Vorgeschriebene Prüfung

Camper aufgepasst: Neue Pflicht für Wohnmobil und Caravan beschlossen

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Campingfahrzeuge mit Flüssiggasanlage sollen sicherer werden: Sie müssen künftig regelmäßig von Sachverständigen überprüft werden – sonst drohen Bußgelder.

Am Campingurlaub scheiden sich die Geister. Während manche keinesfalls auf eine Ferienwohnung oder ein Hotelzimmer verzichten möchten, gibt es für andere nichts Schöneres als mit Wohnmobil oder Caravan loszuziehen. Jetzt müssen Besitzer von Wohnmobilen und Wohnwagen allerdings eine neue Pflicht beachten: Wer eine Flüssiggasanlage an Bord hat, muss diese nun regelmäßig von einem Fachmann überprüfen lassen – der Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) wurde ein entsprechender Paragraf hinzugefügt. Diese Maßnahme soll die Sicherheit beim Campen erhöhen und helfen, Unfälle durch defekte Gasanlagen zu vermeiden.

Gasprüfung an Campingfahrzeugen: Was sie kostet und wie lange sie dauert

Typische Geräte, die Flüssiggas nutzen, sind Kühlschränke, Herde und Heizungen. Bis zum 19. Juni 2025 haben Besitzer von Campingfahrzeugen noch Zeit, die Gasprüfung durchführen zu lassen. Ab dem Prüftermin ist dann alle zwei Jahre eine erneute Prüfung erforderlich. Die Gasprüfung muss unabhängig von der Hauptuntersuchung (HU) durchgeführt werden. Die Kosten liegen laut ADAC in der Regel zwischen 40 und 80 Euro. Der Zeitaufwand liegt demnach bei etwa 20 bis 45 Minuten.

Campingfahrzeuge, die Flüssiggasanlagen an Bord haben, müssen künftig alle zwei Jahre von Sachverständigen überprüft werden. (Symbolbild)

Prüffrist für Flüssiggasanlagen überzogen: Diese Bußgelder drohen

Wer der neuen Prüfpflicht nicht nachkommt, muss mit Bußgeldern rechnen. Bei einer Überziehung der Prüffrist um 2 bis 4 Monate drohen 15 Euro Strafe, bei 4 bis 8 Monaten sind es 25 Euro und bei mehr als 8 Monaten sogar 60 Euro.

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Bislang war laut TÜV Nord eine regelmäßige Gasprüfung für Wohnwagen nicht vorgeschrieben – sie wurde lediglich aus Sicherheitsgründen empfohlen. Bei Wohnmobilen hingegen war sie verpflichtender Bestandteil der Hauptuntersuchung.

Autobahnen der Extreme: In Deutschland ist keine Strecke länger als die A7 – eine andere hört einfach auf

Autobahn A7 bei Hamburg.
Autobahn A7: Mit einer Länge von 962,2 Kilometern ist die A7 die mit Abstand längste Autobahn der Bundesrepublik und nach der Autovía 7 in Spanien auch die zweitlängste Fernstraße Europas. Die A7 führt von Flensburg-Handewitt bis ins südliche Bayern. Seit 2012 läuft der Ausbau der Schnellstraße auf acht Spuren.  © Lobeca/Imago
Stau auf der Autobahn A3 in der Nähe von Köln.
Autobahn A3: Mit 769 Kilometern Länge muss sich die Fernstraße der A7 knapp geschlagen geben. Dafür ist die A3 die meist befahrene Autobahn in Deutschland. Laut der Straßenverkehrszählung 2021 sind alleine zwischen dem Autobahnkreuz Köln-Ost und dem Dreieck Köln-Heumar täglich mehr als 166.000 Autos unterwegs. © NurPhoto/Imago
Die Autobahn A1 in Richtung Fehmarn
Autobahn A1: Mit 749 Kilometern Länge ist die A1 nur etwas kürzer als die A3. Dafür dürfte es sich wohl um eine der längsten Baustellen Deutschlands handeln. Im Vergleich zur A1 wirken die 14 Jahre Bauzeit des BER wie ein Augenzwinkern. Denn der erste Spatenstich für die Autobahn wurde 1934 getätigt. Fast 80 Jahre später klafft in der Eifel immer noch eine 25 Kilometer lange Lücke. Wann diese geschlossen wird ist unklar. © Panthermedia/Imago
Fahrzeuge sind auf der Autobahn 4 in Höhe des Rasthofes Frechen in Richtung Köln und Olpe unterwegs.
Autobahn A4: 583 Kilometer Länge reichen für Platz vier im Ranking der längsten Autobahnen. Doch die A4 zeichnet sich auch durch ein besonders hohes Nebelrisiko auf dem viel befahrenen Streckenabschnitt zwischen Aachen und Köln aus. Am 20. Dezember 1987 musste die Strecke nach dem Aufkommen einer Nebelbank mit Sichtweiten von weit unter 30 m erstmals voll gesperrt werden. Inzwischen wurde dort eine Nebelwarnanlage installiert. © Mangold/Imago
Vor der Ausfahrt Köln-Rodenkirchen hat sich auf der Autobahn A555 in Fahrtrichtung Köln ein erheblicher Stau gebildet.
Autobahn A555: Mit grade einmal 18 Kilometern Länge zählt die Fernstraße zwischen Köln und Bonn zu den kürzeren Strecken. Doch historisch ist die A555 von größter Bedeutung, denn es ist die erste und älteste Autobahn der Bundesrepublik. 1932 wurde die Schnellstraße vom damaligen Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer eingeweiht. Sie trägt bis heute zudem den Spitznamen Diplomatenrennbahn. © Future Iamge/Imago
Seitenstreifen eines A8-Teilstücks freigegeben.
Autobahn A831: Die mit Abstand kürzeste Fernstraße befindet sich in Baden-Württemberg und trägt die Bezeichnung A831. Sie ist grade einmal 2,3 Kilometer lang und besitzt fünf Ausfahrten. Die Autobahn startet und endet in Stuttgart.  © Marijan Murat/dpa
Frankfurter Kreuz der Autobahn A5.
Autobahn A5: Mit 440 Kilometern ist die A5 verhältnismäßig kurz. Dennoch ist eine der meist befahrenen Straßen Hessens. Künftig könnte sie auch eine von Deutschlands breitesten Autobahnen sein, denn in der Nähe von Frankfurt ist ein Ausbau auf zehn Spuren geplant. Das Projekt ist jedoch sehr umstritten. © Schöning/Imago
Baustelle A 49.
Autobahn A49: Ähnlich wie die A1 ist auch die A49 in Hessen noch im Bau. Zudem stellt sie den am seltensten befahrenen Autobahnabschnitt. Bei Ansbrach wurden im Rahmen der Straßenverkehrszählung 2021 grade einmal 819 Auto pro Tag gezählt.  © Uwe Zucchi/dpa
Stau auf der A114.
Autobahn A114: Auf dieser Fernstraße brauchten die Autofahrer bis zum Oktober 2022 starke Nerven. Satte 95 Prozent (15 von 16 Kilometern) der A114 Kilometer waren Baustelle. Inzwischen ist die Autobahn im Nordosten Berlins wieder komplett befahrbar. Überraschenderweise fielen die Baukosten sogar niedriger aus als zunächst geplant. © Soeren Stache/dpa
Kochertalbrücke der Autobahn A6 über das Kochertal.
Autobahn A6: Die A6 ist wohl eine der wichtigsten Ost-West-Verbindungen und das über die deutschen Grenzen hinaus. In dieses Ranking hat sie es aber nicht wegen ihrer Länge von 484 Kilometer geschafft, sondern wegen der Kochertalbrücke. Dabei handelt es sich nämlich um Deutschlands höchste Autobahnbrücke. In 185 Metern Höhe verläuft die A6 über 1,1 Kilometer durch das Kochertal. Damit ist sie 27 Meter höher als die Moseltalbrücke auf Platz zwei. © Arnulf Hettrich/Imago

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Wer bietet die Gasprüfung für Campingfahrzeuge an?

Für die Suche nach einem anerkannten Prüfer können Websites wie die des Deutschen Verbands Flüssiggas oder des Zentralverbands Karosserie- und Fahrzeugtechnik hilfreich sein – auch viele ADAC-Prüfzentren bieten den Service an. Mithilfe einer entsprechenden Checkliste sollten sich Besitzer von Campingfahrzeugen auf die Gasprüfung vorbereiten. Unter anderem ist laut TÜV Nord darauf zu achten, dass die Gasflasche angeschlossen und gefüllt ist und alle ans System angeschlossenen Geräte auch funktionieren. Zur Prüfung sollte man zudem die Prüfbescheinigung zur wiederkehrenden Prüfung (gelbes Prüfbuch) mitbringen. Außerdem sollte man bei einer Neuinstallation die Zertifikate aller neuen Gasgeräte dabei haben, um sie ins Prüfbuch eintragen zu lassen.

Rubriklistenbild: © Panthermedia/Imago

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