Gut für Körper und Geist

Trendsport Trailrunning: Alleinerziehende Mutter läuft täglich – „Bewegung ist mein Ausgleich zum Alltag“

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Laufen über Stock und Stein und gleichzeitig die Natur genießen: Trailrunning als fortgeschrittenes Joggen erfreut sich großer Beliebtheit. Sabine H. geht mit Ultra-Trailrunning noch weiter und liebt es einfach.

„Meinen ersten Ultratrail bin ich 2018 gelaufen und habe mich sofort in diesen Sport verliebt.“ Seitdem läuft die bekennende Ultra-Trailrunnerin nahezu täglich und findet darin einen Ausgleich zum Alltag und Beruf sowie zu den Herausforderungen als alleinerziehende Mutter eines 14-jährigen Sohnes. „Meine ME-Time“, nennt Sabine H. das Laufen in der Natur, das sie bevorzugt in bergigem und alpinen Gelände weit über eine Marathondistanz von 42 Kilometer absolviert. Auf ihrem Instagram-Kanal teilt sie regelmäßig spannende Eindrücke von ihren zahlreichen Rennen und Abenteuern beim Ultra-Trailrunning. „Der Sport gibt mir die Möglichkeit, meine Gedanken zu ordnen, etwas für meine mentale und körperliche Gesundheit zu tun, mich lebendig zu fühlen und an meine Grenzen zu gehen sowie auf den wirklich langen Distanzen von über 70 Kilometern über mich hinauszuwachsen“, berichtet die 41-Jährige aus Hessen im Gespräch mit 24vita.de.

Trailrunning bietet aus gesundheitlicher und medizinischer Sicht etliche Vorteile, sei es, um Gewicht zu verlieren oder das Herz-Kreislauf-System zu stärken, wie der Mediziner Dr. med. Thomas Schneider bestätigt.

Joggen für Fortgeschrittene: Was ist Trailrunning und für wen ist es geeignet?

Seit mehreren Jahren ist Sabine H. begeisterte Ultra-Trailrunnerin, bevorzugt in alpinem Gelände über die Marathondistanz von 42,195 km hinaus.

Trailrunning gilt als ursprüngliche Art des Laufens, über Wiesen, Wanderwege oder unebene Pfade, und ist die fortgeschrittene Form des Joggens. Bevor man mit Trailrunning-Training beginnt, wäre eine gewisse Erfahrung im Laufsport wichtig, so der Orthopäde Dr. Schneider, da die unterschiedlichen Bodenverhältnisse im unebenen Gelände einen häufigen Tempo- und Schrittwechsel erforderlich machen würden, wodurch das Verletzungsrisiko größer sei. Gerade zu Beginn sollte man die Trail-Strecken nicht nur nach persönlicher Vorliebe, sondern vielmehr im Hinblick auf die eigene Trainingsstufe auswählen. So könne sich der Körper allmählich den Unebenheiten des Geländes und Hindernissen wie Anhöhen oder Baumstämme anpassen. Beim Trailrunning geht es letztlich aber nicht nur um den Trainingseffekt, auch „um die Erlebnisse und Eindrücke der Landschaft während des Laufens und weniger nur um das Ergebnis“, wie Sabine H. aus Erfahrung weiß.

Letztes Jahr bin ich von Deutschland über die Alpen nach Italien beim legendären „Transalpine Run“ gelaufen und habe mir einen Lebenstraum erfüllt.

Sabine H., leidenschaftliche Sportlerin und Ultra-Trailrunnerin

Mach dich glücklich: Zehn Maßnahmen zur Selbstfürsorge, mit denen Sie sich Gutes tun

Eine Frau sitzt und schreibt in ein Notizbuch.
Schreiben Sie Tagebuch: Wer seine Gedanken und Gefühle aufschreibt, sieht viele Dinge meist klarer. Egal ob es sich um Wünsche, Träume oder Erinnerungen handelt - Schreiben Sie auf, was Ihnen durch den Kopf geht. Schreiben hilft, die eigenen Gedanken zu reflektieren und Erlebnisse von einem anderen Sichtpunkt wahrzunehmen.  © Tanya Yatsenko/Imago
Creative Highlights Symbolbilder Artist hands covered in paint. Young painter. Art concept. Las Palmas de Gran Canaria,
Nehmen Sie sich Zeit kreativ zu sein: Egal ob Musik, Tanz oder Kunst - Wer kreativ ist, vergisst für einen Moment alles um sich herum. Ängste und Sorgen treten in den Hintergrund. Dafür müssen Sie keinesfalls ein großer Künstler sein. © Cavan Images via www.imago-images.de
Eine Mädchen-Hand greift nach einer Blume.
Verbringen Sie Zeit in der Natur: Körperliche Bewegung in der Natur hat einen positiven Effekt auf das seelische Wohlbefinden. Sport, aber auch schon ein Spaziergang helfen das Stresshormon Cortisol abzubauen und sorgen dafür, dass das Gelückshormon Serotonin vermehrt ausgeschüttet wird. Bewusst Zeit in der Natur zu verbringen, hilft außerdem das Gedankenkarussell im Kopf zu stoppen.  © Imago
Eine junge Frau im Regenmantel breitet ihre Arme in der Natur aus.
Üben Sie Selbstakzeptanz: Wer sich selber so akzeptiert - mit allen Schwächen und Stärken -, zeigt auch mehr Verständnis für andere. Statt sich ständig innerlich zu kritisieren, hilft es aufbauend und tröstend mit sich selber zu sprechen. Dabei kann es helfen den eigenen Dialogue so aufzubauen, als ob man mit einem geliebten Menschen sprechen würde.  © Cavan Images/Imago
Jemand hält ein Geschenk in den Händen.
Machen Sie sich selber ein Geschenk: Niemand anders als Sie selbst ist dafür verantwortlich, dass es Ihnen gut geht. Wer sich hin und wieder selbst belohnt, steigert sein Wohlbefinden und damit auch sein Selbstwertgefühl.  © nndanko / Imago
Ein Kind läuft durch den Sand.
Seien Sie achtsam: Wer seinen Alltag achtsam gestaltet, ist laut Studien besser in der Lage mit Rückschlägen und Problemen umzugehen. Entspannungsübungen und Meditationen helfen Stress und negative Emotionen besser zu verarbeiten.  © Hodei Unzueta/Imago
IMAGO Nature: Unsere Erde, Umweltprobleme, Überbevölkerung From above unrecognizable people walking on zebra crossing o
Reduzieren Sie Stress: Wer von einem Termin zum nächsten hetzt, tut Körper und Seele keinen Gefallen. Dauerstress macht nachweislich krank. Planen Sie bewusst Ruhephasen ein und lassen Sie ausreichend Platz zwischen Terminen. Jeder braucht auch mal Zeit zum Durchatmen.  © IMAGO/Mikel Ponce
Eine Frau schaut mit traurigem Blick aus dem Fenster.
Fühlen Sie alle Emotionen: Statt Trauer oder Ärger zu verdrängen - und diesen Gefühle damit noch mehr Kraft zu geben - kann es helfen, sich klar zu machen, dass auch diese Emotionen zum Leben gehören. Misserfolge, Fehler und Enttäuschungen sind Teil der menschlichen Erfahrung und bringen uns weiter.  © Alberto Menendez/Imago
Frau im Rollstuhl hält Hand einer Pflegerin.
Helfen Sie anderen Menschen: Wie gut es tut, anderen zu helfen, haben viele Menschen verlernt. Wer keine Zeit hat direkt ein Ehrenamt zu übernehmen, kann beispielsweise damit anfangen, seinen Liebsten Unterstützung anzubieten. © ALFO/Imago
Vier Freunde, die gemeinsam in einem Innenhof essen und gerade anstoßen. (Symbolbild)
Pflegen Sie Ihre Freundschaften: Nehmen Sie sich Zeit Beziehungen zu Ihren Mitmenschen, Freunden und Familie zu pflegen. Es hilft zudem über Dinge, die einen belasten mit anderen zu teilen und sich einer nahestehenden Person anzuvertrauen.  © Philipp Dimitri/Imago

Trailrunning statt Joggen: Mehr Muskeln werden trainiert

Ein Vorteil des Trailrunnings wäre das häufig weichere Gelände, im Gegensatz zu Asphalt. Dadurch würden die Gelenke geschont und zugleich die Sprung- und Fußgelenke sowie die Balance- und Rumpfstabilität gestärkt. Genauso trainiere man beim Trailrunning mehr Muskelgruppen wie Bein-, Rumpf sowie Gesäßmuskulatur, wodurch der gesamte Bewegungsapparat beansprucht würde, so Dr. Schneider weiter.

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Trailrunning hilft beim Abnehmen, schont die Gelenke, kann langfristig hohen Blutdruck senken

Trailrunning gilt als hervorragende Ausdauersportart, um die Koordination, das mentale Reaktionsvermögen sowie die Konzentrationsfähigkeit zu trainieren. Das Herz-Kreislauf-System wird gestärkt und langfristig kann ein zu hoher Blutdruck günstig beeinflusst werden. Gleichzeitig ist das fortgeschrittene Joggen bei entsprechendem Belastungspuls ideal zur Fettverbrennung und hilft beim Abnehmen.

Trailrunning und Ultra-Trailrunning: Zeit, Anstrengung und Distanz machen den Unterschied

Manche der Läufer definieren eine Strecke, die länger als 42 Kilometer ist, bereits als Trailrun, andere laufen mindestens 80 Kilometer. Ein Ultra-Trailrun definiert sich über die Distanz, Zeit und Anstrengung. Stark Übergewichtige sollten, bevor sie mit dem Training starten, zunächst auf Walken, Schwimmen oder Radfahren setzen. Das fortgeschrittene Joggen würde die Knorpel und Gelenke bei zu hohem Gewicht belasten.

Die Herausforderung besteht darin, dass nicht nur einige Höhenmeter zu den Kilometern bezwungen werden müssen, sondern dass es auch oft viele technische Passagen gibt.

Sabine H., bekennende Ultra-Trailrunnerin

Die beste Art, sich für Trailrunning oder eine andere Sportart zu motivieren, sei es, sich kleine Ziele zu setzen und einen Trainingspartner zu suchen, empfiehlt Sabine H. nach jahrelanger Erfahrung beim Training.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unserer Redaktion nicht beantwortet werden.

Rubriklistenbild: © flitzbine/Sabine Hennemann/sportograf.com

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