwerben. Zu den nun günstiger werdenden Produkten zählen allerdings nicht nur Lebensmittel.
Damit hängt auch ein Bild zusammen, das Autofahrer lange entbehren mussten: Nach horrenden Tank-Preisen von 2,14 Euro pro Liter Diesel im März 2022 zeigen die Tankstellen wieder nur um die 1,58 Euro dafür an. Damit ist das Lebenselixier des Dieselwagens so günstig wie das letzte Mal 2021.
Heizöl wird günstiger – Supermarkt-Preise für Lebensmittel noch immer gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen
Ein anderes Produkt, das zurzeit preislich einen Tiefpunkt erfährt, ist Heizöl. 1798 Euro im Durchschnitt ist für 2000 Liter der günstigste Wert seit einem Jahr. Im Winter 2022 bewegten sich die Heizölpreise auf einem Rekordhoch. Verbraucher sollten allerdings bedenken, dass Ölpreise wegen des geringen Heizbedarfs im Sommer generell meist geringer ausfallen.
Laut Statistischem Bundesamt sanken die Verbraucherpreise im Mai voraussichtlich um 0,1 Prozent gegenüber April. Die Inflationsrate im Mai sank auf 6,1 Prozent – von 7,2 Prozent im April und 7,4 Prozent im März. Gegenüber Mai 2022 stiegen die Lebensmittelpreise mit 14,9 Prozent überdurchschnittlich.
Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

