Gleichstellung aller Mütter

Mütterrente 3 jetzt fix? So steht es nach den Koalitionsverhandlungen

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CDU konnte ihren Wunsch nach einer Ausweitung der Mütterrente durchsetzen. Die Finanzierung der Mütterrente 3 ist jedoch noch umstritten.

Viele Rentnerinnen in Deutschland fragen sich, ob es endlich eine weitere Verbesserung bei der Anerkennung von Erziehungszeiten gibt. Nach den jüngsten Koalitionsverhandlungen von CDU/CSU und SPD verdichten sich die Hinweise auf eine mögliche Einführung der Mütterrente 3. Doch was genau wurde beschlossen? Welche Mütter profitieren – und ab wann? echo24.de fasst zusammen, wie der aktuelle Stand ist, was im Koalitionsvertrag steht und welche Auswirkungen die neue Regelung auf die Rente haben könnte.

Mütterrente 3: Gleichstellung aller Mütter in der Rentenversicherung beschlossen

Deutschland kann sich nicht mit Ruhm bekleckern, wenn es um die Rente geht. Doch es tut sich was, wenn man sich den Koalitionsvertrag der künftigen Regierung anschaut. Denn der Herzenswunsch der CDU nach einer Ausweitung der Mütterrente 3 wird umgesetzt. Sobald alle Parteigremien zugestimmt haben, kann der Koalitionsvertrag vollständig in Kraft treten, schreibt die Welt.

Strittig ist nur noch, wie die Mütterrente 3 finanziert werden soll. Laut der Präsidentin der Deutschen Rentenversicherung, Gundula Roßbach, würde sie rund fünf Milliarden Euro pro Jahr kosten, wie echo24.de bereits berichtete. Die SPD fordert deshalb eine Finanzierung ausschließlich aus Steuermitteln und nicht aus den Beiträgen der Millionen Versicherten. Die Anerkennung durch die Mütterrente 3 sei eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und müsse daher von allen Bürgern des Landes über ihre Steuern getragen werden, berichtet das Online-Portal Rentenbescheid24.

Die große Koalition hat eine bedeutende Änderung beschlossen: Die Mütterrente soll vereinheitlicht werden – unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder. (Symbolbild)

Sollte die Finanzierung nicht aus Steuermitteln erfolgen, könnte der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung um 0,25 Prozentpunkte steigen. Das würde alle Beitragszahler finanziell belasten. Doch was genau soll sich künftig ändern und wer profitiert davon?

Mütterrente 3: Drei Rentenpunkte pro Kind für alle Mütter

Die Mütterrente 3 sieht die Gleichstellung aller Mütter in der Rentenversicherung vor. „Die Mütterrente wird mit drei Rentenpunkten für alle Mütter vollendet, unabhängig vom Geburtsjahr der Kinder, um gleiche Wertschätzung und Anerkennung zu gewährleisten“, heißt es im Koalitionsvertrag. Derzeit erhalten Mütter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, nur 2,5 Entgeltpunkte, während Mütter mit später geborenen Kindern drei Entgeltpunkte erhalten.

Die Mütterrente 3 soll diesen Unterschied ausgleichen und allen Müttern drei Entgeltpunkte pro Kind anerkennen. Damit würden rund zehn Millionen Frauen von den zusätzlichen Leistungen profitieren, berichtet die Tagesschau. Das würde vor allem ältere Frauen finanziell stärken, denn Frauen bekommen in Deutschland mehrere hundert Euro weniger Rente als Männer. Laut Rentenbescheid24 würden Frauen pro Kind rund 20 Euro mehr Rente erhalten.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Zoonar

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