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Braune Kügelchen im Garten sollten Sie schnellstmöglich beseitigen

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Eine Zecke legt 2000 Eier. Findet man diese als Häufchen im Garten, sollte man sie entfernen, bevor die Larven schlüpfen. Wie man die Zeckennester entdecken kann.

Im Herbst machen sich die Zeckenweibchen auf die Suche nach einer geeigneten Stelle und legen dort etwa 2000 Eier ab. Dort liegt der Haufen mit kleinen Kügelchen über den Winter bis zum Frühjahr, bis die winzigen Larven schlüpfen. Da diese sich zu krankheitsübertragenden Blutsaugern entwickeln, die man nicht in seinem Garten haben möchte, sollte man die Augen nach den Nestern offen halten.

„Zeckenkaviar“ findet man an dunklen, feuchten Stellen im Garten

Man findet sie in Hellbraun, Dunkelbraun oder Schwarz: Die Zeckeneier des Holzbocks sind kleiner als ein Streichholzkopf.

Die in Deutschland häufigste Zeckenart ist der Gemeine Holzbock (Ixodes ricinus), nicht zu verwechseln mit dem in der Rinde lebenden Borkenkäfer. Die Art ist hierzulande der Hauptüberträger der durch Viren verursachten FSME (Frühsommermeningoenzephalitis) und der durch Bakterien verursachten Lyme-Borreliose.

Die Weibchen des Holzbocks überziehen ihre Eier mit einer wachsartigen Schutzschicht – die glänzenden Gebilde werden passenderweise auch als „Zeckenkaviar“ bezeichnet. Sie sind im Umfeld von Mensch und Haustier aber alles andere als wünschenswert. Der Parasit bevorzugt als Lebensraum zwar das Unterholz und Krautdickicht von Wäldern mit einer erhöhten Luftfeuchtigkeit, doch auch im Garten vor der Tür fühlt er sich in Gräsern und Buschwerk wohl.

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Zeckennester im Garten finden und entsorgen

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Die Zeckennester mit den hellbraunen bis schwarzen Eiern findet man ebenso wie Schneckeneier als kleine Haufen eher an dunklen, feuchten Stellen im Garten, an denen die Eier nicht so schnell austrocknen. Vor allem unter Laub, Blumenkübeln, Holz oder Steinen. Da Zecken und ihre Eier sehr zäh sind und ihnen weder Wasser, Zerstampfen noch große Kälte viel anhaben können, sollte man ein Gelege mit Handschuhen und Handschaufel entfernen. Das Nest kann man nun in Alkohol legen, um die Eier abzutöten oder in einem verschlossenen Vakuumbeutel im Müll entsorgen.

Schädlinge im Garten bekämpfen: 10 geeignete Hausmittel

Ein Topf mit ungeschälten Kartoffeln in Wasser
In einer Sprühflasche lehrt Kartoffelwasser und der darin enthaltene Stoff Solanin Blattläuse das Fürchten. © YAY Images/Imago
Viele Knoblauchzehen in einem Holzkörbchen
Knoblauch hilft gegen Wühlmäuse, Läuse – und natürlich gegen Vampire. © Panthermedia/Imago
Eine Frau in einem roten T-Shirt hält ein Glas Milch
Eine Milch-Wasser-Spritzlösung nimmt Blattläusen die Luft zum Atmen. © Panthermedia/Imago
Ein Schälchen mit Zimtpulver und im Hintergrund ein Zimtbündel
Um den Geruch von Zimt machen Trauermücken, Ameisen und ungewünschte Nagetiere einen Bogen. © Panthermedia/Imago
Eine Person streut in einem Garten Kaffeesatz aus einer Plastikwanne
Schnecken ade dank Kaffeesatz. Er schreckt auch Ameisen und sogar Katzen ab. © Panthermedia/Imago
Ein Häuschen und ein Zaun aus Streichhölzern gebastelt auf einem Kunstrasen mit blauem Hintergrund
Abgebrannte Streichhölzer im Blumentopf: Den Schwefel mögen Trauermücken gar nicht. © Panthermedia/Imago
Ein Mann kniet im Garten vor einer Schüssel mit in Wasser eingeweichten Brennnesseln
Ein Sud aus Brennnesseln schlägt Nacktschnecken, Spinnmilben und Blattläuse in die Flucht und stärkt die Pflanzen. © imagebroker/Imago
Eine Ameisenstraße wird von einem Kreidestrich unterbrochen
Ein nahezu magischer Kreidestrich zwingt Ameisen zur Umkehr. © CHROMORANGE/imago
In einem Badezimmer hält eine Frau ein Stück Seife über ein Waschbecken und lässt Wasser darauf laufen
Diesen Klassiker haben schon die Großmütter gegen Spinnmilben und Blattläuse eingesetzt: eine Lauge aus Schmier- oder Kaliseife. © Shotshop/Imago
Ein Holzlöffel mit Natronpulver liegt auf einem Holzuntergrund
Natron ist besonders effektiv bei Ameisen und Blattläusen. © Panthermedia/Imago

Um die Vermehrung von Zecken im Garten etwas einzudämmen, hilft es den Rasen durch regelmäßiges Mähen kürzer zu halten, Unkraut zu jäten und Sträucher zurückzuschneiden. Laub sollte man aus mehreren Gründen nicht auf der Wiese verteilt liegen lassen.

Rubriklistenbild: © blickwinkel/imago

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