Neue T-Roc-Generation

Ende einer Ära: Volkswagen baut bald kein einziges Cabrio mehr

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Viele Hersteller dünnen ihre Modellpalette aus. Wenig nachgefragte Varianten werden gestrichen. Bei VW verschwindet bald das letzte Cabrio.

In der Autoindustrie ist es ein wenig wie in der Modebranche: Trends kommen – und sie gehen auch wieder. Auch wenn bei den Autobauern die Zyklen etwas länger dauern als bei Kleidungsproduzenten. Anfang der 1990er-Jahre nahm eine große Cabrio- und Roadster-Welle ihren Anfang. Beinahe jeder Hersteller schickte sich an, mindestens ein offenes Modell im Programm zu haben. Sogar viele Kleinwagen bekamen eine Oben-Ohne-Version spendiert. Doch längst ist dieser Hype wieder abgeebbt – die Trendsetter von damals werden nun teils schon zum Oldtimer. Allgemein haben viele Autobauer ihren Variantenreichtum zuletzt deutlich zusammengestrichen. Bei Volkswagen hatte man zumindest noch ein Cabrio im Programm – doch auch dieses wird es bald nicht mehr geben.

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Erst 2019 von VW vorgestellt: das T-Roc Cabrio

Natürlich gibt es bei Autos Design-Trends, über die man zumindest streiten kann: Etwa, aus einem SUV ein Coupé zu machen oder ein SUV in ein Cabrio zu verwandeln. Bei Range Rover hatte man im Jahr 2016 allerdings den Mut zu letzterem – und der Evoque wurde auch als offene Version angeboten. Auch bei Volkswagen fand man die Idee nicht schlecht und präsentierte 2019 das T-Roc-Cabrio.

Der T-Roc war das letzte Cabrio im VW-Programm – doch in der nächsten Generation wird es keine offene Version mehr geben.

Mangelnde Nachfrage: Volkswagen stellt T-Roc Cabrio mit der nächsten Modellgeneration ein

Doch der Evoque wird schon lange nicht mehr als offene Version gebaut – und nun ist auch bei der Marke Volkswagen Schluss mit Cabrios: Die nächste Generation des T-Roc, die im kommenden Jahr an den Start geht, wird keine Cabriovariante mehr bekommen. Das berichten übereinstimmend der Spiegel und die Automobilwoche. Grund ist ganz offensichtlich die mangelnde Nachfrage. Damit hat der Wolfsburger Autobauer kein einziges Cabrio mehr im Programm. Ähnlich ist es übrigens mit Kleinwagen: Auch diese Fahrzeugklasse stirbt langsam aus.

Lieblingsautos der Deutschen in 2023: An Volkswagen führt kein Weg vorbei

Der Škoda Octavia RS als Limousine und Combi.
Platz 10 – Škoda Octavia: Der Kompaktwagen der Tschechen ist neu in den Top-10 und zeitgleich der erste Vertreter der Volkswagen Gruppe. Insgesamt wurde der Octavia vierten Generation 2023 41.819 Mal verkauft. Im Frühjahr 2024 erhält das 2019 vorgestellte Fahrzeug von Škoda ein Update. © Škoda
Mercedes-AMG C 63 S E PERFORMANCE als Coupe und T-Modell.
Platz 9 – Mercedes-Benz C-Klasse: Ebenfalls neu dabei ist die C-Klasse von Mercedes-Benz. Die fünfte Generation des Bestsellera aus Stuttgart kam 2021 auf den Markt. 2023 setzte Mercedes-Benz 44.257 Fahrzeuge ab. © Mercedes-Benz AG
Tesla Model Y.
Platz 8 – Tesla Model Y: Weltweit ist das Elektroauto aus den USA eines der am meist vekauftesten Autos überhaupt. Auch in Deutschland ist das SUV sehr beleibt. Tesla verkaufte in 2023 45.818 Exemplare. Im Vergleich zu 2022 verbesserte sich das Model Y um drei Positionen. © Roland Weihrauch/dpa
Mini Cooper
Platz 7 – Mini Cooper: Das Kultauto der BMW-Tochter kommt auch bei den Deutschen gut an – auch als Stromer. Allerdings nicht mehr so gut, wie noch 2022. Mit 45.938 Neuzulassungen rutscht der Mini im Ranking auf Platz sieben. © Bernhard Filser/BMW Group
Fiat 500 vor rotem Hintergrund.
Platz 6 – Fiat 500: Klein, aber oho. Die Knutschkugel aus Italien lässt auch hierzulande die Herzen schmelzen. 2023 verkaufte sich der Fiat 500 ganze 47.166-mal. © Max Sarotto/Stellantis
VW Passat
Platz 5 – VW Passat: Wer viel Platz sucht, der kommt kaum um den Allrounder aus Wolfsburg herum. Das zeigt sich auch bei den Verkaufszahlen: 47,494 Abnehmer fand der VW Passat. Seit 1973 leistet der Passat nicht nur Familien treue Dienste. 2023 ging die inzwischen neunte Generation an den Start, die es nur noch als Kombi gibt. © Volkswagen
Opel Corsa
Platz 4 – Opel Corsa: Mit 53.669 Exemplaren erfreut sich der Kleinwagen aus Rüsselsheim großer Beliebtheit. Fürs Podium reicht es aber leider nicht. Dennoch konnte sich der Opel Corsa um einen Platz verbessern. © Stellantis
VW Tiguan
Platz 3 – VW Tiguan: Der erste Podiumsplatz geht nach Wolfsburg. Der Tiguan verkaufte sich in 2023 63.958-mal. Besonders beliebt war der SUV bei Unternehmen, auf die drei Viertel der Zulassungen entfielen. © Volkswagen
VW T-Roc.
Platz 2 – VW T-Roc: Noch beliebter als der Tiguan war der T-Roc. VW verkaufte von dem Mini-SUV insgesamt 68.678 Exemplare. Das sind 17 Prozent mehr als 2022. Entsprechend verbesserte sich der T-Roc auf Platz zwei. © Uli Sonntag/VW
VW Golf
Platz 1 – VW Golf: Es kann nur einen geben! Und das ist – wie sollte es auch anders sein – der VW Golf. Der Dauerbrenner aus Wolfsburg war auch 2023 wieder das Lieblingsauto der Deutschen. 81.117 Fahrzeuge setzte Volkswagen ab. Vier Prozent weniger als noch 2022. Aber auch hier steht bekanntlich 2024 ein Facelift ins Haus. © Ingo Barenschee/Volkswagen

Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.

Auch viele andere Hersteller haben kein Cabrio mehr im Programm

Mit einer Modellpalette ohne Cabrios ist VW allerdings nicht allein: Auch Opel beispielsweise hat seit dem Ende des Cascada im Jahr 2019 kein Cabrio mehr im Programm. Aber auch Marken wie Nissan oder Renault bieten aktuell kein Cabrio an. In den Nuller-Jahren wurden in Deutschland in der Regel noch jedes Jahr Cabrios im sechsstelligen Bereich neu zugelassen – im Jahr 2002 waren es laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beispielsweise 121.958 Cabrio-Neuzulassungen.

Rubriklistenbild: © Volkswagen

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