VonSebastian Oppenheimerschließen
Viele Hersteller dünnen ihre Modellpalette aus. Wenig nachgefragte Varianten werden gestrichen. Bei VW verschwindet bald das letzte Cabrio.
In der Autoindustrie ist es ein wenig wie in der Modebranche: Trends kommen – und sie gehen auch wieder. Auch wenn bei den Autobauern die Zyklen etwas länger dauern als bei Kleidungsproduzenten. Anfang der 1990er-Jahre nahm eine große Cabrio- und Roadster-Welle ihren Anfang. Beinahe jeder Hersteller schickte sich an, mindestens ein offenes Modell im Programm zu haben. Sogar viele Kleinwagen bekamen eine Oben-Ohne-Version spendiert. Doch längst ist dieser Hype wieder abgeebbt – die Trendsetter von damals werden nun teils schon zum Oldtimer. Allgemein haben viele Autobauer ihren Variantenreichtum zuletzt deutlich zusammengestrichen. Bei Volkswagen hatte man zumindest noch ein Cabrio im Programm – doch auch dieses wird es bald nicht mehr geben.
Der neue WhatsApp-Kanal von 24auto.de ist da!
Aktuelle News, nützliche Tipps & Tricks sowie kuriose Geschichten aus dem Netz rund um das Thema Auto gibt’s auf unserem Whatsapp-Kanal: Hier geht’s direkt zu Automania.
Erst 2019 von VW vorgestellt: das T-Roc Cabrio
Natürlich gibt es bei Autos Design-Trends, über die man zumindest streiten kann: Etwa, aus einem SUV ein Coupé zu machen oder ein SUV in ein Cabrio zu verwandeln. Bei Range Rover hatte man im Jahr 2016 allerdings den Mut zu letzterem – und der Evoque wurde auch als offene Version angeboten. Auch bei Volkswagen fand man die Idee nicht schlecht und präsentierte 2019 das T-Roc-Cabrio.
Mangelnde Nachfrage: Volkswagen stellt T-Roc Cabrio mit der nächsten Modellgeneration ein
Doch der Evoque wird schon lange nicht mehr als offene Version gebaut – und nun ist auch bei der Marke Volkswagen Schluss mit Cabrios: Die nächste Generation des T-Roc, die im kommenden Jahr an den Start geht, wird keine Cabriovariante mehr bekommen. Das berichten übereinstimmend der Spiegel und die Automobilwoche. Grund ist ganz offensichtlich die mangelnde Nachfrage. Damit hat der Wolfsburger Autobauer kein einziges Cabrio mehr im Programm. Ähnlich ist es übrigens mit Kleinwagen: Auch diese Fahrzeugklasse stirbt langsam aus.
Lieblingsautos der Deutschen in 2023: An Volkswagen führt kein Weg vorbei




Anmerkung der Redaktion: Dieser Text ist bereits in der Vergangenheit erschienen. Er hat viele Leserinnen und Leser besonders interessiert. Deshalb bieten wir ihn erneut an.
Auch viele andere Hersteller haben kein Cabrio mehr im Programm
Mit einer Modellpalette ohne Cabrios ist VW allerdings nicht allein: Auch Opel beispielsweise hat seit dem Ende des Cascada im Jahr 2019 kein Cabrio mehr im Programm. Aber auch Marken wie Nissan oder Renault bieten aktuell kein Cabrio an. In den Nuller-Jahren wurden in Deutschland in der Regel noch jedes Jahr Cabrios im sechsstelligen Bereich neu zugelassen – im Jahr 2002 waren es laut dem Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) beispielsweise 121.958 Cabrio-Neuzulassungen.
Rubriklistenbild: © Volkswagen

