Wachstumsbeschleuniger

Wachstums-Experiment: Mit Keiki-Paste sprießen an Pflanzen neue Seitentriebe

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Die Keiki-Wachstumspaste weckt schlafende Augen an Zimmerpflanzen und fördert die Bildung von Seitentrieben. Wie sie wirkt und wie man sie richtig anwendet.

Eine TikTok-Userin hat die Wachstumspaste Keiki ausprobiert, die Zimmerpflanzen dazu anregen soll, neue Triebe zu bilden. Außer Wollwachs enthält die Paste ein Pflanzenhormon, das diese Hauptaufgabe erledigen soll. An bestimmten Stellen der Pflanzen aufgetragen, sollen schon nach wenigen Tagen neue Blätter und Stängel sprießen. Dafür benötigt man lediglich ein Wattestäbchen. Die TikTok-Nutzerin erklärt, wie das Experiment gelungen ist.

Bestimmte Pflanzenhormone fördern das Wachstum von Monstera, Orchideen & Co.

Orchideenzüchter nutzen Keiki-Paste, um das Wachstum neuer Triebe und Knospen anzuregen.

Die Inhaltsstoffe von Keiki-Wachstums-Pasten sind meist überschaubar: Ein Fett wie Wollwachs (Lanolin) bildet die Grundlage, dazu kommen ein oder mehr wachstumsfördernde Phytohormone, zum Beispiel Benzylaminopurin (BAP), und je nach Rezeptur noch Nährstoffe hinzu. Die Pflanzenhormone aus der Gruppe der Cytokinine sind vor allem für die Regulierung der Zellteilung und der Wurzel- und Sprossbildung verantwortlich. Auf diese Weise lassen sich Pflanzen auch über Stecklinge gut vermehren.

Anwenden lässt sich das Produkt auf zahlreichen Zimmerpflanzen wie Philodendron, Monstera, aber auch Hibiskus. Ursprünglich wurde die Paste für die Vermehrung von Phalaenopsis-Orchideen entwickelt.

Kleiner Klecks mit großer Wirkung

Auf ihrem TikTok-Blog _missminimal_ demonstriert die Userin Alina, wie kinderleicht die Handhabung mit der Keiki-Paste ist: Mit einem Wattestäbchen nimmt sie einen Klecks der Paste und streicht sie auf einen gewünschten Wachstumsknoten (Nodien), kleine Hervorhebungen am Stängel. Dafür ist nicht einmal ein Anritzen der Pflanze nötig. Tatsächlich waren schon nach drei bis fünf Tagen erste Erfolge zu sehen, es zeigte sich das erste junge Grün.

@_missminimal_

Ich glaube ich brauche mehr von dieser Keiki Paste 🤭 keine Werbung übrigens 😁 #keiki #keikipaste #pflanzentiktok #pflanzentok #pflanzenliebe #fürdichseiteシ #fürdichseiteviral #zimmerpflanzen #pflanzen #pflanzentipps

♬ Originalton - Alina

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Die anderen Nutzer sind neugierig und teilen auch ihre Erfahrungen:

  • „Bei mir hat sich das schlafende Auge bereits nach 2 Tagen „abgehoben“, hatte also auch nach kurzer Zeit ein Ergebnis“
  • „omg“
  • „Kommt ursprünglich aus dem Orchideen-Hobby😁“
  • „Du brauchst übrigens nicht so viel ^^ ganz wenig mit ner gaaanz dünnen Schicht reicht!“

Zehn Zimmerpflanzen, die Leitungswasser gar nicht vertragen – sie reagieren auf Kalk

Eine rosa blühende Zimmerazalee dem Tisch
Moorbeetpflanzen wie die Azalee können Leitungswasser nicht ausstehen. © blickwinkel/Imago
Blätter des Gemeinenr Tüpfelfarns (Polypodium vulgare) in Nahaufnahme
Kleine Gießsünden straft der Tüpfelfarn fast sofort mit braunen Blättern. © blickwinkel/Imago
Bromelie mit pinker Blüte
Bromelien wachsen in der freien Natur auf Bäumen – und da kommt nur Regenwasser hin. © YAY Images/Imago
Eine Alokasie im Kübel
Lieber Mineralwasser als Leitungswasser: Die Alokasie verändert sonst vielleicht ihre schöne Blattfarbe. © agefotostock/Imago
Eine Hand hält eine Orchideenblüte
Am liebsten mögen die Orchideen ein Tauchbad in kalkarmem Wasser. © agefotostock/Imago
Eine pinke Kamelie
An die Kamelie darf nur Regenwasser oder entmineralisiertes Leitungswasser. © agefotostock/Imago
Sonnentaupflanze in Nahaufnahme
Leitungswasser ist für den Sonnentau tabu: Es schädigt die Wurzeln der fleischfressenden Pflanze. © imagebroker/Imago
Eine pinkfarbene Hortensie in grünem Übertopf
Auch als Zimmerpflanze bevorzugt die Hortensie kalkarmes Wasser. © agefotostock/Imago
Die herzförmige rosafarbene Blüte einer Flamingoblume oder Anthurie
Mit gefiltertem, kalkfreien Wasser kann man der Flamingoblume (Anthurie) eine Freude machen. © Panthermedia/Imago
Eine Gardenie mit weißer Blüte
Die Gardenie blüht nur so elegant, wenn sie richtig gegossen wird. Am besten mit Regenwasser. © Panthermedia/Imago

Je nach Produkt und Pflanze dauert es manchmal nur wenige Tage, manchmal einige Wochen, bis etwas sprießt. Wer kein Wattestäbchen zur Hand hat, kann auch Handschuhe verwenden, die Wachstumspaste sollte nur nicht mit der direkten Haut berührt werden.

Rubriklistenbild: © YAY Images/Imago

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